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Bloß keine Stunts: Will Smith und Martin Lawrence stellten „Bad Boys for Life“ vor

Der dritte "Bad Boys"-Film kommt am 16. Januar in die deutschen Kinos. Hauptdarsteller Will Smith ist schon heute zur Premiere in Berlin.
Update 07.01.2020, 17:23 Uhr
Bloß keine Stunts : Will Smith und Martin Lawrence stellten „Bad Boys for Life“ vor

Der dritte "Bad Boys"-Film kommt am 16. Januar in die deutschen Kinos. Hauptdarsteller Will Smith ist schon heute zur Premiere in Berlin.

Viola Kiel
Will Smith, Produzent Jerry Bruckheimer und Martin Lawrence (v.l.n.r) bei der Premiere von
Will Smith, Produzent Jerry Bruckheimer und Martin Lawrence (v.l.n.r) bei der Premiere von "Bad Boys For Life".Jörg Carstensen/dpa

Mit dem Alter ist das so eine Sache. Gegenüber manchen ist es gnädig, gegenüber Will Smith zum Beispiel. Der Hollywoodstar ist 51 Jahre und wirkt so frisch und ausgeschlafen, wie es sich viele 30-Jährige nur wünschen könnten, als er am Dienstagnachmittag im Adlon seinen neuen Film „Bad Boys for Life“ vorstellt. „Guten Morgen“, ruft er auf Deutsch und lacht dröhnend.

„Bad Boys“, hallt es nun vielleicht dumpf in den angestaubten Ecken des cineastischen Gedächtnisses – gab es das nicht schon? Völlig richtig: Der Urfilm „Bad Boys – Harte Jungs“ ist ein Vierteljahrhundert alt. 1995 waren Will Smith als Mike Lowrey und sein Co-Star Martin Lawrence als Marcus Burnett, zwei Polizisten vom Drogendezernat Miami, auf der Leinwand zu sehen und landeten mit dieser nicht sonderlich anspruchsvollen Buddy-Actionkomödie einen unerwartet riesigen Erfolg.

Acht Jahre später folgte der zweite Teil, nach ähnlichem Muster: Verfolgungsjagden in schnellen Autos, wilde Schießereien mit fiesen Gangstern und mittendrin zwei Freunde, die ihrer eher unkonventionellen Polizeiarbeit nachgehen. Das Publikum war erneut begeistert: Der Film spielte fast 140 Millionen Dollar ein. Dann war 17 Jahre Ruhe.

Die US-Schaupieler Will Smith (r.) und Martin Lawrence.
Die US-Schaupieler Will Smith (r.) und Martin Lawrence.Foto: Thomas Samson/AFP

„Ich habe immer gesagt: Wenn es eine Fortsetzung gibt, sollte sie perfekt sein.“ Bei der Pressekonferenz im Adlon, Stunden vor der Premiere am Abend im Zoo-Palast, erklärt Will Smith, warum der dritte Teil der „Bad Boys“-Reihe so lange auf sich warten ließ. Smith ist einer der Produzenten des Films, ebenso wie der Kult-Action-Produzent Jerry Bruckheimer. Auf Bruckheimers Filmliste finden sich Klassiker wie „Top Gun“, „Beverly Hills Cop“, die „Fluch der Karibik“-Filme und eben „Bad Boys“, Teil I, Teil II und jetzt Teil III.

Zur Geburtsstunde der „Bad Boys" waren sie kleine Jungs

Bruckheimer macht seit 50 Jahren Filme, er ist 76. Und auch wenn man mit derartigen Annahmen fürchterlich falsch liegen kann: Er erweckt nicht den Eindruck, als könne er die Veränderungen, die die Jahre in seinem Gesicht hinterlassen haben, tatenlos hinnehmen. Entweder hat er nie gelacht oder er hat die Spuren dieses Lachens beseitigen lassen.

Es mag dieser Kontrast sein, der die beiden Regisseure des Films, die Belgier Adil El Arbi und Bilall Fallah, umso jünger wirken lässt. Zur Geburtsstunde der „Bad Boys“, waren sie kleine Jungs, keine zehn Jahre alt. Jetzt haben sie die beiden Cops aus Miami auf ihrem dritten Abenteuer begleitet. Damit gehören, so relativ ist Alter, auf einmal auch Will Smith und Martin Lawrence zur alten Garde: Sie schwelgen in Erinnerungen, damals, 1995, seien sie in Miami jeden Abend in einen Club gegangen, den Prince betrieben habe. Und selbstverständlich hätten sie die Stunt-Szenen selbst gedreht.

Das sei jetzt anders: „Ich habe noch getönt: Tom Cruise macht alle Stunts selbst, ich mache das auch“, erzählt Will Smith, „aber das haben wir keine drei Tage durchgehalten.“ Das Thema Alter ist für die Schauspieler nicht nur im neuen Film präsent: „Ich spüre jedes meiner 50 Jahre“, sagt Smith. Zweimal beugt er sich zu seinem Co-Star Lawrence hinüber und wiederholt Fragen aus dem Publikum, die Lawrence akustisch nicht verstanden hat, etwas lauter.

Eines aber, erzählen die Schauspieler, habe die Zeit überdauert: die Chemie zwischen ihnen. Wenn sie zusammen vor der Kamera stünden, funktioniere es einfach. Das Geheimnis dieses Zusammenspiels – Bruckheimer haucht etwas von „Magie“ – sei die Freundschaft der Figuren. Diese Freundschaft sei ehrlich, versichert Lawrence. Und Smith meint: „Eine perfekte Freundschaft muss nicht sanft sein, aber sie ist unerschütterlich. Bad Boys for Life eben. Jeder sucht eine solche Freundschaft. Darin steckt das tiefe menschliche Bedürfnis nach Liebe, nach Verbindung und Zusammengehörigkeit.“ So richtig klingt das nicht mehr nach den ganz harten Jungs.„Bad Boys for Life“ kommt am 16. Januar in die Kinos.

Bekannt wurde Will Smith unter anderem durch die Produktionen
  • 1990–1996 Der Prinz von Bel-Air (Fernsehserie; The Fresh Prince of Bel-Air, 148 Folgen)
  • 1995: Bad Boys – Harte Jungs (Bad Boys)
  • 1996: Independence Day
  • 1997: Men in Black
  • 2006: Das Streben nach Glück (The Pursuit of Happiness)
  • 2018: One Strange Rock (Doku-Serie)
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