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Donald Trump reist nach Davos ans WEF | NZZ

Der amerikanische Präsident nimmt am 21. und 22. Januar am Weltwirtschaftsforum teil. Der Auftritt ist in mehrerlei Hinsicht pikant.

Der amerikanische Präsident nimmt am 21. und 22. Januar am Weltwirtschaftsforum teil. Der Auftritt ist in mehrerlei Hinsicht pikant.

Winken zum Abschied: Trump bei der Abreise nach seinem Besuch am WEF 2018.
Winken zum Abschied: Trump bei der Abreise nach seinem Besuch am WEF 2018.

Carlos Barria / Reuters

Der amerikanische Präsident Donald Trump reist im Januar ans World Economic Forum in Davos. Das hat seine Pressesprecherin Stephanie Grisham am Mittwoch gegenüber der Nachrichtenagentur AP bestätigt.

Der Präsident reist zusammen mit seiner Tochter Ivanka Trump und seinem Schwiegersohn Jared Kushner in die Schweiz. Er soll am 21. und 22. Januar am Forum teilnehmen. 2019 hatte Trump seine Teilnahme am WEF wegen eines mehrwöchigen Shutdown der amerikanischen Bundesverwaltung abgesagt.

Trumps diesjähriger WEF-Besuch ist in mehrerlei Hinsicht pikant. Es wird seine erste Auslandsreise sein, nachdem das Repräsentantenhaus ein Impeachment gegen ihn beschlossen hat. Zurzeit steht noch nicht fest, wann das Verfahren im Senat beginnt. Der Prozess war zuletzt blockiert, weil sich Demokraten und Republikaner über die Regeln für das Verfahren stritten. Es ging dabei in erster Linie um die Vorladung von Zeugen.

Auch Javad Zarif reist an

Laut Medienberichten, die sich auf die WEF-Organisatoren berufen, wird auch der iranische Aussenminister Javad Zarif am WEF teilnehmen. Die Einladung an Zarif war offenbar schon vor der Tötung des Generals Kassem Soleimani ausgesprochen worden. Zarifs Teilnahme soll nach der Tötung vom Aussenministerium bestätigt worden sein. Der Aussenminister tritt im wieder neu aufgeflammten Konflikt mit den USA als Sprachrohr Irans auf. Nach dem Drohnenangriff auf Soleimani warf Zarif den USA «unkontrolliertes Abenteurertum» vor.

Dass Trump und Zarif beide am Weltwirtschaftsforum teilnehmen, bedeutet nicht, dass sie zusammentreffen werden. Zudem ist möglich, dass es je nach Entwicklung des Konflikts zu Absagen kommt.

Bei seinem letzten WEF-Besuch 2018 hatte Trump dargelegt, wie seine nationalistische «America first»-Doktrin mit globaler Kooperation vereinbar sein soll. Neben seinen Familienangehörigen werden diesmal vier amerikanische Minister ans WEF reisen – Finanzminister Steven Mnuchin, Handelsminister Wilbur Ross, Arbeitsminister Eugene Scalia sowie Transportministerin Elaine Chao.

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