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Horror-Crash im Südtirol: Das sind die Opfer des Audi-Rasers

Der Heizungsinstallateur Stefan L. (27) ist im Südtirol in eine Touristen-Gruppe gedonnert. Sieben Menschen kamen beim Horror-Crash ums Leben. Unter den Opfern sind viele Studenten.
  • Polizei Bozen

    Nach dem Horror-Crash im Südtirol ist vom Unfallauto nur ein Wrack übrig.

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    Nach dem Horror-Crash im Südtirol ist vom Unfallauto nur ein Wrack übrig.

  • Polizei Bozen

    Der Todesraser Stefan L. (27) wollte mit seinem Audi TT Frauen imponieren.

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    Der Todesraser Stefan L. (27) wollte mit seinem Audi TT Frauen imponieren.

  • zVg

    In den Ski-Ferien im Südtirol aus dem Leben gerissen: Felicitas V. gehört zu den sieben Todesopfern in Luttach (I).

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    In den Ski-Ferien im Südtirol aus dem Leben gerissen: Felicitas V. gehört zu den sieben Todesopfern in Luttach (I).

  • keystone-sda.ch

    Hier kam es in der Nacht auf Sonntag zum tödlichen Crash.

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    Hier kam es in der Nacht auf Sonntag zum tödlichen Crash.

  • keystone-sda.ch

    Am Unfallort wurden mehrere Kerzen für die Opfer angezündet.

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    Am Unfallort wurden mehrere Kerzen für die Opfer angezündet.

Schock im Südtirol! Im Ski-Ferienort Luttach (I) donnert in der Nacht auf Sonntag ein Audi TT in eine deutsche Reisegruppe. Am Steuer Stefan L.* (27) – mit 1,97 Promille intus! Das Unfallauto ist jetzt nur noch ein Wrack. L. hat laut «Bild» das Fahrzeug erst kürzlich in Deutschland gekauft, um Frauen zu beeindrucken.

Sechs Menschen sterben beim Horror-Crash, elf werden verletzt – vier schwer. (BLICK berichtete). Zwei schwebten seither in Lebensgefahr. Im Spital ist nun das siebte Opfer, eine junge Frau, verstorben, wie der Südtiroler Sanitätsbetrieb am Montagnachmittag bekannt gab. Die traurige Bilanz am Tag nach der Tragödie: sieben Tote und zehn Verletzte.

Die letzten Stunden vor dem Tod der Mechatronik-Studentin

Sonntag, gegen 1.15 Uhr: Die Reise-Gruppe aus Deutschland war im nur wenige Minuten entfernten St. Johann feiern. Der Après-Ski-Club «Hexenkessel» ist im Ahrntal bei Wintersportlern beliebt, auch die Deutschen zog es dort hin. Mit einem Shuttlebus kehren sie in jener Nacht zu ihrer Unterkunft nach Luttach zurück. Kurz darauf sin sechs von ihnen tot.

Auch für Mechatronik-Studentin Janine B.* (†22) aus Wuppertal (D) war es die letzte Nacht ihres Lebens. Sie ist eine der drei Frauen, die beim Horror-Crash starben. Dabei hatte der gemeinsame Abend der Touristen-Gruppe so ausgelassen begonnen. Das letzte Video, das Janine auf Instagram geteilt hat, zeigt die 22-Jährige glücklich: Sie lacht und tanzt, geniesst ihr Leben. Es sind die letzten unbeschwerten Momente der Mechatronik-Studentin.

Janine B. (†22) schaute Tod zuvor schon ins Auge

Tragisch: Janine B. hatte dem Tod bereits zuvor ins Auge geschaut. Im September 2014 wurde bei ihr Morbus Hodgkin diagnostiziert. In einem Internet-Tagebuch schrieb sie über ihren Kampf gegen den Lymphdrüsenkrebs. Sie hat sechs Chemotherapien überstanden und sich zurück ins Leben gekämpft.

Gerade erst war Janine B. von einem Auslandsjahr in Australien zurückgekehrt. Sie wollte das Leben feiern, fand aber den Tod – ebenso wie fünf weitere Deutsche. Als der Audi-TT in die Menge donnerte hatte auch Felicitas V.* keine Chance. Die Medizinstudentin aus Baden-Württemberg hatte zuletzt in Hamburg studiert und Geige gespielt.

Mit ihr starben auch Architektur-Student Julius U.* aus Köln und der ambitionierte Amateur-Fussballer Julian V.* (†22) der als Mittelfeldspieler beim TSV Siegen auflief. Auch Rita B.* aus Remscheid und Philipp S.* (†22) überlebten die Tragödie von Luttach nicht.

«Ich habe gesehen, wie Menschen umhergeflogen sind»

Der Fahrer des Shuttlebusses hat die letzten Sekunden im Leben der deutschen Touristen miterlebt und erinnert sich gegenüber der «Bild»: «Alle sind ausgestiegen und ich habe mich noch von dem Betreuer verabschiedet. Ich habe die Türen zugemacht.» Es sind nur noch 100 Meter zu Fuss bis zum Hotel. Nichtsahnend überquert die Gruppe die Strasse, als Stefan L. angerast kommt und in sie donnert.

Der Busfahrer versuchte noch, mit der Lichthupe vor der Tragödie zu warnen – ohne Erfolg. «Ich habe dann im Rückspiegel gesehen, wie die Menschen umhergeflogen sind», so er weiter. Stefan L. wurde am Montag vom Spital ins Gefängnis Bozen verlegt. Ihm drohen bis zu 18 Jahre Gefängnis.

Sieben Menschen hat der Südtiroler Stefan L. auf dem Gewissen. Und all das nur, weil er sich im Suff hinters Steuer gesetzt hat. Besonders makaber: Der Todesfahrer war auf dem Weg in den «Hexenkessel». (rad/szm)

* Name bekannt

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