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Siegener unter Raser-Opfern in Südtirol - TSV Siegen trauert ...

Unfall

Südtirol: Siegener unter den Opfern - TSV Siegen trauert
07.01.2020 - 09:43 Uhr
Ein Auto ist in der Nacht zu Sonntag in eine Gruppe Urlauber gefahren und hat dabei sieben Menschen getötet. Auch ein junger Mann aus Siegen ist unter den Todesopfern.

Ein Auto ist in der Nacht zu Sonntag in eine Gruppe Urlauber gefahren und hat dabei sieben Menschen getötet. Auch ein junger Mann aus Siegen ist unter den Todesopfern.

Foto: Lino Mirgeler / dpa

Siegen/Südtirol.  Auch ein Mann aus Siegen ist unter den Todesopfern des schweren Unfalls in Südtirol. Vereinskollegen des TSV Siegen trauern um den 22-Jährigen.

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Eines der Opfer des schweren Unfalls von Luttach stammt aus Siegen. Das bestätigte die Kreispolizeibehörde Siegen-Wittgenstein gegenüber unserer Redaktion. Die jungen Erwachsene waren beim Überqueren einer Straße in Südtirol erfasst worden, als ein 27-jähriger Autofahrer aus Südtrirol unter Alkoholeinfluss mit hohem Tempo in die Gruppe gefahren war.

Wie das öffentlich-rechtliche italienische Fernsehen berichtet, handelt es sich bei dem Siegener um einen 22-jährigen Mann. Laut Kreispolizeibehörde hatte der junge Mann, der beim TSV Siegen in der zweiten Mannschaft Fußball spielte, noch einen Zweitwohnsitz in Siegen und lebte ansonsten in Osnabrück.

Hobbyfußballer mit Zweitwohnsitz in Siegen

Der TSV Siegen äußerte sich in einem Facebook-Post: Mit großer Bestürzung habe man vom tragischen Tod des Vereinskollegen bei dem schlimmen Verkehrsunfall in Südtirol erfahren. Der 22-jährige Mann sei „seit Kindertagen in verschiedenen Fußballmannschaften des TSV aktiv“ gewesen.

„Auch trotz seines auswärtigen Studiums blieb er der Fußballabteilung weiterhin verbunden und spielte seit vergangenem Sommer in unserer zweiten Mannschaft. Unser ganzes Mitgefühl gilt besonders seinen Eltern.“

Unfallfahrer: „Es wäre besser gewesen, ich wäre gestorben“
Kerzen und Beileidsbriefe am Unfallort: Hier fuhr ein 27-Jähriger am Wochenende sechs junge Deutsche tot.

Der Autofahrer (27), der in Südtirol betrunken sieben junge Deutsche getötet haben soll, sitzt seit Montag in Haft. Nach Angaben seines Anwalts bereue er den Unfall. Alessandro Tonon sagte, sein Mandant habe sich für nicht so stark alkoholisiert gehalten. Ihm drohen wegen der Schwere des Unglücks bis zu 18 Jahre Haft.

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Die Ermittlungen der Behörden in Südtirol hatten einen Alkoholwert von fast zwei Promille ergeben. Außerdem gehen die Ermittler von überhöhter Geschwindigkeit aus. Der 27-Jährige sei sich bewusst, dass er getrunken habe, sagte der Jurist. Aber als er den Wert von fast 2 Promille erfahren habe, sei er verwundert gewesen. Der 27-Jährige habe ihm ungefähr gesagt: „Es wäre besser gewesen, ich wäre gestorben anstelle der anderen Menschen.“

Südtirol: Viele Opfer kommen aus NRW
Nach dem Unfall in Südtirol mit mehreren Toten haben Menschen Blumen und Kerzen aufgestellt.

Der Fahrer war in die Gruppe junger Skitouristen gerast. Dabei starben sieben Menschen, weitere zehn wurden verletzt. Eine Frau aus Deutschland erlag am Montag in einem Krankenhaus in Innsbruck in Österreich ihren schweren Verletzungen. Bis Montag reisten trauernde Angehörige aus Deutschland nach Südtirol. Viele kamen zum Krankenhaus in Bruneck, rund 20 Fahrkilometer von Luttach entfernt. Dort wurden die Opfer identifiziert.

Von den tödlich verletzten Menschen wohnten nach Angaben des NRW-Innenministeriums außerdem zwei in Wuppertal, einer in Köln und einer in Dortmund. Die beiden Opfer aus Wuppertal waren zwei 22-jährige Frauen. Das erklärte Oberbürgermeister Andreas Mucke (SPD) am Montag.

Angehörige besuchten die Unglücksstelle

Betreut wurden die angereisten Familien von Notfallpsychologen, Seelsorgern und Vertretern der Deutschen Botschaft. Einige Angehörige besuchten die Unglücksstelle. Abgeschirmt von der Polizei begab sich die Gruppe zu dem Hotel, in dem die Skiurlauber untergebracht gewesen waren. Anschließend hielten die Angehörigen kurz am Straßenrand an Grablichtern inne.

Die jungen Urlauber befanden sich auf dem Heimweg von einem Discobesuch. Gegen 1.15 Uhr stiegen sie aus einem Shuttlebus und überquerten die Hauptstraße, als es zum Unglück kam.

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