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Wie bei Rückkehr 2015 gewinnt SCB auch beim Abschied vom Cup

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Die Berner mussten in dieser Saison bislang mehrheitlich unten durch. Von Ende Dezember bis Mitte Februar waren sie in der National League gar Letzter, aktuell belegen sie den 11. Platz. Dementsprechend viel Häme musste der SCB einstecken.

Zwar geniesst ein Triumph im Cup im Eishockey bei weitem nicht jenen Stellenwert wie der Gewinn der Meisterschaft, ein Titel ist jedoch Titel. Bei den Bernern war von Anfang an zu spüren, dass sie diesen Sieg unbedingt wollten. Sie traten von Beginn weg sehr entschlossen auf. Die Vorentscheidung zu Gunsten der Gäste fiel im Mitteldrittel, als sie sich innert 8:59 Minuten von 1:1 auf 4:1 (35.) absetzten.

Das 2:1 (26.) erzielte Vincent Praplan aus kurzer Distanz. 172 Sekunden danach bereitete dieser das 3:1 des vor dem Tor freistehenden André Heim vor. Die Lions versuchten zwar zu reagieren, nach einer Chance zum 2:3 liefen sie aber in einen Konter - vier Berner gegen zwei Zürcher. Die Folge war das 4:1 von Jesper Olofsson, der schon zum 1:0 (12.) getroffen hatte.

Wer nun mit einer Reaktion der Lions gerechnet hatte, sah sich getäuscht. In der 47. Minute erhöhte Tristan Scherwey auf 5:1, womit es über den Ausgang der Partie endgültig keinen Zweifel mehr gab. Somit gewannen die Berner die erste und die letzte Austragung des 2014 nach einem 42 Jahre dauernden Unterbruch neu lancierten Wettbewerbs.

Der Sieg im Final brachte dem SCB zusätzliche 100'000 Franken an Prämien ein, Geld, das gerade in der aktuell schwierigen Zeit gut gebraucht werden kann.

Das animierte erste Drittel hatte 1:1 geendet. Die Berner, die das dritte Spiel innert vier Tagen bestritten, gingen nicht unverdient in Führung. Der zuvor schon auffällige Olofsson war in Überzahl erfolgreich. In der Meisterschaft gehört das Powerplay nicht zu den Stärken des SCB, im Cupfinal dauerte es nach der ersten Strafe gegen den ZSC nur 17 Sekunden bis zum Tor.

Auf den ersten Rückstand hatte die Lions noch eine rasche Antwort parat. 127 Sekunden danach glich Denis Hollenstein nach einem gewonnenen Bully von Marcus Krüger mit einem satten Schuss aus. Der Flügelstürmer ist in dieser Saison ein Torgarant, es war für ihn wettbewerbsübergreifend der 25. Treffer. Am Ende war dies aber nur eine Randnotiz, wie auch das im Powerplay erzielte 2:5 von Maxim Noreau (58.). Den Pass zum Tor gab Sven Andrighetto, der in der Meisterschaft in den letzten 19 Partien immer mindestens einen Skorerpunkt verzeichnet hat.

Insgesamt kam vom ZSC zu wenig, um zum vierten Mal nach 1960, 1961 und 2016 den Cup zu gewinnen. Dass es den Zürchern derzeit an Konstanz fehlt, liegt auch am Fehlen von Schlüsselspielern wie Garrett Roe und Chris Baltisberger, darf aber keine Ausrede sein.

ZSC Lions - Bern 2:5 (1:1, 0:3, 1:1)

Keine Zuschauer. - SR Hebeisen/Stricker, Fuchs/Obwegeser. - Tore: 12. Olofsson (Jeffrey, Conacher/Ausschluss Waeber) 0:1. 14. Hollenstein (Krüger) 1:1. 26. Praplan (Zryd) 1:2. 29. Heim (Praplan) 1:3. 35. Olofsson (Jeffrey, Conacher) 1:4. 47. Scherwey (Pestoni, Heim) 1:5. 58. Noreau (Andrighetto/Ausschluss Burren) 2:5. - Strafen: je 3mal 2 Minuten.

ZSC Lions: Waeber; Noreau, Marti; Phil Baltisberger, Geering; Trutmann, Berni; Morant; Lasch, Sigrist, Andrighetto; Bodenmann, Krüger, Hollenstein; Wick, Schäppi, Pedretti; Rautiainen, Diem, Prassl; Riedi.

Bern: Karhunen; Untersander, Zryd; Andersson, Beat Gerber; Thiry, Burren; Conacher, Jeffrey, Olofsson; Pestoni, Heim, Scherwey; Sopa, Praplan, Moser; Berger, Neuenschwander, Bader; Jeremi Gerber.

Bemerkungen: ZSC Lions ohne Blindenbacher, Roe, Chris Baltisberger und Pettersson, Bern ohne Henauer, Sciaroni, Blum und Ruefenacht (alle verletzt).

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