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Neuausrichtung steht an - Trotz Out: Vielleicht bleibt der SCB doch «amtierender Meister»

Die meisterliche Berner Hockey-Ära mit 3 Titeln in 4 Jahren (2016, 2017, 2019) ist beendet.

Vor einem Jahr ersparte die Pandemie Bern die Entthronung. In diesem Jahr fand der SCB erst über die Pre-Playoffs den Weg in die Playoffs und forderte anschliessend Qualifikationssieger EV Zug fast auf Augenhöhe heraus. In 6 Spielen ging die Serie letztlich aber trotzdem verloren.

Mario Kogler, der interimistische Trainer, hat es kommen sehen. Kogler befürchtete schon vor dem Spiel, dass dem SCB die Energie ausgehen könnte. Und so kam es dann auch. Nach dem 6:2-Sieg in Spiel 4 und dem 2:2-Ausgleich in der Serie gelangen Bern in den Partien 5 und 6 nur noch 2 Tore.

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Vieles wird sich in Bern ändern

Nach dem Out scheint in der Hauptstadt eine Zäsur anzustehen. Für den neuen Sportdirektor Raeto Raffainer und Sportchefin Florence Schelling beginnt die Zeit der vielen Gespräche und Analysen.

  • Kogler tritt als Headcoach wieder ab. Er wechselt entweder zurück zu den Junioren – oder kriegt eine nächste Gelegenheit bei einem anderen Klub.
  • Neben dem Trainer gehen auch Goalie Tomi Karhunen, Playoff-Topskorer André Heim, Inti Pestoni, Miro Zryd, Yanik Burren oder Kyen Sopa.
  • Transfers von Schweizer Akteuren nach Bern gab es bislang kaum. Der SCB steht am Ende der Saison praktisch schon als Transfer-Verlierer fest.

Primär wünscht man sich in Bern aber «eine pandemie-freie nächste Saison» (Florence Schelling) – damit der SC Bern wieder vor seinen Fan-Massen spielen kann, die Gastronomie wieder Franken einträgt und das Business wieder in Fahrt kommt.

Bitter enttäuschte Berner nach dem Playoff-Out
Bitter enttäuscht Die Berner nach dem Playoff-Out. Keystone
Ein Strohhalm bleibt

Berns neuer Trainer, der wohl aus Davos kommen wird – Johan Lundskog ist derweil noch immer nicht bestätigt worden – , dürfte frischen Wind in die Bundesstadt bringen. Die Berner werden aus Spargründen aber primär Nachwuchsleute einbauen und im kommenden Winter wohl kleinere Brötchen backen müssen. Im besten Fall dauert es nur 2 und nicht 3 oder 4 Jahre, bis sich der SCB wieder dorthin orientieren kann, wo er hin will: Richtung Spitze.

Übrigens: Entthront ist der SCB noch nicht ganz sicher. Wenn der EV Zug in den Halbfinals gegen die Lakers ausscheidet, und der Playoff-Final anschliessend nicht beendet werden kann, gäbe es auch 2021 (wie 2020) keinen Schweizer Meister. Dann würde der SCB auch im Herbst 2021 wieder als Titelhalter in die Saison starten.

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