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Gipfeltreffen von Joe Biden und Wladimir Putin in Genf / "Setzen Sie die Syrer an die erste Stelle"

Binz bei Maur (ots) - Die USA sollen die Wirtschaftssanktionen gegen Syrien aufheben und Russland dem leidenden syrischen Volk rund um Idlib Hilfe ermöglichen. Diese...
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Gipfeltreffen von Joe Biden und Wladimir Putin in Genf / "Setzen Sie die Syrer an die erste Stelle"

Binz bei Maur (ots)

Die USA sollen die Wirtschaftssanktionen gegen Syrien aufheben und Russland dem leidenden syrischen Volk rund um Idlib Hilfe ermöglichen. Diese Forderungen stellen Baroness Caroline Cox und Dr. John Eibner an Joe Biden und Wladimir Putin anlässlich ihres Gipfeltreffens in Genf.

Diese Woche treffen sich der neue US-Präsident Joe Biden und sein russischer Amtskollege Wladimir Putin in Genf. Aus diesem Grund haben Baroness Caroline Cox vom britischen Oberhaus und Dr. John Eibner, Geschäftsführer von Christian Solidarity International, den Präsidenten beider Grossmächte einen Brief zukommen lassen. In diesem Schreiben werden Biden und Putin dringend gebeten, zusammenzuarbeiten, um die Wirtschaftssanktionen gegen Syrien aufzuheben und humanitäre Hilfe zu ermöglichen.

Millionen Syrer hungern

Die humanitäre Katastrophe in Syrien, so Eibner und Cox, "war noch nie so alarmierend wie heute. Obwohl die Gewalt in Syrien in den letzten Jahren stark zurückgegangen ist, gibt es dort heute mehr Menschen als je zuvor, die hungern und verarmen und denen es an lebenswichtigen Gütern fehlt."

Nach Angaben des UNO-Welternährungsprogramms sind im vergangenen Jahr zusätzlich 4,5 Millionen Syrer dazugekommen, die um ausreichende Ernährung kämpfen müssen. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung ist auf Hilfe angewiesen, um zu überleben. Über 90 Prozent leben in Armut. Ausserdem leiden 600'000 syrische Kinder an Mangelernährung.

Die syrische Wirtschaft ist durch die verschärften westlichen Wirtschaftssanktionen, die COVID-19-Pandemie und die Finanzkrise im Libanon schwer angeschlagen. Als Folge davon geraten immer mehr Einheimische mit einfacher Ausbildung in existenzielle Nöte. Es fällt ihnen zunehmend schwer, ihre Familie zu ernähren und Zugang zu medizinischer Versorgung zu erhalten. Dieser Trend hat sich letztes Jahr dramatisch verschärft.

Sie haben es in der Hand

Cox und Eibner stellen fest, dass sowohl Biden als auch Putin in der Lage sind, diese Krise erheblich zu lindern. Putin kann den Syrern in den von den Rebellen kontrollierten Gebieten helfen, insbesondere in der Provinz Idlib. Dies, indem er die erneute Zulassung von UN-Hilfskonvois in diese Gebiete unterstützt. Die meisten Menschen, die in dieser Region leben, sind Vertriebene, die keine Möglichkeit haben, ihren Lebensunterhalt zu bestreiten.

Auf der anderen Seite kann Biden "die drakonischen Sanktionen, die die Vereinigten Staaten gegen Syrien verhängt haben, aufheben, aussetzen oder stark abschwächen und seinen europäischen Partnern empfehlen, dasselbe zu tun." Gemäss dem Schreiben von Eibner und Cox trägt das Sanktionsregime gegen Syrien "zu explodierenden Lebensmittelpreisen und massiven Engpässen beim Treibstoff bei, der unter anderem für den Transport von Lebensmitteln, die Stromerzeugung und den Betrieb von Bewässerungssystemen benötigt wird."

Eibner und Cox fordern Biden und Putin auf, "alle Stimmen zu ignorieren, die Sie zu überzeugen versuchen, nicht zum Wohle des syrischen Volkes zu kooperieren. Die Syrer sollten nicht als Tauschobjekt für die Grossmächte behandelt werden."

Verstoss gegen die Genfer Konventionen

"Den Syrern mit dem Hunger als Verhandlungstaktik zu drohen, ist schamlos und verstösst gegen das Verbot der Genfer Konvention zur kollektiven Bestrafung der Zivilbevölkerung", so die Schlussfolgerung von Cox und Eibner. "Wir fordern Sie dringend auf, sich im Geiste der Genfer Konventionen gegenseitig zu verpflichten, der leidgeprüften syrischen Bevölkerung zu helfen."

Caroline Cox und John Eibner

Baroness Caroline Cox, seit 1982 Mitglied des britischen Oberhauses, ist Gründerin und Geschäftsführerin des Humanitarian Aid Relief Trust (HART). Dr. John Eibner reist in seiner Position bei Christian Solidarity International (CSI) seit 2013 im Rahmen von Hilfs- und Erkundungsmissionen nach Syrien. Beide unterzeichneten am 21. Januar 2021 einen offenen Brief an Präsident Biden, in dem sie ihn bitten, die Sanktionen gegen Syrien aufzuheben.

Pressekontakt:

Joel Veldkamp, joel.veldkamp@csi-int.org, +41762581574

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