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Prinz Harry und Herzogin Meghan legen ihre Verpflichtungen nieder

Die Familie Sussex will ein Stück weit «normal» werden und mehr Zeit in Übersee verbringen. Was das genau bedeutet, weiss derzeit niemand.

Die Familie Sussex will ein Stück weit «normal» werden und mehr Zeit in Übersee verbringen. Was das genau bedeutet, weiss derzeit niemand.

Der britische Prinz Harry und seine Ehefrau, die Herzogin Meghan, wollen ihren Verpflichtungen, die Königin bei offiziellen Anlässen zu vertreten, nicht mehr nachkommen – oder sie zumindest weiter beschränken. Dies teilten Meghan und Harry am Mittwoch über Instagram mit. Demnach wollen die beiden finanziell unabhängig werden und die Zeit, die sie in Grossbritannien und Nordamerika verbringen, ausbalancieren.

Solche Bilder wie im Juni 2018 werden wir bald weniger sehen, denn Prinz Harry und Herzogin Meghan wollen künftig weniger offizielle Termine für das britische Königshaus wahrnehmen. Rechts im Bild: Queen Elizabeth II.
Solche Bilder wie im Juni 2018 werden wir bald weniger sehen, denn Prinz Harry und Herzogin Meghan wollen künftig weniger offizielle Termine für das britische Königshaus wahrnehmen. Rechts im Bild: Queen Elizabeth II.

John Stillwell / AP

Einen solchen Entscheid gab es noch nie, schon gar nicht von einem Prinzen wie Harry, dem derzeit Sechsten in der britischen Thronfolge. Man kann deshalb nur spekulieren, was er bedeutet. Dass die Familie mehr Zeit in Kanada verbringen will, war bekannt. Die Sussex verfügen in der Nähe von Vancouver über ein stattliches Haus, in dem sie bereits über die Advents- und Festtage hinweg sechs Wochen verbracht hatten. Laut der Instagram-Meldung will das Paar weiterhin gewisse Verpflichtungen gegenüber der Königin und wohltätigen Organisationen wahrnehmen. Dabei ist auch von Diensten im Rahmen des Commonwealth – eines losen Staatenbunds hauptsächlich von ehemaligen britischen Kolonien – die Rede. Die Familie will sich also nicht aus dem Umkreis des Königshauses verabschieden, sondern wohl insbesondere bei familiären Anlässen weiterhin anwesend sein.

Über Konkretes zu den Motiven und Vorstellungen im Zusammenhang mit dem Entscheid lassen Harry und Meghan ihre Anhänger weitgehend im Dunkeln. Sie hätten monatelang darüber nachgedacht und diskutiert, heisst es in der Meldung, bevor sie sich zu dem Wechsel und einer «fortschrittlichen neuen Rolle» innerhalb des Königshauses entschlossen hätten. Unklar ist auch, wie weit der «aufregende Schritt» mit Königin Elizabeth II. und Prinz Charles, dem Thronfolger und Vater von Harry, abgesprochen wurde. Nach der Rückkehr des Paars aus Kanada diese Woche soll es Unterredungen gegeben haben; andererseits meldet die Zeitung «Daily Mail» unter Berufung auf Hofkreise, die Zukunftspläne würden mit führenden Mitgliedern der Königsfamilie erst noch besprochen.

Was die Beweggründe angeht, ist es sicherlich ein Wunsch der jungen Eltern, sich vermehrt und häufiger ungestört ihrem achtmonatigen Baby Archie zu widmen. Nach der Heimkehr aus Kanada besuchten Prinz Harry und Herzogin Meghan den kanadischen Botschafter in London, um dessen Land für die Gastfreundschaft über die Festtage zu danken. Dabei soll Meghan gesagt haben, wie wohl sie und Archie sich auf der Insel von Vancouver gefühlt hätten.

Der britische Boulevard macht ausserdem viel Aufhebens um eine angebliche Zwietracht zwischen Harry und dessen Bruder Prinz William. Die Gerüchte dürften weitgehend übertrieben sein, nicht jedoch Meghans und Harrys Zorn auf Paparazzi und Boulevardreporter, die sie in Grossbritannien behelligen. Vor drei Monaten hatten die beiden mehrere Verleger der Boulevardpresse verklagt. Schon dies war ein ungewohnter Entscheid, weil die Sussex damit riskieren, dass ihr Alltag zusätzlich ans Licht gezerrt wird. Jetzt haben sie ihrem unkonventionellen Verhalten eine weitere Episode angehängt. 

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