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Halbschatten-Finsternis - Der Mond gerät ins Zwielicht

Am Freitagabend kann man eine besondere Mondfinsternis beobachten - wenn man genau hinsieht.

Betrachtet man bei Tageslicht seinen eigenen Schatten, erscheinen die Umrisse meistens nicht sehr scharf. Außen ist der Schatten in der Regel weicher, eine Mischung aus hell und dunkel.

Ähnlich ist es mit dem Schatten, den die Erde ins Weltall wirft - er teilt sich auf in einen dunklen Kernbereich sowie einen helleren Halbschatten. In dieses Zwielicht wird heute Abend der Mond eintreten und für die erste "Halbschatten-Mondfinsternis" des Jahres sorgen.

Anders als bei einer totalen Mondfinsternis, bei der der Mond in den Kernschatten der Erde eintritt und rötlich erscheint, wird der Mond bei einer Halbschatten-Finsternis nur leicht verschattet - so als habe sich seine Oberfläche etwas eingetrübt.

Von Deutschland und dem restlichen Europa aus wird das Schauspiel - passendes Wetter vorausgesetzt - ab 18:06 Uhr in östlicher Himmelsrichtung zu beobachten sein. Der Mond tritt zu diesem Zeitpunkt in den Halbschatten der Erde ein. Viel zu sehen gibt es anfangs jedoch nicht. Erst nach und nach wird die Verdunklung mit bloßem Auge sichtbar. Am Höhepunkt der Finsternis um 20:10 Uhr ist der Mond nahezu vollständig im Halbschatten versunken. Den Kernschatten der Erde wird die Südpitze des Mondes dabei nur um 360 Kilometer verfehlen.

Besonders der untere Teil des Mondes sollte zur Mitte der Finsternis dunkel verschmiert aussehen. Danach lässt die Verschattung allmählich nach, um kurz nach 22 Uhr hat der Mond den Halbschatten wieder vollständig verlassen. Am 5. Juni wird die nächste Halbschatten-Mondfinsternis in Europa zu sehen sein; dann streift der Mond den Schatten der Erde jedoch weiter außen und wird dadurch in geringerem Maße verdunkelt.

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