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Moderna-Dosen können in Berlin trotz Kühlproblemen genutzt werden

CDU fordert Entlassung von Bildungssenatorin Scheeres + Entwarnung: Moderna-Impfstoff wird ab Freitag gespritzt + Kitas voller als gedacht + Der Corona-Blog.
Live 17:59 Uhr
Coronakrise in Berlin : Neuer Höchststand von 76 Todesfällen – Inzidenz bei 199,2

CDU fordert Entlassung von Bildungssenatorin Scheeres + Entwarnung: Moderna-Impfstoff wird ab Freitag gespritzt + Kitas voller als gedacht + Der Corona-Blog.

Constanze Nauhaus Silvia Perdoni Melanie Berger
Ein Intensivpfleger betreut hinter einer Schleuse in einer Schutzausrüstung auf der Intensivstation einen Corona-Patienten. 
Ein Intensivpfleger betreut hinter einer Schleuse in einer Schutzausrüstung auf der Intensivstation einen Corona-Patienten. Foto: dpa

Das Infektionsgeschehen in Berlin ist weiterhin hoch: Am Mittwoch registrierte die Senatsgesundheitsverwaltung 1222 Neuinfektionen. 76 Todesfälle infolge einer Ansteckung mit dem Coronavirus sind zudem ein neuer Höchststand bei den täglichen Lageberichten. Die Sieben-Tage-Inzidenz blieb mit 199,2 im Vergleich zu 199,9 am Vortag nahezu unverändert. (Mehr dazu unten im Newsblog)

Weitere Corona-Nachrichten:

  • Nach Schulchaos: CDU fordert Entlassung von Bildungssenatorin Scheeres.
  • Zweifel an Kühlkette ausgeräumt: Erste Dosen von Moderna werden ab Freitag in Berlin verimpft.
  • Berliner Kitas sind im Corona-Lockdown gut gefüllt - obwohl sie eigentlich nur in Einzelfällen eine Notbetreuung von Kindern anbieten sollen.
  • Mehr Service: Das sind die Regeln. Hier können Sie sich in Berlin testen lassen. Positiv - was nun? Ein Leitfaden. Corona im Kiez: Newsletter kostenlos bestellen.
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13. Januar 2021 16:45
Ingo Salmen
1222 Neuinfektionen, 76 weitere Tote, Sieben-Tage-Inzidenz bei 199,2Das Infektionsgeschehen in Berlin ist weiterhin hoch: Am Mittwoch registrierte die Senatsgesundheitsverwaltung 1222 Neuinfektionen und weitere 76 Todesfälle infolge einer Ansteckung mit dem Coronavirus. Letzteres ist ein neuer Höchststand in den täglichen Lageberichten. Die Sieben-Tage-Inzidenz blieb mit 199,2 im Vergleich zu 199,9 am Vortag nahezu unverändert. Sie schrammt damit weiterhin an der 200er-Marke entlang, die ab Sonnabend zu einem eingeschränkten Bewegungsradius außerhalb von Berlin führen würde: Dann dürfte die Stadt 15 Kilometer weit verlassen werden.
Zwei von drei Corona-Ampeln stehen auf Rot: jene für die Inzidenz und jene für die Auslastung der Intensivbetten mit Covid-19-Patienten, die unverändert bei 32,5 Prozent liegt - am Mittwoch waren mit 420 nur zwei Betroffene weniger in intensivmedizinischer Behandlung als am Dienstag. Grün zeigt nun die Ampel für den R-Wert, der von 1,19 auf 0,97 gefallen ist. Der R-Wert war zuletzt starken Schwankungen unterworfen.
Stark gewandelt hat sich in den vergangenen Wochen die regionale Verteilung innerhalb Berlins. Die am stärksten betroffenen Bezirke sind derzeit Spandau (Sieben-Tage-Inzidenz 273,2), Pankow (237,7) und Treptow-Köpenick (230,6), das lange Zeit am wenigsten von der Pandemie betroffen war. Auch Marzahn-Hellersdorf, im Herbst ähnlich ruhig wie sein südlicher Nachbar, weist mit 206,3 eine hohe Sieben-Tage-Inzidenz auf. In zentralen Bezirken wie Friedrichshain-Kreuzberg (152,6) und Mitte (170,6) ist sie hingegen deutlich niedriger.
Das größte Risiko einer Ansteckung tragen Hochbetagte. Bei Menschen über 90 Jahren beträgt die Sieben-Tage-Inzidenz in Berlin derzeit 895,3, bei Menschen über 80 sind es 386,0. Deutlich über dem Durchschnitt liegen auch die Altersgruppen 20 bis 24 Jahre mit 226,2, ferner 25 bis 29 Jahre mit 230,2 und die 50- bis 59-Jährigen mit 213,3. Bemerkbar macht sich der Lockdown in den Schulen: Bei den Kindern zwischen fünf und neun Jahren ist die Sieben-Tage-Inzidenz inzwischen auf 67,0 zurückgegangen, bei den 10- bis 14-Jährigen liegt sie bei 98,4. Nur die 15- bis 19-Jährigen weisen mit 189,6 einen ähnlichen Wert wie die meisten Altersgruppen bei den Erwachsenen auf. Im Kita-Alter 0 bis 4 sind es 49,5, allerdings war der Wert hier nie so hoch wie in den anderen Kohorten.
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13. Januar 2021 17:25
Ingo Salmen
CDU fordert Entlassung von Bildungssenatorin Scheeres  
Angesichts des Hin und Hers um Schulöffnungen in der vergangenen Woche und anderer Probleme fordert die CDU die Entlassung von Berlins Bildungssenatorin Sandra Scheeres. Die SPD-Politikerin habe sich in der Coronakrise als völlig untauglich erwiesen und versagt, sagte der bildungspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Dirk Stettner, am Mittwoch. „Entgegen allen Beteuerungen sind unsere Schulen noch immer nicht gut vorbereitet auf die Pandemie.“ Pannen bei der digitalen Lernplattform Lernraum, die viele Berliner Schüler für das Homeschooling nutzen, seien ein trauriges Beispiel dafür.
In einem Dringlichkeitsantrag für die Sitzung des Abgeordnetenhauses am Donnerstag fordert die CDU den Regierenden Bürgermeister Michael Müller (SPD) auf, mit der Entlassung von Scheeres „die Weichen für einen schulpolitischen Neuanfang zu stellen“. „Jeder weitere Tag mit Frau Scheeres im Amt ist ein verlorener Tag für die Zukunft unserer Kinder“, erklärte Stettner. Die CDU hat in dieser Legislaturperiode schon mehrmals den Rücktritt von Scheeres beziehungsweise deren Entlassung gefordert - aus unterschiedlichsten Gründen. (dpa)
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13. Januar 2021 17:22
Stefan Jacobs
Die BVG weiß mit den Impfzentren was anzufangen
Um Fahrgästen von Bussen und Bahnen in Berlin und Brandenburg die Anreise zu den Impfzentren zu erleichtern, hat der Verkehrsverbund VBB die sechs Berliner und elf Brandenburger Standorte in seine Online-Fahrinfo eingearbeitet. Wer "Impfzentrum" als Fahrtziel eingibt, bekommt zunächst die Auswahl der Zentren und im nächsten Schritt die Verbindung inklusive eventueller Fußwege auf einem Stadtplanausschnitt angezeigt.
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13. Januar 2021 17:19
Stefan Jacobs
Reisen ab Sonnabend: Kontrollen durch Bundespolizei möglichWer vom Wochenende an in den Urlaub fliegen will, muss damit rechnen, erwischt zu werden - sollte ab Sonnabend die Sieben-Tage-Inzidenz über 200 liegen und damit der Bewegungsradius auf 15 Kilometer außerhalb von Berlin beschränkt sein. Während sich die Flughafengesellschaft auf Anfrage nicht zu dem Thema äußern wollte, sagte ein Sprecher der Bundespolizei: "Die Kontrolle ist zwar zunächst Sache der Landesbehörden, aber nichtsdestotrotz führen wir auch Stichprobenkontrollen durch."
Bei Flügen zu Zielen außerhalb des Schengen-Raumes ergibt sich das durch die Grenzkontrollen quasi automatisch. Aber auch andere Passagiere müssten damit rechnen, angesprochen zu werdenDer Fokus der Bundespolizei am BER liegt laut dem Sprecher allerdings überwiegend auf der Kontrolle ankommender Passagiere, für die - je nach Corona-Lage am Herkunftsort - meist Quarantänevorschriften in Deutschland gelten.
Wer dienstlich verreist oder glaubhaft machen kann, Lebenspartner oder pflegebedürftige Angehörige zu besuchen, ist von dem Reiseverbot ausgenommen, das der Senat am Dienstag für den Fall einer Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 200 beschlossen hat. Auf dem Abflugplan des BER stehen zwar aktuell hauptsächlich europäische Großstädte, aber für Sonnabend auch mehrere typische Urlaubsziele wie Teneriffa, Lanzarote und Madeira.
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13. Januar 2021 16:12
Ingo Salmen
Verstoß gegen Corona-Regeln: Partygäste verstecken sich vor Polizei
Bei einer illegalen Party in Frankfurt (Oder) haben sich Gäste ein Versteckspiel mit der Polizei geliefert. Die Feiernden hatten versucht, sich auf der Toilette einzuschließen oder sich in Schränken und Betten zu verkriechen. Am frühen Mittwochmorgen hatten Anwohner aus einer Wohnung Lärm gemeldet, der ihnen den Schlaf raubte.
Als Polizisten am Ort des Geschehens eintrafen, fanden sie neben dem 20-jährigen Mieter sechs weitere Gäste der Feier, wie die Polizei weiter mitteilte. Bis auf den 20-Jährigen erhielten alle Platzverweise. Zudem nahm die Polizei die Personalien wegen Verstoßes gegen die Corona-Eindämmungsverordnung auf. Die Daten leiten die Beamten an das Gesundheitsamt weiter. (dpa)
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13. Januar 2021 15:43
Melanie Berger

Es wäre für uns alle eine Katastrophe, die vulnerablen Gruppen einzuladen, sie bekommen einen Termin, sie stehen vor dem Impfzentrum, aber der Impfstoff ist nicht da

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD)
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13. Januar 2021 15:42
Melanie Berger
Müller: Länder brauchen Informationen zu Impfstoff-Lieferungen  
Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) hat von der Bundesregierung klare Aussagen zu den Impfstofflieferungen gefordert. „Es wäre für uns alle eine Katastrophe, die vulnerablen Gruppen einzuladen, sie bekommen einen Termin, sie stehen vor dem Impfzentrum, aber der Impfstoff ist nicht da“, sagte der Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz am Mittwoch im Bundestag.
Der Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) habe große Hoffnungen gemacht und angekündigt, dass es voraussichtlich bis Sommer für alle ein Impf-Angebot geben werde. Da jeweils zwei Impfdosen nötig seien, bedeute das für Berlin, dass jeden Tag rund 28.000 Menschen geimpft werden müssten, rechnete Müller vor. „Aber diese 28.000 sind jetzt unsere Wochenlieferung und nicht die Tageslieferung“, sagte er.
Die Bundesländer seien auf die Organisation der Impfungen vorbereitet. Ein Einladungssystem und die Terminvergabe könnten aber erst funktionieren, wenn es verlässliche Informationen über die Impfstofflieferungen gebe. (dpa)
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13. Januar 2021 15:21
Melanie Berger
Flächendeckende Schnelltests an Berlins Schulen geplantLehrern, Schülern und Erziehern sollen bald umfassend Schnelltests zur Verfügung gestellt werden. Das plant Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD).  
tagesspiegel
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13. Januar 2021 14:13
Melanie Berger
Auch Berlin räumt Zweifel aus und spritzt den Moderna-Impfstoff ab Freitag
Berlin hat nach einer Entwarnung des Bundesgesundheitsministeriums mit Blick auf die Kühlung von Corona-Impfstoffen des Herstellers Moderna eingelenkt. Nach einer eigenen Prüfung in der Hauptstadt werde der neue Impfstoff ab Freitag in Berlin gespritzt, sagte der Sprecher der Berliner Senatsgesundheitsverwaltung, Moritz Quiske. 
Zunächst hatte Berlin die Entwarnung des Bundesgesundheitsministeriums lediglich zur Kenntnis genommen und seine eigene Prüfung bis zum Ende fortgesetzt. 
Das Bundesgesundheitsministerium hatte nach Zweifeln Berlins und Brandenburgs an der Kühlkette noch am Vormittag ausgeräumt: "Die Qualität der Impfstoffe wurde durch den Transport nicht beeinträchtigt, und die Impfstoffe können unbedenklich verwendet werden“, sagte ein Sprecher.
Das zweite Impfzentrum, das am Donnerstag im Erika-Hess-Stadion im Stadtteil Wedding eröffnen soll, werde am Donnerstag Biontech-Impfstoff, ab Freitag dann Moderna verwenden, sagte Quiske.
Auch die Brandenburger Behörden geben Entwarnung: Der nach gelieferte Corona-Impfstoff des US-Herstellers Moderna kann trotz anfänglicher Befürchtung von Kühlproblemen nach Angaben der Landesregierung verwendet werden. "Zusammenfassend wird festgestellt, dass die Qualität der Impfstoffe durch die Temperaturschwankungen und den Transport nicht beeinträchtigt worden sein sollen und die Impfstoffe unbedenklich verwendet werden können“, sagte Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) am Mittwoch im Gesundheitsausschuss des Landtags und zitierte aus einer Information, die sie gerade erhalten hatte.
Die Berliner Zweifel an der Kühlkette des Moderna-Impfstoffs hätten sich am Kühllaster an der Verpackung entzündet, berichtete Quiske. Es sei in Berlin unklar gewesen, ob der Laster den technischen Standards für solche Lieferungen entsprochen habe. Der Impfstoff habe sich darüber hinaus „eher in Pappkartons“ befunden. Sonst seien Styropor- oder Metallverpackungen üblich.
Eugen Brysch, Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, sieht die Vorsicht der Bundesländer positiv: „Der Stopp der Moderna-Impfdosen macht deutlich, dass Behörden die Kontrolle der Logistik vor Verimpfung ernst nehmen“, sagte er der Deutsche Presse-Agentur. „Solche Aktionen stärken das Vertrauen der Bevölkerung in die Impfkampagne. Gerade das macht den Erfolg aus.“
Der erste in Deutschland eingetroffene Corona-Impfstoff des US-Herstellers Moderna war am Dienstag über eine Bundeswehrkaserne im niedersächsischen Quakenbrück an alle Bundesländer verteilt worden.
Nach Angaben des Logistikunternehmens Hellmann lief dabei alles nach Plan, für die Lieferungen seien GPS-überwachte Tiefkühlfahrzeuge im Einsatz gewesen. Auch die Temperatur im Innenraum werde genau kontrolliert.
Der Moderna-Impfstoff muss bei etwa minus 20 Grad Celsius gelagert werden. Er ist 30 Tage bei Kühlschranktemperatur und zwölf Stunden bei Raumtemperatur stabil. Das Präparat ist der zweite in der Europäischen Union zugelassene Corona-Impfstoff neben dem Mittel der Hersteller Biontech und Pfizer. (dpa)
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13. Januar 2021 13:44
Melanie Berger
Berliner Kitas im Corona-Lockdown voller als gedacht  
Berliner Kitas sind im Corona-Lockdown gut gefüllt - obwohl sie eigentlich nur in Einzelfällen eine Notbetreuung von Kindern anbieten sollen. Darauf hat am Mittwoch die Gewerkschaft Verdi hingewiesen. Nach ihren Angaben liegt die Auslastung in den Kita-Eigenbetrieben bei 43 Prozent, für kommende Woche seien sogar 63 Prozent Auslastung zu erwarten.
Das Risiko für Berliner Erzieherinnen, an Corona zu erkranken, steige also dramatisch, erklärte die stellvertretende Verdi-Landesbezirksleiterin Andrea Kühnemann. Von einer Notversorgung lediglich für außerordentlich dringliche Fälle, von der der Senat spreche, könne keine Rede sein.
„Wir erwarten, dass der Senat endlich Klarheit schafft, welche Regelung in Berlin gültig ist: Notversorgung für außerordentlich dringliche Fälle, systemrelevante Berufe oder Zwei-Drittel-Auslastung“, sagte Kühnemann. „Der Senat muss sich entscheiden. Das ist er Kindern, Eltern und Erzieherinnen schuldig.“
Laut Bildungsverwaltung haben die Einrichtungen, zu denen nicht nur Eigenbetriebe gehören, aktuell eine Betreuung von 31 Prozent der Kita-Kinder gemeldet. Für weitere 10 Prozent sei ein Betreuungsbedarf angekündigt worden.
Eine Sprecherin bekräftigte das Ziel des Senats, dass im Lockdown möglichst wenig Kinder in Kitas sind. Die Einrichtungen könnten das bisher individuell mit den Eltern regeln; dieses Verfahren sei auch ihr Wunsch gewesen. Man sei aber permanent im Gespräch mit den Kita- Trägern, ob die Situation gegebenenfalls neu bewertet werden müsse.
Während des Lockdowns im Frühjahr wurde über eine Liste systemrelevanter Berufe definiert, wer sein Kind in die Kita schicken durfte und wer nicht. Aktuell gibt es keine solche Liste. (dpa)
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13. Januar 2021 13:29
Melanie Berger
Auch Brandenburg gibt Entwarnung: Moderna-Impfstoff kann bedenkenlos benutzt werden
Der nach Brandenburg gelieferte Corona-Impfstoff des US-Herstellers Moderna kann trotz anfänglicher Befürchtung von Kühlproblemen nach Angaben der Landesregierung verwendet werden. „Zusammenfassend wird festgestellt, dass die Qualität der Impfstoffe durch die Temperaturschwankungen und den Transport nicht beeinträchtigt worden sein sollen und die Impfstoffe unbedenklich verwendet werden können“, sagte Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) am Mittwoch im Gesundheitsausschuss des Landtags und zitierte aus einer Information, die sie gerade erhalten hatte.
Der Moderna-Impfstoff wurde nach Darstellung der Ministerin am Dienstag an Berlin und Brandenburg vom zentralen Depot des Bundes geliefert. „Die Berliner Kollegen haben uns informiert, dass möglicherweise beim Transport Probleme mit der Kühlkette aufgetreten sein könnten“, sagte sie. „Deshalb haben wir gemeinsam mit Berlin eine Überprüfung veranlasst beim Hersteller, beim Bundesgesundheitsministerium.“
Das Bundesgesundheitsministerium hatte zuvor Entwarnung gegeben. Demnach wurden die Verteilzentren der beiden Bundesländer darüber auch schon von der für die Impfstoff-Logistik verantwortlichen Bundeswehr informiert. 
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13. Januar 2021 14:08
Melanie Berger
Impfungen gegen Covid-19 beim Berliner Krankenhauspersonal laufen 
Die Impfungen des Berliner Krankenhauspersonals gegen Covid-19 gehen auch in dieser Woche weiter. Nach den 2000 Dosen der Vorwoche hätten die Kliniken diese Woche 5000 weitere bekommen, teilte die Gesundheitsverwaltung am Mittwoch auf Anfrage mit. Künftig sollen es wöchentlich 15 Prozent der landesweiten Biontech-Lieferungen sein. Die Verteilung der noch relativ geringen Impfstoffmengen richtet sich nach dem Anteil an der Versorgung von Covid-19-Patienten.
Am Mittwoch begann etwa am Krankenhaus Bethel Berlin in Lichterfelde die Impfaktion; 66 Impfdosen stehen dort zunächst zur Verfügung. „Ich freue mich auf die Impfung“, sagte der Pandemie-Beauftragte der Klinik, Hans Weigeldt - noch bevor er von der Betriebsärztin den Piks in den Oberarm bekam. „Das ist jetzt ein Meilenstein - ein Zeichen, es geht voran.“ Noch wache er morgens regelmäßig mit der Frage auf, ob er Covid-19-Symptome verspüre, schilderte der Oberarzt.
Auf rund 80 Prozent schätzte Weigeldt die Impfbereitschaft bei den Mitarbeitern im Haus, die für die Impfung in Frage kommen, etwa weil sie auf Covid-19-Stationen arbeiten. Priorisiert werde darüber hinaus nach Alter. „Die Bereitschaft nimmt täglich zu“, berichtete der Mediziner. Angesichts der hohen Zahl an Impfdosen, die weltweit schon verabreicht wurden, wachse das Vertrauen. „Die schon bekannten Spätfolgen von Covid-19 sind sicherlich schlimmer als die von manchen befürchteten Langzeitfolgen der Impfung“, argumentiert Weigeldt.
Auch nach den Impfungen gelte es für das Personal im Krankenhaus, wachsam zu bleiben. „Wir können nicht so schnell sagen: Uns kann nichts passieren. Sondern wir müssen die strengen Hygienemaßnahmen aufrechterhalten und uns auch weiter regelmäßig testen lassen.“ Es dauere nach dem Piks mindestens 14 Tage, bis ein gewisser Schutz vor der Erkrankung vorliege. Zudem sei unklar, ob Geimpfte im Fall einer Infektion ohne Krankheitssymptome den Erreger weitergeben können.
Die nötige zweite Impfdosis werde von der Gesundheitsverwaltung zurückgelegt. „Wir hoffen, dass wir die zweite Dosis für die 66 Mitarbeiter genau in drei Wochen bekommen“, sagte Weigeldt.
Wer die Krankheit schon hinter sich hat, werde nicht geimpft, erklärte der Pandemie-Beauftragte. In den vergangenen zwei Wochen seien aber keine neuen Fälle in den eigenen Reihen mehr bekannt geworden. „Wir haben uns gefragt, woher kommen die Infektionen denn noch? Ist das schon die mutierte Variante?
An zwei Punkten sei die Klinik dann noch strenger geworden: „Beim Betreten eines Raumes wird jetzt konsequent zwei Minuten stoßgelüftet, gekippte Fenster reichen nicht.“ Zudem seien besser am Gesicht anliegende FFP2-Masken beschafft worden; Mitarbeiter könnten jetzt das Modell wählen.
Nach Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) sind in Berlin bislang rund 11.000 Menschen aus beruflichen Gründen geimpft worden, insgesamt sind für Berlin mehr als 35 000 Impfungen gemeldet.
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13. Januar 2021 12:45
Melanie Berger
Bund: Berliner Moderna-Impfstoff bei Transport nicht beeinträchtigt  
Das Bundesgesundheitsministerium hat nach Zweifeln an der Kühlung von Corona-Impfstoffen des Herstellers Moderna für Berlin und Brandenburg Entwarnung gegeben. „Die Qualität der Impfstoffe wurde durch den Transport nicht beeinträchtigt, und die Impfstoffe können unbedenklich verwendet werden“, sagte ein Sprecher auf Anfrage am Mittwoch in Berlin. Demnach wurden die Verteilzentren der beiden Bundesländer darüber auch schon von der für die Impfstoff-Logistik verantwortlichen Bundeswehr informiert.
Auch die Brandenburger Behörden geben Entwarnung: Der nach gelieferte Corona-Impfstoff des US-Herstellers Moderna kann trotz anfänglicher Befürchtung von Kühlproblemen nach Angaben der Landesregierung verwendet werden. "Zusammenfassend wird festgestellt, dass die Qualität der Impfstoffe durch die Temperaturschwankungen und den Transport nicht beeinträchtigt worden sein sollen und die Impfstoffe unbedenklich verwendet werden können“, sagte Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) am Mittwoch im Gesundheitsausschuss des Landtags und zitierte aus einer Information, die sie gerade erhalten hatte.
Die Berliner Senatsverwaltung hatte zuvor mitgeteilt, die ersten Moderna-Dosen zunächst zurückzuhalten. Es gebe Zweifel, ob der Transport und die Kühlung vor der Übernahme durch das Land Berlin sachgemäß erfolgt sei. Transporteur und Hersteller seien aufgefordert worden, für Aufklärung zu sorgen. Am Dienstag waren 2400 Dosen eingetroffen
Auch Brandenburg meldete Probleme. Dort sind ebenfalls 2400 Dosen angekommen. Das Landesministerium erklärte, beim Transport in Verantwortung des Bundes vom Zentraldepot in Quakenbrück zur zentralen Anlaufstelle in Brandenburg könnte es zu Problemen bei der Kühlung gekommen sein. Dies sollte geprüft werden.
Impfungen laufen bereits mit dem ersten zugelassenen Impfstoff der Hersteller Biontech und Pfizer. (dpa)
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13. Januar 2021 14:45
Melanie Berger
Höchste Zahl an Todesfällen von Covid-Patienten in Brandenburg 
Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung hat in Brandenburg nach Samstag erneut den bisher höchsten Stand erreicht. Innerhalb eines Tages seien 63 Menschen gestorben, teilte das Gesundheitsministerium am Mittwoch in Potsdam mit. Vor einer Woche waren es 61 Todesfälle und dann am vergangenen Samstag auch schon einmal 63.
Bei den neuen Infektionen gibt es ebenso wenig eine Entspannung: Die Gesundheitsämter meldeten von Dienstag auf Mittwoch 956 neue Ansteckungen. Im Landkreis Spree-Neiße kamen mit 159 die meisten neuen Infektionen hinzu. Derzeit werden 1104 Corona-Patienten im Krankenhaus behandelt, davon 246 auf Intensivstationen.
Einen positiven Trend gibt es allerdings: Die Zahl neuer Infektionen je 100.000 Einwohner in einer Woche liegt in den drei Kreisen Märkisch-Oderland, Oberhavel und Potsdam-Mittelmark sowie in Frankfurt (Oder) mittlerweile unter der wichtigen Marke von 200. Ab diesem Inzidenzwert sind zum Beispiel Sport und touristische Ausflüge in einem Radius von 15 Kilometern um die Landkreis- oder Stadtgrenze nicht erlaubt, außerdem sind Versammlungen dann grundsätzlich verboten.
Am Dienstag lag nur der Kreis Oberhavel unter dem Wert von 200. Hotspot in Brandenburg bleibt der Kreis Elbe-Elster mit 477 neuen Ansteckungen je 100.000 Einwohner in einer Woche - der Wert rutschte immerhin unter 500. Landesweit hat Brandenburg hier ein Durchschnittsniveau von 270. (dpa)
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13. Januar 2021 12:38
Melanie Berger

Ich möchte nicht eine Situation erleben, wo die gesamte Stadtgrenze von Polizei abgeriegelt wird

Linke-Vorsitzende Katina Schubert
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13. Januar 2021 12:36
Melanie Berger
Linke-Vorsitzende kritisiert neuen Bewegungsradius als „überflüssig“  
Berlins Linke-Vorsitzende Katina Schubert hält die geplante Einschränkung der Bewegungsfreiheit auf einen Radius von 15 Kilometern um die Stadtgrenze bei besonders hohen Coronazahlen für „überflüssig“. 
„Wir haben im Moment eine ziemliche Ungleichgewichtigkeit in der Krisenbewältigung zwischen Einschränkung privater individueller Rechte auf der einen Seite und auf der anderen Seite dem Aufbau krisenresilienter Strukturen und der Frage der Arbeitssicherheit“, sagte Schubert am Mittwoch. 
Die Leute sollen arbeiten, müssen sich privat aber sehr einschränken. Und da, finde ich, ist diese 15 km-Regelung in erster Linie eine symbolische Veranstaltung und weniger eine praktisch nachvollziehbare und kontrollierbare Sache, die ich persönlich für überflüssig halte.“
Für die Linke sei zentral, die sozialen Folgen der Krise bestmöglich abzufangen, krisensicherere Strukturen in der Gesellschaft zu schaffen und rauszukommen aus der Pandemie. „Und da kommen wir an Kontaktbeschränkungen selbstverständlich nicht vorbei, zumal wenn sich dieses mutierte Virus jetzt offensichtlich ja auch ausbreitet“, soagte Schubert. Aber dabei müsse Politik die richtige Balance halten. Andernfalls bestehe die Gefahr, dass Corona-Regeln und Einschränkungen zunehmend an Akzeptanz verlieren.
„Ich möchte nicht eine Situation erleben, wo die gesamte Stadtgrenze von Polizei abgeriegelt wird“, unterstrich Schubert. „Wir haben eine schwierige Situation, wie haben eine sehr ernsthafte Situation in der Pandemie. Aber ein Polizeistaat darf nicht die Antwort sein.“
Der rot-rot-grüne Senat hatte am Dienstag die drastische Beschränkung auf einen 15 km-Radius für den Fall beschlossen, dass die Zahl von 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche überschritten wird. Am Dienstag lag Berlin mit einem Wert von 199,9 knapp darunter. Die neue Regel greift frühestens am Samstag. (dpa)
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13. Januar 2021 11:22
Constanze Nauhaus
Kühlprobleme bei Moderna-Impfstoff
Eine Lieferung des Moderna-Impfstoffs für Berlin und Brandenburg soll nicht fachgerecht geliefert worden sein. Betroffen sein soll eine Lieferung, die um 12.20 Uhr im Zentrallager in Tegel angeliefert worden sein soll. Die Kühlung der Boxen soll nicht richtig funktioniert haben, Temperaturlogger seien nicht angebracht gewesen, hieß es aus Gesundheitskreisen. Ob der Impfstoff noch verwendbar ist und wie viel Ladungen betroffen sind, ist bislang unklar. Die Senatsverwaltung für Gesundheit bestätigte die Zurückhaltung des Impfstoffs.
Die Lieferung für Berlin und Brandenburg wurde aus Quakenbrück gemeinsam in Kühllastern geliefert.  Nach Tagesspiegel-Informationen soll der Impfstoff nicht in Kühlboxen, sondern in einfachen Kartons verpackt gewesen sein. Bislang ist unklar, ob Hersteller Moderna oder der Transporteur verantwortlich sind.  "Wir haben sowohl bei den Transportboxen als auch bei den Kühlfahrzeugen Zweifel an der Qualität. Beide entsprachen nach erster gründlicher Prüfung nicht den erwarteten technischen Anforderungen", sagte Moritz Quiske, Sprecher der Gesundheitsverwaltung, dem Tagesspiegel.
Am Mittwochmorgen wurde bekannt, dass Brandenburg Kühlprobleme bei der Lieferung des ersten Moderna-Impfstoffs prüfe. 2400 Dosen könnten wie berichtet noch nicht verwendet werden, da es zu Problemen bei der Kühlung gekommen sein könnte. (Julius Betschka)
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13. Januar 2021 09:55
Constanze Nauhaus
Brandenburg prüft Kühlprobleme bei erstem Moderna-Impfstoff
Die ersten 2400 Dosen des Corona-Impfstoffs der US-Firma Moderna sind in Brandenburg eingetroffen, können aber nach Angaben der Landesregierung noch nicht verwendet werden. „Während des Transportes in Verantwortung des Bundes vom bundesweiten Zentraldepot in Quakenbrück zur zentralen Anlaufstelle in Brandenburg könnte es zu Problemen bei der Kühlung gekommen sein“, teilte der Sprecher des Gesundheitsministeriums, Gabriel Hesse, am Mittwoch auf Anfrage mit. „Das müssen wir jetzt prüfen. Erst wenn absolut sicher festgestellt ist, dass bei diesem Transport keine Fehler passiert sind, werden wir den Impfstoff verwenden.

Der Impfstoff von Biontech und Pfizer wird in Brandenburg bereits für Schutzimpfungen verwendet, die seit Ende Dezember laufen. Zunächst sind Bewohner und Personal von Pflegeheimen, medizinisches Personal und über 80-Jährige an der Reihe. Brandenburg liegt bei den Impfungen pro 1000 Einwohner im bundesweiten Vergleich nach Sachsen und Thüringen auf dem drittletzten Platz. Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) hatte darauf verwiesen, dass die die Kapazitäten Schritt für Schritt ausgebaut werden, aber vom Impfstoff abhängen. Sie wird am Mittwoch im Gesundheitsausschuss des Landtags erwartet, um die Abgeordneten über die Lage zu informieren. (dpa)

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13. Januar 2021 07:23
Silvia Perdoni
Landtagsausschuss debattiert über Impfungen in Brandenburg
Nach wachsender Kritik am eher schleppenden Tempo der Impfungen in Brandenburg beraten die Gesundheitspolitiker des Landtags mit der Landesregierung über den Stand. Zu der Videokonferenz am Mittwoch wird Ministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) erwartet
Sie hatte darauf verwiesen, dass die Kapazitäten Schritt für Schritt ausgebaut werden, aber vom Impfstoff abhängen. Die Impfquote pro 1000 Einwohner war am Dienstag nur in Sachsen und Thüringen geringer als in Brandenburg, bei den Impfungen in Pflegeheimen war das Land auf dem letzten Rang.
Mehrere Fraktionschefs, aus der Kenia-Koalition und der Opposition, machten am Dienstag Vorschläge, wie die Impfstrategie verbessert werden kann. Dazu zählen eine stärkere Einbindung von Krankenhäusern und die Möglichkeit des Transports zu den Impfzentren für diejenigen, die nicht so mobil sind und sich dort impfen lassen möchten. 
Drei von elf geplanten Impfzentren für über 80-Jährige und für Personal aus dem Gesundheits- und Pflegesektor sind bereits offen. Termine gibt es dafür über die Hotline 116 117. Weil Impfstoff fehlt, ist das Angebot aber begrenzt. Anfängliche Probleme der Hotline sind laut Kassenärztlicher Vereinigung inzwischen teils behoben. (dpa)
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13. Januar 2021 07:20
Silvia Perdoni
Kassenärzte-Chef sieht Fortschritte nach Fehlstart bei Hotline 
Nach dem chaotischen Start der Vergabe von Terminen in den Corona-Impfzentren über die Rufnummer 116 117 sehen die Kassenärzte in Brandenburg eine Besserung. „Wir sind immer noch unzufrieden mit der Hotline“, sagte der Vorstandschef der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg, Peter Noack. „Aber wir können in den letzten Tagen eindeutig erkennen, dass das besser wird.“ 
Am ersten Tag hätten rund 23.000 Menschen die Hotline angerufen, unter zehn Prozent der Anrufe seien angenommen worden. „Jetzt hat es sich eingependelt auf rund 3500 bis 3700 eingehende Anrufe pro Tag.“ Das sei eine Annahmequote von 85 bis 90 Prozent.
In den ersten Tagen hatten der Ansturm auf die Hotline und technische Probleme dazu geführt, dass viele Anrufer nicht durchkamen und verärgert waren. „Dass so viele anrufen, war überraschend. Wir werden dafür geprügelt, dass das nicht klappt“, sagte Noack. 
Im bundesweiten Vergleich seien die Call-Center für Brandenburg mit 150 Mitarbeitern aber aus seiner Sicht gut ausgestattet. Das Impfen selbst läuft in Brandenburg bisher ebenfalls eher schleppend - das soll nach dem Willen der Kassenärzte schneller gehen. Dafür ist aus Sicht des Vorstandschefs aber mehr Impfstoff vom Bund notwendig. (dpa)
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12. Januar 2021 19:51
Melanie Berger
Wo kann ich bei der 15-Kilometer-Grenze noch per S-Bahn hin?
Ab Samstag könnte auch für Berliner gelten: Nicht weiter als 15 Kilometer hinter die Stadtgrenze. Doch wie weit ist das genau? Welche S-Bahn-Stationen liegen innerhalb der erlaubten Zone, welche außerhalb? Hier die Anwtort:
Endstationen der Berliner S-Bahn im Bewegungsradius
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Inzidenz, R-Wert, Auslastung der Intensivbetten - alle drei Corona-Ampeln stehen auf Rot.
Inzidenz, R-Wert, Auslastung der Intensivbetten - alle drei Corona-Ampeln stehen auf Rot.Foto: imago/Steinach
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