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Spanien meldet Tausende neue Corona-Fälle

Die französische Côte d’Azur sowie die Region Île-de-France mit der Hauptstadt Paris gelten in Deutschland jetzt als Corona-Risikogebiete. Das geht aus der fortlaufend aktualisierten Liste der Risikogebiete hervor, die das bundeseigene Robert Koch-In

Das Wichtigste im Überblick

  • Spanien hat binnen drei Tagen mehr als 19’000 Neuinfektionen mit dem Coronavirus festgestellt.
  • Das BAG meldet 157 neue Corona-Fälle innert 24 Stunden für die Schweiz und Liechtenstein.
  • Der Kanton Zürich verschärft die Coronamassnahmen. Unter anderem wird die Besucherzahl in Restaurants und Clubs begrenzt und ab Donnerstag gilt eine Maskenpflicht in Läden.
  • Die US-Regierung erteilt eine Notfallgenehmigung für die Behandlung der Erkrankung Covid-19 mit Blutplasma, das Antikörper gegen das Coronavirus enthält.
21.20 Uhr: Côte d’Azur und Île-de-France in Deutschland als Corona-Risikogebiete eingestuft

Die französische Côte d’Azur sowie die Region Île-de-France mit der Hauptstadt Paris gelten in Deutschland jetzt als Corona-Risikogebiete. Das geht aus der fortlaufend aktualisierten Liste der Risikogebiete hervor, die das bundeseigene Robert Koch-Institut führt. Dort sind die Gebiete Île-de-France sowie Provence-Alpes-Côte d’Azur seit Montag aufgelistet. Eine Einstufung als Risikogebiet erfolgt nach gemeinsamer Entscheidung von Gesundheits-, Aussen- und Innenministerium.

20.40 Uhr: Schuljahr in Mexiko beginnt mit TV-Unterricht

In Mexiko hat das neue Schuljahr wegen der Coronavirus-Pandemie mit Unterricht per Fernsehen und Radio begonnen. Mehrere Sender strahlten am Montag erstmals Programme für verschiedene Stufen aus, die zusammen mit dem Bildungsministerium entwickelt worden waren. Der Unterricht in den Klassenzimmern ruht seit März. Eine Rückkehr ist nach Einschätzung der Regierung für die rund 30 Millionen Schülerinnen und Schüler derzeit nicht sicher.

20.22 Uhr: Tausende neue Corona-Fälle in Spanien

Spanien hat binnen drei Tagen mehr als 19’000 Neuinfektionen mit dem Coronavirus festgestellt. Die Gesamtzahl liege damit bei mehr als 400’000, teilte das Gesundheitsministerium am Montag mit. Die Angaben werden jedoch häufig noch korrigiert, weil einzelne Regionen Fälle oft erst verspätet melden.

Der Epidemiologe Fernando Simón sprach zwar nicht von einer zweiten Welle, räumte aber ein, dass bei vielen Ansteckungen im ganzen Land die Infektionsquelle nicht klar sei. In einigen Gebieten sei das häufiger, in anderen weniger der Fall. Wenn der Schulunterricht wieder beginne, könne das Virus noch leichter übertragen werden.

Einige Regionen erliessen neue Vorschriften, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Unter anderem wurden grössere Versammlungen verboten. Katalonien erlaubte nur noch Treffen von bis zu zehn Personen. In Murcia im Süden dürfen es sogar nur noch sechs Personen sein.

19.57 Uhr: Corona-Verdacht: Ex-Sprint-Superstar Bolt in Quarantäne

Beim achtmaligen Olympiasieger Usain Bolt besteht nach eigenen Angaben ein Corona-Verdacht. Der Weltrekordler über 100 und 200 Meter sagte in einem auf Twitter und Instagram geposteten Video, dass er sich am Samstag einem Test unterzogen habe und vorsichtshalber in Quarantäne gegangen sei. «Ich versuche, verantwortungsvoll zu sein. Also werde ich zu Hause bleiben und für meine Freunde da sein», meinte er am Montag. Er spüre keine Symptome und warte nun auf das Ergebnis, um zu sehen, wie es dann weitergeht, sagte der frühere Ausnahme-Leichtathlet.

19.32 Uhr: 711 registrierte Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Erwartungsgemäss hat das Robert Koch-Institut (RKI) am Montag vergleichsweise wenig neue Corona-Infektionen gemeldet. Nach Angaben vom frühen Montagmorgen hatten die Gesundheitsämter binnen 24 Stunden 711 Fälle an das RKI übermittelt.

An Sonntagen und Montagen sind die gemeldeten Fallzahlen erfahrungsgemäss oft niedriger, weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten an das RKI übermitteln. An den Tagen zuvor hatte die tägliche Zahl der Neuinfektionen noch weit höher gelegen. Am Samstag war mit 2’034 neuen Fällen erstmals seit Ende April die 2000er-Marke überschritten worden.

18.42: Uhr: EU will sich auch Corona-Impfstoff von Moderna sichern

Die EU hat mit einem weiteren Unternehmen Vorgespräche über den Erwerb eines möglichen Impfstoffs zum Schutz vor Covid-19 abgeschlossen. Wie die zuständige EU-Kommission am Montag mitteilte, geht es konkret darum, dem US-Biotechnologieunternehmen Moderna im Fall einer erfolgreichen Impfstoffentwicklung 80 Millionen Dosen abzunehmen. Für weitere 80 Millionen Dosen ist ein Vorkaufsrecht geplant.

Moderna gehört nach Angaben der Kommission zu den Unternehmen, die an der Entwicklung einer neuen Impfstoffklasse auf Basis von Boten-Ribonukleinsäure (mRNA) arbeiten. «Die mRNA spielt eine grundlegende Rolle in der Humanbiologie, denn sie überträgt Informationen, die von den Körperzellen in die Herstellung von Proteinen umgesetzt werden, einschliesslich Proteinen, die Krankheiten vorbeugen oder bekämpfen können», erklärte die Brüsseler Behörde.

Die USA haben sich bereits 100 Millionen Dosen eines möglichen Coronavirus-Impfstoffes bei der Pharmafirma Moderna gesichert. (Archivbild)

Bild: Keystone/EPA/CJ Gunther

18.17 Uhr: Grossbritannien – Auch der Weihnachtsmann muss Corona-Regeln beachten

Vier Monate vor Heiligabend bereiten sich die Weihnachtsmänner in Grossbritannien auf ihren grossen Auftritt trotz Corona-Krise vor. Zum Trainingsprogramm gehören in diesem Jahr auch Schutzmassnahmen gegen die Pandemie, etwa Abstand einhalten und das Tragen von roten Masken, die zum sonstigen Outfit passen. Zu den Feiertagen gehöre der Weihnachtsmann einfach dazu, sagte James Lovell, Direktor einer Weihnachtsmannschule, am Montag in London.

18.00 Uhr: Klinische Tests mit möglichem Impfstoff in Italien

In Rom haben am Montag Tests an Freiwilligen mit einem möglichen italienischen Impfstoff gegen das Coronavirus begonnen. Für die klinischen Tests der Phase I hatten sich rund 7'000 potenzielle Probanden gemeldet, von denen 90 ausgewählt wurden. Der unter dem Namen GRAd-COV2 bekannte Impfstoff wird von ReiThera produziert, einer in der Nähe von Rom ansässigen Biotechfirma.

Die Tests begannen am Nationalen Institut für Infektionskrankheiten im Spallanzani-Krankenhaus. In der ersten Phase erhalten 45 Personen im Alter von 18 bis 55 Jahren den Impfstoff. In der zweiten Gruppe sind alle 45 Probanden älter als 65. Der Gesundheitsdirektor des Instituts, Francesco Vaia, sagte, Ziel sei, vor allem gut, aber auch schnell zu versuchen, einen ersten italienischen Impfstoff gegen Covid-19 zu erhalten.

Phase I soll 24 Wochen dauern und die Sicherheit und Verträglichkeit des Wirkstoffs testen. In weiteren Phasen könnten mehr Freiwillige einbezogen werden, auch im Ausland, etwa im stark von der Pandemie betroffenen Lateinamerika. «Einen italienischen Impfstoff zu haben bedeutet, kein Sklave oder Diener anderer Länder zu sein, die sagen ‹ich zuerst›», sagte Giuseppe Ippolito, wissenschaftlicher Direktor der Spallanzani-Klinik.

17.40 Uhr: Womöglich erster Nachweis einer erneuten Infektion mit Corona

Hongkonger Forscher haben eigenen Angaben zufolge erstmals eine erneute Corona-Ansteckung bei einem bereits länger genesenen Patienten nachgewiesen. Die Uniklinik der University of Hong Kong schrieb am Montag auf Twitter, dass Mikrobiologen der Hochschule weltweit erstmals einen solchen Fall dokumentiert hätten. Die Erkenntnisse deuteten darauf hin, dass «Immunität nach einer natürlichen Infektion von kurzer Dauer sein kann».

Die Uniklinik verwies auf einen Bericht des öffentlichen Hongkonger Senders RTHK über die neuen Forschungsergebnisse. Demnach hatte sich ein Mann aus Hongkong im Frühjahr mit dem Virus infiziert. Nachdem er sich von der Corona-Infektion erholt hatte, sei das Virus bei ihm vier Monate später nach einer Spanienreise im August erneut nachgewiesen worden. Erbgutuntersuchungen hätten gezeigt, dass es sich um verschiedene Varianten von Sars-CoV-2 handelte. Das spricht gegen ein Wiederaufflammen der ersten Infektion.

Allerdings war die Informationslage am Montagnachmittag (später Abend Hongkonger Zeit) dünn, weil eine Presseerklärung der Uniklinik wohl nur an wenige Journalisten gemailt worden war. Maria van Kerkhove, Covid-19-Beauftragte der Weltgesundheitsorganisation (WHO), nahm in einer Pressekonferenz Bezug zu der Presseerklärung und sagte: «So wie wir die Pressemitteilung verstehen, könnte das ein Beispiel für eine Reinfektion sein.»

Mehr als ein halbes Jahr nach Auftauchen von Sars-CoV-2 ist bislang nicht viel über mögliche erneute Ansteckungen bekannt geworden. Die wenigen Berichte zu solchen Fällen warfen bislang viele Fragen auf, wie auch die WHO schreibt. Studien, die Menschen nach einer Infektion über Jahre im Blick behalten, fehlen. Forscher gehen nach Untersuchungen im Labor davon aus, dass eine durchgemachte Corona-Infektion zumindest zeitweise Schutz vor einer erneuten Ansteckung verleihen könnte.

17.15 Uhr: Ende der Medienkonferenz

Damit ist die heutige Medienkonferenz beendet. Wir danken für Ihr Interesse und halten Sie im Ticker natürlich über weitere Entwicklungen in der Coronapandemie auf dem Laufenden. 

17.12 Uhr: Warum keine Maskenpflicht in den Clubs?

Fehr antwortet: Man könne tausende verschiedene Massnahmen ergreifen. Man habe aber bewusst nur vier gewählt, die dafür realistisch durchsetzbar seien. Es nütze nichts, zig Massnahmen zu erlassen, die von der Bevölkerung nicht mitgetragen würden. 

17.10 Uhr: «Pragmatischer Weg»

Wieso kommt die Maskenpflicht «nur» in Läden und nicht im ganzen öffentlichen Raum, will eine Journalistin wissen? Rickli erklärt, dies sei ein pragmatischer Weg. Und im Ausland habe sich gezeigt, dass die Maskenpflicht beim Einkaufen gut akzeptiert werde. 

17.06 Uhr: Fragen zur Maskenpflicht

Nun können die Journalistinnen und Journalisten Fragen stellen. Die ersten drehen sich um die Maskenpflicht beim Einkaufen. Mit der Maskenpflicht etwa falle der Mindestabstand weg, bestätigt Kantonsärztin Meier. 

Was Märkte betrifft, gelte die Maskenpflicht nur in Innenräumen, präzisiert Steiner auf eine entsprechende Frage.

17.05 Uhr: «Wir wissen immer noch wenig»

Noch einmal spricht Silvia Steiner. «Wir wissen immer noch wenig über dieses Virus, aber wir lernen jeden Tag dazu», sagt die Regierungspräsidentin. Es brauche Geduld und den Einsatz aller, damit man die Situation im Griff behalten könne. Und, was Zürcherinnen und Zürchern vielleicht fremd sei: Bescheidenheit. «Es ist die Zeit der kleinen Schritte, nicht der grossen Sprünge.»

Silvia Steiner (r.) und Natalie Rickli besprechen sich vor Beginn der Medienkonferenz.

Bild: Keystone/Ennio Leanza

17 Uhr: Quarantänepflicht wird eingehalten

Als nächstes spricht Sicherheitsdirektor Mario Fehr. Er lobt die Disziplin der Bevölkerung, und betont: Zürich mache «viel mehr» als andere Kantone. Das oberste Ziel solle bleiben, Freiheiten zu erhalten – so erinnert Fehr daran, dass die Schweiz beispielsweise nie eine Ausgangssperre erlassen habe.  

Zu den Kontrollen der Einreisenden aus dem Ausland erklärt Fehr, dass seit Anfang August 19'200 Datensätze kontrolliert worden seien – und nur in drei Fällen sei eine Verzeigung nötig geworden. Das zeige, dass die Quarantänepflicht ernst genommen werde. 

Auch bei den kontrollierten Schutzkonzepte von Geschäften und Veranstaltungen gebe es mit 150 Bemängelungen nur wenige zu beklagen, sagt Fehr. Das Wissen, wie Kunden und Besucher geschützt werden könnten, sei also gut verankert. 

16.55 Uhr: Contact Tracing

Die lange Inkubationszeit der Viruserkrankung führe dazu, dass auch noch bis zu 14 Tage nach einem Vorfall weitere Infektionen entdeckt werden könnten. Das Contact Tracing hinke also naturgemäss einfach hinterher.

«Ich hoffe, diese Massnahmen kommen noch rechtzeitig, um einen weiteren Anstieg der Fallzahlen gerade bei den vulnerablen Personen zu verhindern», schliesst die Kantonsärztin. 

16.52 Uhr: Die Kantonsärztin spricht

Es brauche verschiedene Massnahmen, um die Ausbreitung einzudämmen, ergänzt nun Kantonsärztin Christiane Meier. Abstand halten, Maske tragen, Hände waschen – auch der Nutzen dieser Schutzmassnahmen könne nicht genug betont werden. 

Sie erklärt, dass bei Veranstaltungen nur schon ein positiver Fall reiche, damit Hunderte Leute in Quarantäne geschickt werden müssten. Dies beanspruche das Contact Tracing stak, so Meier. 

Zu Clubs erklärt Meier, dass diese nicht etwa ungenügende Schutzkonzepte hätten. Jedoch sei zu beobachten, dass sich das Virus gerade in den jüngeren Bevölkerungsschichten verbreite. Ihr Fazit: Je mehr Personen sich an einem Anlass aufhalten, desto grösser das Risiko. Daher die Limitierung der Besucherzahlen. 

16.50 Uhr: Maskenpflicht «zumutbar»

Nun kommt Rickli auf die Maskenpflicht in den Läden zu sprechen. Das sei ein kleiner Schritt, um das Verkaufspersonal zu schützen, erklärt sie. «Es ist zumutbar, diesen Schritt zu machen.» Mit Blick auf ähnliche Regelungen im Ausland habe sich gezeigt, dass diese Massnahme von der Bevölkerung auch gut akzeptiert würde. 

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16.43 Uhr: Rickli: «Keine Entwarnung»

Nun spricht Gesundheitsdirektorin Rickli. Es könne noch keine Entwarnung gegeben werden, betont sie. Die meisten der Neuinfizierten seien Personen zwischen 20 und 40 Jahren. Mit den nun beschlossenen Massnahmen solle verhindert werden, dass die Infektionszahlen weiter ansteigen.

Sie erinnert daran, dass die Hygienemassnahmen weiterhin gültig seien und es nun darum gehe, ältere und kranke Personen zu schützen. Aber auch das Pflegepersonal müsse geschützt werden. Man könne nicht zuwarten, bis das Gesundheitssystem an den Anschlag gerate, sondern müsse jetzt handeln.

16.40 Uhr: Öffentliches Leben nicht zu fest einschränken

Der Leiter des kantonalen Covid-19-Sonderstabs, Bruno Keller, hat nun das Wort. Er erklärt, wie der Krisenstab arbeitet. Und er betont, dass alle Massnahmen das öffentliche und wirtschaftliche Leben nicht zu stark beeinträchtigen dürften. Anhand verschiedener Faktoren habe man erkannt, dass es Zeit für weitere Massnahmen geworden sei. 

16.35 Uhr: Diverse Verschärfungen beschlossen

In Läden gilt ab Donnerstag eine Maskenpflicht. Restaurants und Gastrobetriebe sind neu dazu verpflichtet, Kontaktdaten aufzunehmen. In Innenräumen von Restaurants und Clubs sind maximal 100 Gäste zugelassen, inklusive Aussenräumen sind es maximal 300 Personen. Veranstaltungen mit mehr als 100 Personen dürfen nur noch durchgeführt werden, wenn ein Schutzkonzept vorliegt oder der Abstand von 1,5 Metern eingehalten werden kann oder Gesichtsmasken getragen werden.

Zürich ist damit der zweite Deutschschweizer Kanton mit einer Maskenpflicht beim Einkaufen: Seit heute Montag gilt eine solche schon in Basel-Stadt, davor hatten bereits Waadt, Genf, Jura und Neuenburg diesen Schritt gemacht.

16.30 Uhr: Es geht los

Die Medienkonferenz ist eröffnet. Zuerst hat Regierungspräsidentin Silvia Steiner das Wort. Weil die Infektionszahlen stark angestiegen seien, sei nun der richtige Zeitpunkt, um weitere Massnahmen zu ergreifen, erklärt sie. 

16.12 Uhr: Medienkonferenz in Zürich 

Die angekündigte Medienkonferenz der Zürcher Regierung beginnt in wenigen Minuten. Vor die Medien treten sollen Regierungspräsidentin Silvia Steiner, Regierungsrätin Natalie Rickli und Regierungsrat Mario Fehr. Thema ist das weitere Vorgehen in der Covid-19-Krise. «Bluewin» deckt diese ab 16.30 Uhr hier im Ticker und mit Video-Livestream ab. 

15.44 Uhr: Berlinale soll 2021 trotz Pandemie vor Ort stattfinden

Die Berlinale soll im Februar 2021 trotz der Coronapandemie vor Ort ausgetragen werden. «In einer lebendigen Beziehung zum Publikum sehen wir ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal von Festivals», erklärte das Festivalleitungsduo aus Mariette Rissenbeek und Carlo Chatrian am Montag. In der Pandemie sei noch deutlicher geworden, «wie sehr wir auch analoge Erlebnisräume in der Kultur benötigen».

Die Umsetzung werde «entsprechend der dann gültigen Rahmenbedingungen» erfolgen. In den kommenden Wochen sollen Anpassungen in der Struktur und der Gesamtzahl der eingeladenen Filme bestimmt werden.

Das Filmfestival von Cannes war in diesem Jahr wegen der Pandemie ausgefallen. In Venedig hingegen eröffnet in wenigen Tagen die Biennale ihre Tore.

Die kommende Berlinale soll nicht virtuell, sondern vor Ort stattfinden.

Bild: Keystone

15.30 Uhr: China hat Impfstoff schon im Einsatz

In China werden offenbar bereits seit Juli Personen aus «Hochrisiko-Berufen», wie Mediziner oder Grenzer, gegen das neuartige Coronavirus geimpft, wie Zheng Zhongwei, ein hochrangiger Beamter der Nationalen Gesundheitskommission, laut «CNN» am Wochenende gegenüber einem staatlichen chinesischen Sender bekannt gab.

Laut Zheng sei der Impfstoff von der Sinopharms China National Biotec Group Company (CNBG) entwickelt worden. Klinische Phase-3-Studien habe man bereits in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Peru, Marokko und Argentinien durchgeführt.

Wie der Beamte weiter erklärte, erlaube das chinesische Impfgesetz eine Notfallverwendung auch experimenteller Impfstoffe, wenn ein schwerwiegender Vorfall bei der öffentlichen Gesundheit eintrete. Die nächste Phase der Impfstoffabgabe wolle man nutzen, um Virusausbrüche im Herbst und Winter zu verhindern.

Eine Versuchsperson erhält eine Spritze mit einem potenziellen Impfstoff gegen Covid-19. Foto: Ted S. Warren/AP/dpa/Symbolbild
14.34 Uhr: Gesamtbundesrat trifft Parteispitzen

Erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie trifft sich der Bundesrat am kommenden Freitag mit den Spitzen der Bundesratsparteien. Die traditionellen Von-Wattenwyl-Gespräche stehen im Zeichen der Bewältigung der Covid-19-Krise.

Im Frühling fielen die Von-Wattenwyl-Gespräche pandemiebedingt aus. Am Freitag findet das Treffen aus Platzgründen nicht im Von-Wattenwyl-Haus, sondern im Bernerhof statt, wie der Bundesrat am Montag mitteilte. Alle sieben Mitglieder der Regierung nähmen daran teil – wie einmal pro Jahr üblich in Form einer Klausur.

14.15 Uhr: Lufthansa-Gruppe verschärft Maskenpflicht

Die Lufthansa verschärft zur Eindämmung der Corona-Pandemie die Maskenpflicht an Bord von Flugzeugen der Konzern-Airlines und somit auch bei Swiss. Ausnahmen beim Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung sind ab September nur noch mit ärztlichem Attest möglich, wie die Lufthansa am Montag mitteilte. Ausserdem muss für eine Befreiung von der Maskenpflicht ein negativer Covid-19-Testvorgelegt werden.

Dem Konzern zufolge muss das ärztliche Attest auf einem von der Airline vorgegebenen Formblatt vorgelegt werden. Fluggäste können das Dokument demnach auf den Websites der Fluggesellschaften herunterladen. Zur Lufthansa gehören auch die Fluglinien Swiss, Austrian Airlines, Brussels Airlines und Eurowings. Der negative Covid-19-Test darf zum planmäßigem Start der Reise nicht älter als 48 Stunden sein.

Die Airlines der Lufthansa hatten bereits Anfang Mai eine Maskenpflicht an Bord ihrer Flüge eingeführt. Mit den neuen Regeln zur Maskenpflicht «werde nun ein noch besserer Schutz für alle Fluggäste sichergestellt», erklärte das Unternehmen. Grundsätzlich sei das Risiko, sich an Bord eines Flugzeugs mit dem Virus anzustecken, aber «sehr gering». Die Kabinen sind demnach mit Filtern ausgestattet, die die Luft an Bord «permanent von Verunreinigungen wie Staub, Bakterien und Viren säubern».

Wer an Bord einer von Maschinen der Lufthansa-Gruppe  keine Maske tragen möchte, braucht künftig nicht nur ein Attest, sondern auch einen negativen Corona-Test. (Symbolbild)

Bild: dpa

13.31 Uhr: 172 Länder an WHO-Impfstoffinitiative beteiligt

An der weltweiten Corona-Impfstoffinitiative Covax der Weltgesundheitsorganisation WHO wollen sich rund 172 Länder beteiligen.

So lange es nur ein begrenztes Angebot gebe, sei es zunächst wichtig, diejenigen mit einem Impfstoff zu versorgen, die weltweit dem höchsten Risiko ausgesetzt seien, sagte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus in einer Pressekonferenz am Montag. Die Initiative soll einen fairen Zugang zu möglichen Covid-19-Impfstoffen gewährleisten.

Es seien jedoch dringend weitere Mittel erforderlich, und die Länder sollten jetzt verbindliche Verpflichtungen eingehen, forderte Ghebreyesus.

Die Chefwissenschaftlerin der WHO, Soumya Swaminathan, hält es für möglich, dass 2021 ein Impfstoff gegen Corona auf breiter Basis eingesetzt werden kann. (Symbolbild)

Bild: dpa

12.44 Uhr: Abwasser erlaubt Rückschlüsse auf Infektionsgeschehen

Forscher in Deutschland haben eine Methode entwickelt, um Coronaviren im Abwasser nachzuweisen. Die in Kläranlagen gemessene Virenfracht erlaubt Rückschlüsse auf die Anzahl der infizierten Menschen im Einzugsgebiet, wie die Goethe-Universität in Frankfurt am Main am Montag mitteilte. Die Testmethode sei als Frühwarnsystem geeignet, um anzuzeigen, ob der Corona-Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100'000 Einwohner überschritten wird, was eine Verschärfung der Massnahmen nach sich ziehen kann.

Seit Beginn der Pandemie arbeiten Forscher an Methoden, den Nachweis von Sars-CoV-2-Viren im Abwasser für die Überwachung des Infektionsgeschehens in der Bevölkerung zu nutzen. Das Prinzip scheint einfach: Da Infizierte die Viren über die Fäkalien abgeben, könnten Abwasserproben Aufschluss über die Infektionszahlen aller an eine Kläranlage angeschlossenen Einwohner liefern.

Frankfurter Experten und Aachener Wasserforscher konnten nun erstmals für Deutschland zeigen, dass sich Genmaterial der Coronaviren mit modernen molekularen Methoden in Kläranlagen nachweisen lässt. Analysen ergaben in allen neun im April beprobten Kläranlagen drei bis 20 Genkopien pro Milliliter Abwasser. Diese Konzentration wurde auch in Studien in den Niederlanden und den USA gemessen.

Die Experten wollen den Test nun möglichst schnell praxistauglich machen. Hoffnungen, die Genauigkeit der Abwasseruntersuchung würde ausreichen, die Dunkelziffer der nicht erfassten Infizierten zu bestimmen, erfüllten sich bislang allerdings nicht.

12.10 Uhr: 157 neue Corona-Fälle innert 24 Stunden

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Montag innerhalb eines Tages 157 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Am Sonntag waren es 276 bestätigte Fälle gewesen, am Samstag 295 und am Freitag 306.

Insgesamt gab es seit Beginn der Pandemie bisher 40'060 laborbestätigte Fälle, wie das BAG am Montag mitteilte.

Im Vergleich zum Vortag kam es zu fünf neuen Spitaleinweisungen. Damit mussten seit Anfang der Pandemie 4495 Personen wegen einer Covid-19-Erkrankung im Spital behandelt werden. Die Zahl der Todesopfer im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung stieg seit Sonntag um eines auf 1'721.

In der Schweiz und in Liechtenstein wurden bisher 941'798 Tests auf Sars-CoV-2, den Erreger der Atemwegserkrankung Covid-19, durchgeführt. Innerhalb eines Tages wurden dem BAG 4'310 neue Tests gemeldet. Bei 5,1 Prozent dieser Tests fiel das Resultat über die vergangenen Monate gesehen positiv aus.

Aufgrund der Kontakt-Rückverfolgung steckten am Montag nach Angaben des BAG 1'739 Personen in Isolation und 5740 standen unter Quarantäne. Zusätzlich sassen 15'033 Heimkehrerinnen und Heimkehrer aus Risikoländern in Quarantäne.

11.50 Uhr: 19-Jähriger in Kanada gestorben

In der Provinz Quebec ist ein 19-Jähriger an Sars-Cov-2 gestorben. Das bestätigte Marie-Claude Lacasse, Sprecherin des Gesundheitsministeriums, der kanadischen «New West Record». Weitere Details wie die Frage, ob es Vorerkrankungen gegeben habe, wurden mit Rücksicht auf die Privatsphäre nicht bekanntgemacht.

Im bisherigen Verlauf der Pandemie sind 3'279 Kanadier zwischen 10 und 19 Jahren am neuen Coronavirus erkrankt. 31 von ihnen mussten intensivmedizinisch behandelt werden. Der aktuelle Fall ist das erste Todesopfer unter 20 Jahren in dem Land.

Im kanadischen Burnaby warten Menschen am 13. August auf ihren Sars-CoV-2-Test.

Symbolbild: AP The Canadian Press

«Es ist nicht das erste Mal, dass weltweit ein Unter-20-Jähriger gestorben ist», sagt Brian Ward, Professor für infektiöse Krankheiten an der McGill University. «Aber solange die Fallzahlen in Kanada steigen, werden wir mehr Tote in der ganzen Altersbandbreite sehen.»

Earl Rubin vom Kinderkrankenhaus in Montreal räumt ein, dass der atuelle Fall eine «sehr seltene Erscheinung» ist, sagt aber auch mit Blick auf die Jugend: «Es ist ein Weckruf, dass Sars-CoV-2 immer noch eine Krankheit ist, derer sie sich bewusst sein müssen und dass sie tun müssen, was auch immer nötig ist, um die Chance zu verringern, sie zu bekommen und auf andere zu übertragen.» 

10.45 Uhr: 4'897 neue Fälle in Frankreich

Frankreich hat gestern eine Rekord bei Neuinfektionen seit dem Shutdown im Mai vermelden müssen: 4'897 haben sich neu mit Sars-CoV-2 innert 24 Stunden angesteckt, berichtet «France 24». Am Vortag waren 4'709 gewesen. Ein Grossteil dieser Personen seien Leute zwischen 20 und 40 Jahren, die sich auf Partys angesteckt hätten, sagte Gesundheitsminister Olivier Véran. Insgesamt sind bisher 30'513 Franzosen an der Krankheit gestorben, die Zahl der aktiven Fälle liegt bei 127'413 Patienten.

10.19 Uhr: Medienkonferenz des Zürcher Regierungsrats

Der Zürcher Regierungsrat hat für heute 16.30 Uhr eine Medienkonferenz zum weiteren Vorgehen der Bekämpfung der Covid-19-Pandemie angekündigt. 

9.45 Uhr: USA erlauben Behandlung mit Blutplasma
USA erlauben Covid-19-Behandlung mit Blutplasma Das Verfahren ist seit über 100 Jahren bekannt. Doch Belege für die Wirksamkeit der Behandlung mit Immunplasma bei Covid-19 sind noch dürftig. In den USA soll es nun häufiger eingesetzt werden. Präsident Trump feiert das als «Durchbruch».

24.08.2020

Das Verfahren ist seit über 100 Jahren bekannt. Doch Belege für die Wirksamkeit der Behandlung mit Immunplasma bei Covid-19 sind noch dürftig. In den USA soll es nun häufiger eingesetzt werden. Präsident Trump feiert das als «Durchbruch».

9.30 Uhr: Maskenpflicht in Basler Geschäften

Ab heute müssen beim Einkauf in Geschäften und Einkaufszentren im Kanton Basel-Stadt Gesichtsmasken getragen werden. Grund für die Massnahme ist die ständig steigende Zahl der Covid-19-Neuinfektionen im Kanton. Gesundheitsdirektor Lukas Engelberger hatte die Tendenz in der vergangenen Woche  als «beunruhigend» bezeichnet und in einem Communiqué eine entschlossene Bekämpfung der Pandemie angemahnt.

Die Maskentragepflicht wird in Basel-Stadt überdies auf dem Areal von Mittelschulen im nachobligatorischen Bereich eingeführt. Der Unterricht selbst finde an diesen Schulen jedoch weiterhin ohne Masken statt, weil der Sicherheitsabstand in den Klassenzimmern eingehalten werden könne. Die Massnahme bleibt vorerst bis Ende Jahr in Kraft.

Basel-Stadt ist der erste Deutschschweizer Kanton, der die Maskenpflicht in Läden und Einkaufszentren anordnet. In der Westschweiz haben sich bereit die vier Kantone Waadt, Genf, Jura und Neuenburg für diese Massnahme entschieden.

Auch in Läden im Kanton Basel-Stadt müssen ab heute Masken getragen werden. (Symbolbild)

Bild: Keystone

9.01 Uhr: Französische Wirtschaft bricht um elf Prozent ein

Die französische Regierung rechnet ungeachtet der Erholung in den vergangenen Wochen weiter mit einem heftigen Konjunktureinbruch wegen der Corona-Krise. «Vorerst» gehe er weiterhin von einem Rückgang des Bruttoinlandsproduktes in diesem Jahr von elf Prozent aus, sagte Finanzminister Bruno Le Maire am Montag.

«Während es im Mai/Juni eine starke Erholung gegeben hat, bleiben bis zum Jahresende noch viel Unsicherheiten – insbesondere im Hinblick auf Brexit, die US-Wahlen und den neuen chinesischen Fünfjahresplan», sagte Le Maire. «All dies wird den Welthandel und damit das französische Wachstum belasten.»

8.33 Uhr: Die am stärksten betroffenen Länder
Die am stärksten betroffenen Länder – Infizierte, Todesfälle, Genesene. 

Grafik: dpa

7.45 Uhr: Kinder und Jugendliche hart getroffen

Kinder und Jugendliche trifft die Coronapandemie nach Ansicht von Yvik Adler, Co-Präsidentin der Föderation der Schweizer Psychologinnen und Psychologen, besonders hart. Viele Kinder und Jugendliche hätten Verhaltenssüchte entwickelt, sagte sie in einem Interview.

Viele Kinder und Jugendliche seien auf sich selbst zurückgeworfen worden, sagte Adler gegenüber Tageszeitung «Blick» vom Montag. Manche Familien hätten dies nicht auffangen können, da beide Eltern trotz des Lockdowns hätten arbeiten müssen.

Viele Kinder und Jugendliche hätten Verhaltenssüchte entwickelt. Sie gamten die ganze Zeit. Auch Essstörungen hätten zugenommen. Erwachsene kämen zu ihr in die Praxis, weil sie unter Angsterkrankungen, Depressionen und Paarproblemen litten. Wegen des Lockdowns gebe es mehr Trennungen. Einige Anwälte rechneten mit einer höheren Scheidungsrate.

Die ständige Unsicherheit und die Fremdbestimmung förderten depressive Symptome. Sie führten häufig zu Hilflosigkeit. Manche resignierten. Je besser man sein Leben selber gestalten könne, desto besser sei es für die psychische Gesundheit.

6.30 Uhr: Novartis-CEO dämpft Hoffnungen auf Coronawende

Novartis-Konzernchef Vas Narasimhan rechnet nicht mit einer baldigen Wende in der Bekämpfung der Coronapandemie. Die Welt werde noch länger mit dem Virus leben müssen, sagte Narasimhan in einem Interview mit der «Neuen Zürcher Zeitung». Letzten Frühling habe es einen kurzen Moment der Hoffnung gegeben. Damals habe es so ausgesehen, dass es bei einer einzigen Welle von Ansteckungen bleibe. Jetzt aber sei klar, dass die Pandemie andauere – sicher dieses und vermutlich bis weit in das nächste Jahr hinein.

«Die Frage ist, wann sind wir beim Impfstoff und bei den Behandlungsmethoden so weit, dass die Welt mit dem Virus leben kann. Wir gehen nicht davon aus, dass das Virus plötzlich verschwindet oder genügend Leute immun sind», sagte Narasimhan weiter.

Novartis-Chef Vas Narasimhan rechnet damit, dass die Coronapandemie noch bis weit in das nächste Jahr hinein andauern wird. 

Bild: Keystone/Georgios Kefalas

Der Konzernchef räumte ein, dass Novartis noch mehr für die Erforschung neuer Wirkstoffe tun könne.

Narasimhan hatte bis 2014 die Entwicklungsabteilung der Impfstoffsparte geleitet, die Novartis dann jedoch verkaufte. Eine Rückkehr in dieses Geschäft komme für ihn jedoch nicht infrage, obwohl der Bedarf an Vakzinen gegen Covid-19 und mögliche weitere neue Viruserkrankungen gross sei. Jetzt, wo Novartis kein eigenes Know-how mehr habe, wäre ein solcher Vorstoss sehr schwierig.

6.01 Uhr: Detailhändler sollen Maskenpflicht prüfen

Migros und Coop sollen bei der Frage zur Maskenpflicht nicht auf eine Entscheidung der Kantone warten, sondern selbst eine Maskenpflicht einführen, sagt der Epidemiologie-Professor Marcel Tanner im Gespräch mit «20 Minuten». Die Pflicht sei zu prüfen, wenn Filialen stark frequentiert seien und der erforderliche Abstand nicht eingehalten werden könne, sagte Tanner.

In dieser Krise seien alle gefordert, sagte Tanner, der Mitglied der Corona-Taskforce des Bundes ist: «Die Detailhändler können nicht einfach warten, bis die Kantonsregierung etwas anordnet. Sie sollen der Situation entsprechend selber am Erstellen der Schutzkonzepte mitwirken.» Damit nähmen die Händler auch ihre Verantwortung gegenüber ihren Kunden wahr.

5.16 Uhr: Treffen der Tessiner Regierung mit SBB-Chef

Die Tessiner Regierung trifft heute SBB-Konzernchef Vincent Ducrot. Themen werden unter anderem die bevorstehende Eröffnung des Ceneri-Basistunnels sowie der neue Fahrplan für das Tessin sein, denn die Coronakrise wirkt sich auf diesen aus: Neben Verspätungen auf zwei Nebenbaustellen des Ceneri-Basistunnels verzögert sich die Ausbildung der neuen Lokführer für die Tilo-Flotte. Die SBB und die Tessiner Regierung arbeiten deshalb an einem Übergangsfahrplan.

4.50 Uhr: Republikaner-Parteitag startet – vor allem virtuell

Zweieinhalb Monate vor den Präsidentschaftswahlen in den USA wollen die Republikaner US-Präsident Donald Trump offiziell zu ihrem Kandidaten küren. Zum Auftakt des Parteitags an diesem Montag soll Trump (74) von den Delegierten in Charlotte (North Carolina) nominiert werden. Erwartet wird, dass Trump trotz des wegen der Coronapandemie hauptsächlich online stattfindenden Parteitags nach Charlotte reist.

Zum Abschluss der weitgehend virtuellen Veranstaltung will Trump an diesem Donnerstag auf dem Südrasen des Weissen Hauses seine Nominationsrede halten. In der letzten Woche hatten die Demokraten Ex-Vizepräsident Joe Biden (77) als ihren Kandidaten für die Wahl am 3. November 2020 gekürt. Derzeit liegt Trump in Umfragen hinter Biden zurück.

Der Parteitag der Republikaner wird – wie schon der der Demokraten – von der Pandemie auf den Kopf gestellt und findet in deutlich abgespeckter Form statt. Ursprünglich wollten die Republikaner in Charlotte einen viertägigen Mega-Anlass mit Tausenden Gästen abhalten. Wegen der Corona-Bestimmungen in North Carolina liess Trump den Hauptteil des Parteitags dann nach Jacksonville (Florida) verlegen. Nachdem sich Florida zu einem Hotspot in der Pandemie entwickelte, wurde dieser Teil des Treffens wieder gestrichen.

3.07 Uhr: Sardiniens Coronazahlen schiessen in die Höhe

Sardinien ist der neue Corona-Hotspot Italiens. In der ersten Phase der Pandemie galt die liebste Ferieninsel der Italiener weitgehend als Covid-frei. Die Zahlen sind zwar weiterhin auf einem relativ niedrigen Niveau, in den letzten Wochen sind sie jedoch exponentiell in die Höhe geschossen und lagen am Samstag bereits bei 42 pro Tag. Sehr überraschend sei die Entwicklung allerdings nicht, schreibt der «Tages-Anzeiger»: Gesundheitsminister Roberto Speranza sagte demnach am Wochenende, die Regierung habe den Italienern ja nicht verbieten können, Sommerferien zu machen. Nun fordern offenbar Gouverneure von Regionen auf dem italienischen Festland, dass Feriengäste bereits vor der Rückreise aus Sardinien, also vor dem Besteigen von Fähre oder Flugzeug, getestet werden.

Zurzeit erfolgen die Tests bei Ankunft, erfasst werden aber offenbar längst nicht alle. Ungefähr siebzig Prozent der registrierten Neuinfektionen passieren nun in Italien selbst; der Rest der Fälle wird importiert.

Wie in anderen Ländern wächst auch in Italien die Angst vor einer «zweiten Welle»: Seit Tagen steigt die Zahl der Neuinfektionen – und überstieg am Samstag erstmals seit Mitte Mai wieder die Marke von 1'000. In Rom gab es so viele neue Fälle wie noch nie.

2.14 Uhr: Biden würde Rat von Wissenschaftlern befolgen

Der demokratische US-Präsidentschaftskandidat Joe Biden würde in der Coronavirus-Pandemie den Rat von Wissenschaftlern zur Schliessung der Wirtschaft befolgen. «Ich wäre vorbereitet, alles zu tun, um Leben zu retten. Wir können das Land nicht wieder in Bewegung versetzen, bis wir das Virus kontrollieren», sagte Biden in einem Interview, das am Sonntag im Sender ABC News ausgestrahlt wurde. Würden Wissenschaftler empfehlen, alles zu schliessen, würde er dies tun.

Das Interview war das erste, das Biden mit seiner Kandidatin für die Vizepräsidentschaft, Kamala Harris, gab. Beide waren in der vergangenen Woche beim Parteitag der Demokraten offiziell für die Kandidaturen nominiert worden. Heute beginnt der Parteitag der Republikaner, bei dem Donald Trump und Mike Pence offiziell als Präsidentschaftskandidat und Vize aufgestellt werden sollen. Die Präsidentschaftswahl findet am 3. November statt.

Test-Konzert mit Tim Bendzko – Popmusik für die Coronaforschung Forschende einer deutschen Universität haben mit dem Musiker Tim Bendzko und 1500 Freiwilligen eine Studie zur Corona-Ausbreitung bei Grossveranstaltungen durchgeführt.

23.08.2020

0.20 Uhr: Johnson will Rückkehr von Kindern in Schulen

Der britische Premierminister Boris Johnson hat Eltern dazu aufgerufen, ihre Kinder im kommenden Monat in die Schulen zurückzuschicken. Es sei die «moralische Pflicht» der Regierung, die Schulen wieder zu öffnen und die Behörden wüssten mittlerweile deutlich mehr über die vom Coronavirus ausgelöste Erkrankung Covid-19, teilte Johnson am Sonntagabend mit. Die Schulen waren vor mehr als fünf Monaten geschlossen worden.

Stunden zuvor hatten die höchsten Gesundheitsexperten Grossbritanniens in einer gemeinsamen Mitteilung erklärt, dass das Fernbleiben von der Schule für Kinder gefährlicher sei, als möglicherweise dem Virus ausgesetzt zu sein. Körperliche und mentale Probleme stellten demnach ein grösseres Risiko dar. «Deshalb ist es lebenswichtig, dass wir unsere Kinder zum Lernen und Freunde treffen zurück in die Klassenräume bringen», so Johnson. «Nichts wird einen grösseren Effekt auf die Lebenschancen haben, als wenn unsere Kinder zur Schule zurückkehren.»

Eltern und Lehrer haben Bedenken geäussert, dass Massnahmen zum Wahren von Abstand nicht ausreichen würden. Die Schulen waren im März geschlossen worden. Anfang Juni durfte ein Teil der Schüler in die Klassenräume zurückkehren, dies war jedoch nicht vorgeschrieben und nur etwa ein Fünftel der Schüler ist seitdem zurückgekehrt.

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