Aufregerthemen Schliessen

«Kantone haben die Lage im Griff» – Basel-Stadt führt Maskenpflicht in Läden ein

Bei einer Demonstration gegen Corona-Auflagen in den Niederlanden hat die Polizei im Regierungsviertel in Den Haag am Donnerstag mehrere Teilnehmer festgenommen. Mindestens ein Polizist sei verletzt worden, teilte die Polizei mit. Mehrere Demonstranten h

Das Wichtigste in Kürze:

  • Mit Basel-Stadt führt der erste Deutschschweizer Kanton eine Maskenpflicht in Geschäften und Gastronomiebetrieben ein.
  • Das BAG meldet für die Schweiz und in Liechtenstein 266 neue Ansteckungen innerhalb von 24 Stunden.
  • Die Schweizer Wirtschaft hat im zweiten Quartal einen so starken Dämpfer bekommen, wie seit 2009 nicht mehr. 
  • Ein südkoreanisches Unternehmen erhält die Genehmigung für Phase-II-Studien zu einer Behandlungsmethode am Menschen.
  • Mexiko will die dritte Testphase des russischen Coronavirus-Impfstoffkandidaten «Sputnik V» mit Freiwilligen unterstützen.
17.37 Uhr: Festnahmen bei Corona-Demonstration in Den Haag

Bei einer Demonstration gegen Corona-Auflagen in den Niederlanden hat die Polizei im Regierungsviertel in Den Haag am Donnerstag mehrere Teilnehmer festgenommen. Mindestens ein Polizist sei verletzt worden, teilte die Polizei mit. Mehrere Demonstranten hätten sich «provozierend und aggressiv gegenüber Beamten» verhalten.

Regierungsgebäude und Parlament wurden abgeriegelt. An der Kundgebung nahmen nach Schätzungen etwa 50 Menschen teil. Die Staatsanwaltschaft leitete Ermittlungen ein.

17.20 Uhr: Medienkonferenz ist zu Ende

Damit ist Medienkonferenz zu Ende. Wir danken für die Aufmerksamkeit.

17.05 Uhr: Planungssicherheit ist derzeit unmöglich

Einheitliche Regel seien für Grossveranstaltungen unbedingt nötig, sagt Berset. Vor allem bei Sportveranstaltungen würde niemand verstehen, wenn man beispielsweise bei einem Eishockeyspiel in Freiburg Masken tragen müsste, dies in Bern aber nicht der Fall sei. Allerdings brauche es auch Handlungsspielraum für die Kantone, damit sie auf Sonderfälle reagieren können. Das entsprechende Vorgehen sei eine Gratwanderung. 

Was die Bewilligungspraxis von Grossveranstaltungen angeht, brauche es insbesondere den Spielraum, um einmal erteilte Bewilligungen auch wieder zurückzuziehen, wenn sich die Bedingungen geändert hätten. Und das, ohne dass Schadenersatzforderungen auf die Behörden zukämen. Unter den aktuellen Bedingungen sei eine vollständige Planungssicherheit nicht zu haben.

16.50 Uhr: «Kantone haben die Lage im Griff»

Die Kantone hätten ihre Zuständigkeitsbereiche unter Kontrolle, sagt Lukas Engelberger, der den kantonalen Gesundheitsdirektoren vorsteht. Auch das Contact Tracing funktionierte. Allerdings sei spürbar, dass es wieder mehr Ansteckungen gebe, denn die Contact Tracer hätten mehr zu tun, können aber noch schritthalten. Allerdings seien die Kapazitäten nicht unendlich, es sei darum wichtig, die Ausdehnung weiterhin einzuschränken.

«Persönlich gehe ich davon aus, dass Masken unseren Alltag noch lange prägen werden», sagt Engelberger. Sein Kanton Basel-Stadt hat erst vor wenigen Stunden bekannt gegeben, dass dort ab Montag dort in Geschäften und Gastronomiebetrieben eine umfassende Maskenpflicht gilt.

16.45 Uhr: Meldungen werden oft versäumt

Die Infektionsmeldungen funktionieren laut Berset noch nicht ausreichend, so der Gesundheitsminister. Derzeit würden rund vierzig Prozent der positiven Befunde nicht dem Bund gemeldet, tadelt der Gesundheitsminister die Ärzte. Diese Zahl sei eindeutig zu hoch, sagt der Gesundheitsminister. Das Bundesamt für Gesundheit arbeite daran, das Contact Tracing weiter zu verbessern. Weil weiterhin unklar sei, wie sich die Pandemie entwickelt, gelte es, flexibel zu bleiben, schliesst Berset.

16.42 Uhr: Es braucht weiterhin Disziplin

Berset warnt davor, nun nicht nachzulassen mit der Disziplin, mit der die Corona-Massnahmen umgesetzt werden. Man könne nicht wieder zum Verhalten vor dem Lockdown zurückkehren, weil die Situation sonst wieder ausser Kontrolle gerate.

Unter welchen Bedingungen Grossveranstaltungen wieder möglich sein werden, sei noch nicht beschlossen. Man arbeite hier an einer Lösung, aber derzeit liege noch kein spruchreifer Vorschlag vor.

16.35 Uhr: Suche nach einheitlichen Kriterien

Gesundheitsminister Alain Berset eröffnet die Medienkonferenz. Zu Beginn betont er einmal mehr die gute Zusammenarbeit zwischen Bund und Kantonen in der Bekämpfung der Coronakrise. Seit Anfang Juni gebe es regelmässige Treffen mit den Gesundheitsdirektoren der Kantone.

«Ich denke, bei uns funktioniert die Koordination nicht schlechter als in zentralistischer organisierten Staaten», sagt Berset. Thema beim heutigen Treffen waren unter anderem die Kriterien, unter welchen Grossveranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmenden künftig bewilligt werden können. Ziel sei dabei, eine einheitliche Haltung zu finden.

16.20 Uhr: Berset informiert über Treffen mit Kantonen

Um 16.30 Uhr informieren Gesundheitsminister Alain Berset und Lukas Engelberger, Präsident der kantonalen Gesundheitsdirektoren, nach ihrem Treffen über das weitere Vorgehen in der Bekämpfung der Coronakrise. «Bluewin» wird die Medienkonferenz live abdecken.

16.06 Uhr: Airbnb verbietet Hauspartys

Die Unterkunftsvermittlung Airbnb verbietet Hauspartys in den von ihr angebotenen Wohnungen weltweit. Es werde die Belegung seiner mietbaren Wohnungen auf 16 Personen begrenzen, teilte das Unternehmen mit Sitz in San Francisco mit. Für Boutique-Hotels oder andere Veranstaltungsorte könnte es Ausnahmen geben. Gegen diejenigen, die sich nicht an das Verbot halten, könne gerichtlich vorgegangen werden.

Das zwölf Jahre alte Unternehmen verbietet schon immer nicht genehmigte Partys in seinen Unterkünften. Airbnb teilte mit, knapp 75 Prozent seiner aufgelisteten Unterkünfte seien mit einem ausdrücklichen Partyverbot versehen. 

Die Schliessung von Bars und Nachtclubs wegen des Coronavirus habe zu einem Anstieg von grossen Hauspartys mitunter in seinen Unterkünften geführt, teilte das Unternehmen mit. «Wir wollen diese Art von Geschäft nicht, und jeder, der dieses Verhalten betreibt oder erlaubt, gehört nicht auf unsere Plattform», erklärte Airbnb auf seiner Webseite.

15.41 Uhr:Kanton Bern prüft Quarantäne für 419 Club-Gäste

Nach dem Besuch eines Tanzclubs in Bern ist am Dienstag eine Person positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das bernische Kantonsarztamt klärt nun bei 419 Gästen die Anordnung einer zehntägigen Quarantäne ab.

Bei den 419 Gästen handelt es sich nach Angaben der bernischen Gesundheitsdirektion um eine Maximalzahl. Derzeit liefen Abklärungen, wie viele der Gäste in der Nacht von Samstag auf Sonntag im betroffenen Club waren, heisst es in einer Mitteilung vom Donnerstag.

Konkret geht es darum herauszufinden, wer sich im Club wo aufgehalten hat. In Quarantäne geschickt werden Clubbesucherinnen und -besucher, die möglicherweise oder wahrscheinlich engen Kontakt zu der betroffenen Person hatten.

15.10 Uhr: China weist Kritik an riesiger Pool-Party zurück
Riesige Pool-Party in Wuhan: China weist Kritik zurück Nach einer riesigen Pool-Party mit tausenden Feiernden in Wuhan hat die chinesische Regierung internationale Kritik zurückgewiesen. Die Bilder zeigten lediglich, dass China das Coronavirus erfolgreich bekämpft und einen «strategischen Sieg» eingefahren habe.

20.08.2020

Nach einer riesigen Pool-Party mit tausenden Feiernden in Wuhan hat die chinesische Regierung internationale Kritik zurückgewiesen. Die Bilder zeigten lediglich, dass China das Coronavirus erfolgreich bekämpft und einen «strategischen Sieg» eingefahren habe.

14.31 Uhr: Bundesrat lehnt 200-Franken-Gutscheine ab

Die SP will die Binnenwirtschaft während der Corona-Krise stärken. Mit einem Gutschein über 200 Franken sollen alle Bewohnerinnen und Bewohner der Schweiz konsumieren oder Nahrungsmittel einkaufen können. Der Bundesrat lehnt das ab.

Die Motion der Bündner SP-Nationalrätin Sandra Locher Benguerel zielt insbesondere auf die besonders hart von der Krise betroffenen Branchen wie Gastronomie, Tourismus, Freizeitangebote oder Kultur. Sie fordert ein Gutscheinsystem zur Unterstützung der Bereiche.

Das kommt für den Bundesrat nicht infrage, wie er in seiner am Donnerstag publizierten Antwort auf den Vorstoss schreibt. Zwar anerkenne er die schwierige Situation in den genannten Branchen. Hilfe sei aber bereits gesprochen oder unterwegs. Beispielsweise habe das Parlament zusätzliche Bundesmittel im Umfang von 40 Millionen Franken für Schweiz Tourismus bewilligt.

14.20 Uhr: Basel-Stadt führt Maskenpflicht in Läden ein

Der Regierungsrat Basel-Stadt hat aufgrund der steigenden Infektionszahlen beschlossen, eine Maskentragpflicht für Verkaufslokale und Einkaufszentren sowie für Mitarbeitende von Restaurationsbetrieben, einschliesslich Bars und Cubs, anzuordnen. Das geht aus einer Medienmitteilung hervor, die der Kanton am Donnerstagnachmittag veröffentlicht hat. 

Gemäss Gesundheitsdirektor Lukas Engelberger folge man mit  der Maskenpflicht in Verkaufslokalen und Einkaufszentren einer Empfehlung des BAG wie auch der Gesundheitsdirektorenkonferenz.

Der Kanton schreibt weiter, Einkäufe und Verpflegung seien  Grundbedürfnisse der gesamten Bevölkerung. Gerade bei Selbstbedienung und zu Stosszeiten seien die Abstandsregeln dabei aber nur schwer einzuhalten. Mit der Maskenpflicht wolle man ein sicheres Einkaufen ermöglichen und das Vertrauen in den Basler Detailhandel stärken.

Auch in Läden im Kanton Basel-Stadt müssen ab nächster Woche Masken getragen werde.
14.08 Uhr: Exportwirtschaft setzt Erholungskurs fort

Die Schweizer Exportwirtschaft hat sich im Juli weiter vom Corona-Schock erholt. Vor allem die Formkurve der Uhrenbranche zeigt steil nach oben. Von dem im vergangenen Jahr erreichten Niveau bleibt aber auch sie noch weit entfernt.

Corona hat nicht nur die Schweizer Binnenwirtschaft, sondern auch den Aussenhandel hart getroffen. Besonders im April erlebte die Exportnation Schweiz einen noch nie dagewesenen Einbruch. Davon kann sie sich nun Schritt für Schritt erholen, wie die am Donnerstag von der Eidgenössischen Zollverwaltung (EZV) vorgelegten Daten zeigen.

Denn im Juli kletterten die Exporte gegenüber dem Vormonat saisonbereinigt um 1,1 Prozent auf 17,7 Milliarden Franken. Das war der zweite Anstieg in Folge, nachdem die Ausfuhren im Juni sogar um 7,4 Prozent angezogen hatten.

Trotz dieser Erholung liegen die aktuellen Werte noch weit von jenen der Vor-Corona-Zeit entfernt. So hatte die Schweizer Exportwirtschaft davor zum Teil pro Monat Waren im Wert von über 20 Milliarden ins Ausland abgesetzt.

14 Uhr: Unia gegen Entlassungen und für Lohngarantie

Die Gewerkschaft Unia fordert in einem von über 20'000 Arbeitnehmenden unterzeichneten Appell an den Bundesrat hundert Prozent Lohnersatz und den Verzicht auf Kündigungen wegen des Coronavirus. Der Aufruf wurde am Donnerstag dem Bundesrat übergeben.

Fast eine Millionen Menschen stünden in Kurzarbeit und erhielten nur achtzig Prozent ihres üblichen Lohnes, heisst es in einer Medienmitteilung. Doch eine Lohneinbusse von zwanzig Prozent sei für viele Arbeitnehmende nur schwer zu verkraften – mit 20 Prozent weniger Lohn hätten viele Mühe, sich und ihre Familien durchzubringen.

60 Milliarden Franken Staatshilfe garantiere der Bund den Firmen in der Corona-Krise. Trotzdem stiegen die Arbeitslosenzahlen. «Das geht so nicht", findet die Unia. Sie hat gemeinsam mit den Verbänden des Schweizerischen Gewerkschaftsbund den Appell lanciert, der am Donnerstag mit 20'153 Unterschriften dem Bundesrat übergeben wurde.

Die Unia fordert in einem Appell an den Bundesrat 100% Lohnersatz und den Verzicht auf Kündigungen. Über 20'000 Arbeitnehmende haben den Appell in den letzten Monaten unterzeichnet. Heute wurde er dem Bundesrat übergeben.https://t.co/n94LPogpSw

— Gewerkschaft Unia (@UniaSchweiz) August 20, 2020
13.40 Uhr: Jugendreisebüro STA Travel ist zahlungsunfähig

Die Coronakrise fordert ein weiteres Opfer in der Reisebranche: Die Reisebürokette STA Travel macht seine Filialen in der Schweiz dicht. Obwohl das Unternehmen in den letzten Monaten «einschneidende Massnahmen» umgesetzt habe, um das Geschäft durch die Krise zu führen, sei es nicht gelungen, die Zukunft des Reiseanbieters zu sichern.

Gemäss einer Medienmitteilung, die der Nachrichtenagentur AWP vorliegt, hat STA Travel deshalb Insolvenz angemeldet. Als Grund gab das Unternehmen die Unsicherheit der Konsumenten und weitere Restriktionen und Lockdown-Massnahmen, die «erwartungsgemäss bis 2021 andauern werden» an. Der Umsatz habe sich nicht erholt wie erwartet. Zuvor hatte bereits das Branchenportal «Travel Inside» über die Insolvenz von STA Travel berichtet.

Das Insolvenzverfahren betrifft gemäss der Mitteilung die Schweizer Eigentümergesellschaft des Reiseveranstalters, die STA Travel Holding AG. Das weltweite lokale Geschäft, das zum 1979 gegründeten britischen Mutterkonzern STA Travel Group gehört, könne jedoch weiterlaufen, hiess es im Communiqué. Dieser Mutterkonzern wiederum befindet sich im Besitz der Schweizer Diethelm Keller Group

Bei STA Travel hat sichs ausgebucht. (Symbolbild)
13.35 Uhr: Teile Kroatiens für Deutsche nun Risikogebiete
Mehrere Küstenregionen Kroatiens als Corona-Risikogebiete eingestuft Mehrere Küstenregionen Kroatiens gelten von deutscher Seite ab sofort als Corona-Risikogebiete. Betroffen sind die Gespannschaften Sibenik-Knin und Split-Dalmatien und damit ein grosser Teil der Urlaubsgebiete an der zentralen Adriaküste Kroatiens.

20.08.2020

Mehrere Küstenregionen Kroatiens gelten von deutscher Seite ab sofort als Corona-Risikogebiete. Betroffen sind die Gespannschaften Sibenik-Knin und Split-Dalmatien und damit ein grosser Teil der Urlaubsgebiete an der zentralen Adriaküste Kroatiens.

13.20 Uhr: Antikörper bei knapp jedem Dritten in Neu Delhi

Ein Corona-Antikörper-Test im Auftrag der indischen Regierung hat ergeben, dass hochgerechnet knapp jeder dritte Mensch (29,1 Prozent) in der Hauptstadt Neu Delhi diese Antikörper im Blut hat. Untersucht worden seien Proben von 15'000 Personen, sagte der Gesundheitsminister der Stadt, Satyendar Jain, am Donnerstag. In Indien gibt es weltweit nach Brasilien und den USA am drittmeisten bekannte Coronafälle – insgesamt mehr als 2,8 Millionen Fälle. Und die Zahl der bekannten Neuansteckungen nimmt weiter rasch zu – zuletzt um knapp 70‘000 in 24 Stunden.

Rechnet man die 29,1 Prozent der Antikörper-Studie auf die Bevölkerung hoch, müsste es aber in Neu Delhi allein 5,8 Millionen Menschen geben, die mit der Krankheit in Berührung gekommen sind, wie der Minister sagte. Vor gut einem Monat hatten bei einem ähnlichen Test 23,48 Prozent der Menschen Antikörper im Blut. Beide Werte sind deutlich höher als die offiziellen Zahlen der bekannten Coronafälle. Demnach hätten sich nämlich weniger als ein Prozent der Bevölkerung von Neu Delhi mit dem Coronavirus infiziert – konkret mehr als 151‘000 Menschen.

In Neu Delhi ist man lauter einer Studie nicht mehr so weit von der sogenannten Herdenimmunität entfernt. 

Bild: Keystone

12.33 Uhr: 266 neue Covid-19-Infizierte innert 24 Stunden

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Donnerstag innerhalb eines Tages 266 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Am Mittwoch waren es 311 neue Covid-19-Infizierte gewesen, am Dienstag 197 und am Montag 128.

Insgesamt gab es seit Beginn der Pandemie bisher laut den neuesten BAG-Zahlen 39'026 laborbestätigte Fälle. Gleichzeitig meldete das Bundesamt im Vergleich zum Vortag acht neue Spitaleinweisungen. Einen neuen Todesfall gab es nicht. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung in der Schweiz und in Liechtenstein liegt damit gemäss BAG weiterhin bei 1'719.

In Isolation aufgrund der Kontaktrückverfolgung befanden sich 1'877 infizierte Personen, wie das BAG weiter mitteilte. In Quarantäne waren 6'667 Personen, die mit Infizierten in Kontakt gewesen waren. Die Zahlen stammen aus 26 Kantonen und aus Liechtenstein. 21'421 Menschen befanden sich nach der Rückkehr aus einem Risikoland in Quarantäne.

Die Zahl der durchgeführten Tests auf Sars-CoV-2, den Erreger der Atemwegserkrankung Covid-19, beläuft sich bisher auf insgesamt 910'283. Bei 5,1 Prozent dieser Tests fiel das Resultat positiv aus.

12.25 Uhr: Virus breitet sich in trockenen Räumen stärker aus

Die Ausbreitung des Coronavirus wird nach Angaben eines Forscherteams aus Leipzig und Indien auch von der Luftfeuchtigkeit beeinflusst. «Liegt die relative Luftfeuchtigkeit der Raumluft unter 40 Prozent, dann nehmen die von Infizierten ausgestossenen Partikel weniger Wasser auf, bleiben leichter, fliegen weiter durch den Raum und werden eher von Gesunden eingeatmet», erläuterte Ajit Ahlawat vom Institut für Troposphärenforschung (Tropos) in Leipzig am Donnerstag. Hintergrund ist, dass als wichtiger Übertragungsweg von Sars-CoV-2 neben der Schmierinfektion, sogenannte Aerosole, Mischungen winziger Teilchen in der Luft, gelten.

Das Team aus Physikern des Tropos und des CSIR-National Physical Laboratory in New Delhi hatten zehn internationalen Studien, die zwischen 2007 und 2020 den Einfluss der Luftfeuchtigkeit auf das Überleben, die Ausbreitung und Infektion mit den Erregern der Grippe und verschiedenen Coronaviren untersucht haben, ausgewertet. Die Ergebnisse wurden im Fachjournal «Aerosol and Air Quality Research» veröffentlicht.

Im Ergebnis empfehlen die Forscher neben den bisher üblichen Massnahmen wie Abstand und Masken auch die Raumluft zu kontrollieren. Eine relative Feuchte von 40 bis 60 Prozent könne die Ausbreitung der Viren und deren Aufnahme über die Nasenschleimhaut reduzieren. Die Erkenntnisse sind besonders für die kommende Wintersaison von Bedeutung, wenn sich die Menschen mehr in aufgeheizten Räumen aufhalten

Mit regelmässigem Lüften hält man die Virenlast in Räumen niedrig.  Auch die richtige Luftfeuchtigkeit hat einen Einfluss darauf, ob man sich in einem Zimmer leichter anstecken kann. (Symbolbild)

Bild: Keystone

11.45 Uhr: Pandemie verringert ökologische Schäden

Die Corona-Pandemie hat den ökologischen Fussabdruck der Menschheit in diesem Jahr schrumpfen lassen. Damit hat sich auch das Datum des sogenannten Erdüberlastungstags nach hinten verschoben. Nach wissenschaftlichen Berechnungen sind nun an diesem Samstag (22. August) weltweit bereits alle erneuerbaren Ressourcen der Erde für dieses Jahr aufgebraucht, teilten das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) und mehrere Umweltschutzorganisationen mit. Bis Ende Dezember wird die Menschheit deshalb «auf Pump» über ihre Verhältnisse leben.

Im Vergleich zum Vorjahr liegt der Erdüberlastungstag weltweit allerdings drei Wochen später. Eine solche Verbesserung gab es seit Jahren nicht mehr. Allerdings ist dieser positive Umwelttrend mit fast zehn Prozent weniger Ressourcenverbrauch eine direkte Folge des wirtschaftlichen Corona-Lockdowns in den meisten Ländern. Die wichtigsten Faktoren waren dabei nach PIK-Angaben der Rückgang des Holzschlags und der CO2-Emissionen. Die Menschheit verbraucht nach den Kalkulationen der Forscher derzeit aber immer noch 60 Prozent mehr Ressourcen als durch die Natur regenerierbar sind.

11 Uhr: Geringe Furcht vor Corona 

Trotz überragender Debatte über das Coronavirus schätzt die Schweizer Bevölkerung die Infektionskrankheit laut einer Studie als geringe Gefahr ein. Sie fürchtet sich weitaus mehr vor anderen Krankheiten und Antibiotika-Resistenzen sowie verunreinigtem Trinkwasser.

Die Lungenkrankheit Covid-19 war gemäss der am Donnerstag veröffentlichte Studie der Forschungsstelle Sotomo bloss für 0,6 Prozent der Befragten die Krankheit, vor der sie sich insgesamt am meisten fürchteten. Weitaus grössere Sorgen lösten Krebs (36 Prozent), Demenz (17 Prozent) oder Herz-Kreislauf (6 Prozent) aus.

Die Hauptbefragung der repräsentativen Studie unter gut 4'200 Personen aus allen Landesteilen im Auftrag der CSS-Krankenversicherung wurde Anfang Juni durchgeführt – unmittelbar nach dem bisherigen Höhepunkt der Pandemie. Die erste Erhebungswelle fand Anfang März statt.

Nur 0,3 Prozent gaben zudem an, dass die Infektion mit dem Virus ihre bisher gravierendste Krankheitserfahrung gewesen war. Die Studienautoren führten dies nicht zuletzt auf Präventionsmassnahmen zurück. Dank diesen sei Covid-19 für die wenigsten Menschen in der Schweiz eine direkte oder im eigenen Umfeld erlebte gravierende Krankheitserfahrung, heisst es im Studienbericht.

Das Coronavirus beherrscht auch die Schweiz – die grössten Sorgen machen sich die Menschen hierzulande aber wegen anderer Krankheiten. 

Bild: Keystone

10.15 Uhr: Industrie erleidet grössten Rückgang seit 2009

Die Schweizer Industrie hat die Folgen der Coronakrise im zweiten Quartal deutlich zu spüren bekommen. Produktion und Umsätze im sekundären Sektor sind zwischen April und Juni so stark gefallen wie seit 2009 nicht mehr. Mit Ausnahme der Pharmaindustrie waren alle Branchen davon betroffen.

So ist die Produktion im gesamten sekundären Sektor, der sich aus Industrie und Bau zusammensetzt, im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahresquartal um 7,7 Prozent gefallen. Der Umsatz sackte um 10,2 Prozent ab, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Donnerstag mitteilte. Dies ist der stärkste Rückgang seit dem zweiten Quartal 2009.

Zum Vergleich: Im ersten Quartal 2020 war die Produktion noch um 0,8 Prozent zum Vorjahr gestiegen und hatte die seit zwölf Quartalen andauernde Expansion damit fortgesetzt. Die Umsätze waren allerdings bereits im ersten Quartal erstmals seit drei Jahren mit -0,4 Prozent rückläufig gewesen.

9.32 Uhr: Bereits Hunderte Schweizer Schüler in Quarantäne

Die Schule ist noch nicht lange wieder gestartet – und es befinden sich bereits Hunderte Schüler in Quarantäne, wie der «Tages-Anzeiger» berichtet. Allein im Kanton Zürich müssten derzeit demnach über 600 Schülerinnen und Schüler dem Unterricht fernbleiben, weil sie Ferien in Ländern gemacht hätten, die auf der Risikoliste des Bundes stehen.

Im Kanton Basel-Stadt seien derzeit über 70 Primar- und Sekundarschülerinnen und Schüler betroffen und im Kanton St. Gallen müssten laut einem aktuellen Bericht von «Blick» über alle Schulstufen rund 100 Kinder und Jugendliche in Quarantäne bleiben. 

In einzelnen Kantonen befinden sich demnach nicht nur einzelne Schüler, sondern ganze Klassen in Quarantäne. In Bern seien eine Kindergarten- und zwei Primarklassen betroffen, weil eine Lehrperson positiv getestet worden sei und im Kanton Solothurn seien sogar sechs Klassen in Quarantäne geschickt worden.

An den Zürcher Mittel- und Berufsfachschulen müssen die Schülerinnen und Schüler neu Schutzmasken tragen, wenn sie nicht an ihrem Platz im Schulzimmer sitzen. (Symbolbild)

Bild: Keystone

8.40 Uhr: Neuer Höchstwert seit Ende April in Deutschland

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist in Deutschland auf den höchsten Wert seit Ende April gestiegen. Innerhalb eines Tages meldeten die Gesundheitsämter 1'707 neue Corona-Infektionen.

Dies geht aus den Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom frühen Donnerstagmorgen hervor. Höher lag die Zahl zuletzt am 26. April mit 1'737 registrierten Neuinfektionen. Der Höhepunkt bei den täglich gemeldeten Neuansteckungen hatte Anfang April bei mehr als 6'000 gelegen, danach waren die Werte deutlich gesunken. Seit Ende Juli steigt die Zahl der Nachweise wieder an.

8 Uhr: Keine Quarantäne trotz Warnung der Corona-App

Wer Kontakt mit einer an Covid-19 erkrankten Person hatte und darüber per SwissCovid-App eine Warnung erhält, wird trotzdem nicht in Quarantäne geschickt. Das sorgt für Kritik beim Hotline-Betreiber, berichtet «20 Minuten».

Die Kantonsarztämter würden sich nämlich weigern, die Quarantäne in diesen Fällen anzuordnen, weil sie eine «Volumenüberlastung» befürchteten. Den Hotline-Mitarbeitern fehle hingegen die Kompetenz, eine Quarantäne anzuordnen und sie müssten entsprechende Fälle erst den Kantonen melden.

«Das Ganze ist im Moment ein Schuss in den Ofen», zitiert «20 Minuten» Medgate-CEO Andy Fischer. Er kritisierte, dass das System derzeit «vollständig auf Freiwilligkeit» beruhe: «Wenn die Leute keine Lust haben, in Quarantäne zu gehen, dann gehen sie eben weiterhin arbeiten.» Fischer hält das Vorgehen der Kantone für unverzeihlich. Es brauche «eine durchgängige Umsetzung der Proximity-App».

7.20 Uhr: Die am stärksten betroffenen Länder
Die am stärksten betroffenen Länder – Infizierte, Todesfälle, Genesene.

Grafik: dpa

7.10 Uhr: München installiert Rolltreppen mit UV-Licht
München installiert Rolltreppen mit UV-Licht gegen Keime Tröpfcheninfektion, Aerosole, verkeimte Oberflächen: Die Frage, wo potenzielle Ansteckungsgefahren lauern, war wohl nie so wichtig wie im Corona-Jahr 2020. Die Stadtwerke München nehmen nun eine besondere Virenschleuder in den Blick: Rolltreppen.

20.08.2020

Tröpfcheninfektion, Aerosole, verkeimte Oberflächen: Die Frage, wo potenzielle Ansteckungsgefahren lauern, war wohl nie so wichtig wie im Corona-Jahr 2020. Die Stadtwerke München nehmen nun eine besondere Virenschleuder in den Blick: Rolltreppen.

6.30 Uhr: Behandlungsmethode geht in zweite Testphase

Das südkoreanische Unternehmen Green Cross hat die behördliche Genehmigung für klinische Phase-II-Studien zu einer plasmabasierten Behandlungsmethode am Menschen erhalten. Dies gab die Firma am Donnerstag im Zusammenhang mit Coronavirus-Erkrankungen bekannt.

Die Studien würden die Sicherheit und Wirksamkeit des Arzneimittels bei 60 schwer erkrankten Covid-19-Patienten mit Grunderkrankungen testen, hiess es weiter von Green Cross. Der Pharmahersteller habe die erste Phase der klinischen Studien überspringen dürfen, teilte das Unternehmen mit.

4.48 Uhr: Ellenbogen statt Hand

Als Vorsichtsmassnahme gegen das Coronavirus hat eine japanische Fluggesellschaft neue Türgriffe für Kabinentoiletten entwickeln lassen: Statt die Türen wie bisher mit blosser Hand zu öffnen, reicht dazu jetzt der Ellenbogen, wie eine Sprecherin der Fluggesellschaft All Nippon Airways (ANA) am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur in Tokio mitteilte. Bei einer Branchenbefragung unter Kunden hatte laut des japanischen TV-Senders NHK eine grosse Mehrheit vor Kurzem angegeben, sich Sorgen über Infektionen zu machen, wenn sie einen Sitzplatz oder eine Toilette benutzt.

Eine «Dreamliner» Boeing 787 der All Nippon Airways (ANA) kurz vor dem Start zum Flug von Tokio nach Frankfurt. (Archivbild)

Keystone

Den Kontakt mit Gegenständen wie Türklinken oder Geländer zu vermeiden, die viele andere Menschen zuvor berührt haben, zählt allgemein zu den Massnahmen, das Ansteckungsrisiko zu senken. Auch wenn noch unklar ist, wie lange Coronaviren auf Flächen überleben können. Die neuen Türgriffe würden derzeit am Tokioter Flughafen Haneda getestet, hiess es. Wenn sie sich als praktikabel erweisen, erwäge man sie nach Befragung von Kunden in Flugzeugen einzuführen.

4.23 Uhr: Bald neue Konjunkturprognosen für Deutschland

Die deutsche Regierung will ihre Konjunkturprognosen für dieses und nächstes Jahr demnächst aktualisieren. Es werde voraussichtlich Anfang September eine Interims-Projektion geben, hiess es im aktuellen Monatsbericht des Bundesfinanzministeriums, der am Donnerstag veröffentlicht wurde.

Wegen der Coronavirus-Krise rechnet die deutsche Regierung mit der schwersten Rezession der Nachkriegszeit. Bisher erwartet sie, dass das Bruttoinlandsprodukt 2020 um 6,3 Prozent einbreche. Für 2021 wird dann ein Wachstum von 5,2 Prozent vorausgesagt. Diese Schätzungen von Ende April wurden seitdem nicht mehr angepasst; vielerorts war daher Kritik an der Vorgehensweise laut geworden.

3.11 Uhr: Mexiko unterstützt «Sputnik V»-Impftests

Die mexikanische Regierung will die dritte und entscheidende Testphase des russischen Coronavirus-Impfstoffkandidaten «Sputnik V» mit Tausenden Freiwilligen unterstützen. Dies schrieb der mexikanische Aussenminister Marcelo Ebrard am Mittwoch (Ortszeit) auf Twitter.

Impfstoffkandidat «Sputnik V» aus Russland: Mexiko will mit Tausenden Freiwilligen die dritte und entscheidende Testphase unterstützen und dafür frühzeitig an den Impfstoff kommen.

Keystone

Er habe bei Gesprächen mit dem russischen Botschafter das Interesse daran bekundet, grossangelegte Studien am Menschen durchzuführen, «um den Impfstoff so bald wie möglich in Mexiko zu haben». Der mexikanische Präsident Andres Manuel Lopez Obrador erklärte sich zudem bereit, den neuen Coronavirus-Impfstoff freiwillig als Erster zu testen, falls er sich als wirksam erweise.

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