Aufregerthemen Schliessen

+++Coronavirus-Update+++ - Corona: 2G-Diskussion in der Schweiz läuft heiss - Kaum Befürworter einer Impfpflicht - BAG-Zahlen vom Wochenende im Fokus

Erfahren Sie hier alle aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Krise, zusammengetragen von der Redaktion von cash.ch.

10:35

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach soll deutscher Bundesgesundheitsminister werden. Dies schlug der designierte Bundeskanzler Olaf Scholz am Montag bei der Vorstellung der Ministerriege der Sozialdemokraten vor. Die meisten Bürger hätten sich gewünscht, dass der nächste Gesundheitsminister vom Fach sei und dass er Karl Lauterbach heiße, sagte Scholz. "Er wird es." Die Corona-Pandemie sei "noch lange nicht vorbei". Die hessische SPD-Landesvorsitzende Nancy Faeser soll als erste Frau Bundesinnenministerin werde. Sie sei als langjährige innenpolitische Sprecherin der hessischen SPD-Landtagsfraktion "mit dem Thema bestens bekannt", sagte Scholz.

Lauterbach sagte bei der Vorstellung der Kabinettsliste in Berlin, man werde den Kampf gegen die #Coronapandemie gewinnen. Er versprach eine Stärkung des Gesundheitssystems. https://t.co/uHPQgYw3ov

— Die Nachrichten (@DLFNachrichten) December 6, 2021

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10:20

Nach dem Kanton Aargau verzichtet auch der Kanton Solothurn auf strengere Corona-Massnahmen bei freiwilliger 2-G-Regel in Restaurants und Bars. In der Nordwestschweiz hält Basel-Stadt jedoch an der Masken- und Sitzpflicht bei der Konsumation fest, Baselland hatte gar keine Sitzpflicht eingeführt.

Die Kantone Aargau und Solothurn reagieren auf die seit Montag geltenden, vom Bundesrat angeordneten Massnahmen. So erhalten zertifikatspflichtige Veranstaltungen und Einrichtungen neu die Möglichkeit, den Zutritt auf geimpfte und genesene Personen zu beschränken (2G) und damit auf die Masken- und Sitzpflicht bei der Konsumation von Speisen und Getränken zu verzichten.

Der Solothurner Regierungsrat beschloss am Dienstag, dass keine strengeren Massnahmen gelten sollen, wenn die freiwillige bundesrechtliche 2-G-Regel angewendet wird, wie die Staatskanzlei mitteilte. Damit gilt die Masken- und Sitzpflicht bei Konsumation im Kanton Solothurn nicht, wenn der Zugang auf Personen mit einem Impf- oder Genesungszertifikat beschränkt ist.

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09:20

Künftige Pandemien können nach Meinung einer Wissenschaftlerin mehr Todesopfer fordern als die Corona-Pandemie. "Es wird nicht das letzte Mal sein, dass ein Virus unser Leben und unsere Lebensgrundlagen bedroht", sagt die Mitentwicklerin des AstraZeneca-Impfstoffes, Sarah Gilbert, laut BBC bei einer Veranstaltung. "Die Wahrheit ist, das nächste Virus könnte schlimmer sein. Es könnte ansteckender oder tödlicher sein oder beides." Es sei daher wichtig, die während der Corona-Pandemie gewonnen Erkenntnisse richtig einzusetzen. Man dürfe nicht zulassen, dass nach den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Verlusten Vorbereitungen für die nächste Pandemie vernachlässigt würden. "Unsere Fortschritte und gewonnenen Erkenntnisse dürfen nicht verloren gehen."

Die Wissenschaftlerin Sarah Gilbert hat die AstraZeneca-Vakzine mit entwickelt. Nun ruft sie die Politik dazu auf, das Know-how der Coronapandemie nicht zu verspielen: Der Menschheit könnte noch Schlimmeres bevorstehen. https://t.co/TJIRk8Lxct

— DER SPIEGEL (@derspiegel) December 6, 2021

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06:45

Gegen 13:30 Uhr werden in der Schweiz die neuen Corona-Fall-Zahlen für das Wochenende erwartet. Vor einer Wochen meldete das Bundesamt für Gesundheit (BAG) 19'402 neue Coronavirus-Ansteckungen innerhalb von 24 Stunden. Am Freitag meldete das BAG 9951 neue Coronavirus-Ansteckungen innerhalb eines Tages. Damit lag der 7-Tages-Durchschnitt der bestätigten Infektionen neu bei 8255. Am Donnerstag lag dieser Schnitt noch bei 7981, vor einer Woche bei 6515. 

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06:00

In Italien müssen sich die Menschen ab dem heutigen Montag auf strengere Corona-Richtlinien einstellen. Die Regierung von Ministerpräsident Mario Draghi hatte Ende November die Einführung von 2G-Regeln für bestimmte Bereiche des öffentlichen Lebens beschlossen. Demnach dürfen nur noch Geimpfte und Genese zum Beispiel innen in Restaurants essen gehen, ins Kino, in Diskotheken feiern und zu Fussballspielen ins Stadion gehen. Die Regeln sollen zunächst bis zum 15. Januar gelten.

Italy reports 43 COVID-19 deaths on Sunday, 15,021 new cases https://t.co/kK5hzo0DT4 pic.twitter.com/aYrUn2FZz4

— Reuters (@Reuters) December 5, 2021

Eine weitere Neuerung ist die Ausweitung der 3G-Regel auf den öffentlichen Nahverkehr und Hotels. Bislang mussten Reisende zum Beispiel im Fernbahnverkehr nachweislich gegen Covid-19 geimpft, von der Krankheit genesen oder negativ auf das Coronavirus getestet sein. Ab Montag ist dieser Nachweis - in Italien wird er "Green Pass" (Grüner Pass) genannt - auch für U-Bahnen, Busse und Züge im Nahverkehr vorgeschrieben.

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04:20

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 27'836 Neuinfektionen in Deutschland binnen 24 Stunden. Das sind 1528 Fälle weniger als am Montag vor einer Woche, als 29'364 Neuinfektionen gemeldet wurden. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 441,9 von 439,2 am Vortag. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. 81 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle binnen eines Tages auf 103'121. Insgesamt fielen in Deutschland bislang mehr als 6,18 Millionen Corona-Tests positiv aus.

Die Zahl der dem RKI gemeldeten #Corona-Fälle in lag gestern bei 27.836.

➡️ niedrigster Tageswert seit 3 Wochen

➡️ minus 5% im Vorwochenvergleich

➡️ 5. Rückgang im Vorwochenvergleich in Folge@welt pic.twitter.com/VrOcFkxfr4

— Olaf Gersemann (@OlafGersemann) December 6, 2021

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23:45

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach plädiert wegen des Auftretens der Corona-Mutante Omikron für rasches Impfen im Kampf gegen die Virus-Pandemie. "Die nächsten vier Wochen sind entscheidend", sagt er in der ARD-Sendung "Anne Will". Durch Omikron seien auch Geimpfte und Genesene gefährdet. "Die schnellstmögliche Boosterimpfung ist das Wichtigste, was wir tun können." Lauterbach bekräftigt seine Position, dass eine Impfpflicht wichtig wäre, um aus dem "Hamsterrad" herauszukommen. Er gehe nicht davon aus, dass ein Lockdown nochmals nötig sei. Es sei aber nicht seriös, dies auszuschliessen.

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21:20

Ab 1. Februar 2022 gilt in Österreich die Impfpflicht gegen Covid-19. Verweigerern droht laut einem Gesetzesentwurf eine Strafe von 600 Euro alle drei Monate vor, wie der Österreichische Rundfunk (ORF) am Sonntag meldete.

Von der Impfpflicht ausgenommen sind laut dem Gesetzesentwurf Kinder bis 14 Jahren, Schwangere, Genesene bis 180 Tage nach dem positiven Test und Menschen, die sich aus gesundheitlichen Gründen nicht impfen lassen können, wie die Sendung "Zeit im Bild" des ORF weiter meldete. Der Maximalbetrag soll demnach bei 3600 Euro festgesetzt werden. Werde die Summen nicht bezahlt, drohe eine Freiheitsstrafe.

Am 15. Februar 2022 würden alle Ungeimpften Post vom Gesundheitsminister erhalten, mit der Aufforderung sich impfen zu gehen. Ab 15. März würden dann die ersten Strafen von der Bezirksverwaltungsbehörde verschickt. Das Gesundheitsministerium bestätigt laut dem Bericht den Entwurf nicht und will nächste Woche die finale Gesetzesfassung veröffentlichen.

Erster Impfpflicht-Entwurf in Österreich geleakt: 600 Euro Busse alle drei Monate – oder Knast! https://t.co/mRbUYjbL7C

— Blick (@Blickch) December 5, 2021

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20:05

Während die Impfpflicht in der Schweiz weiterhin kaum Unterstützung findet, schliessen einige Entscheidungsträger die Einführung einer generellen 2G-Regel nicht mehr aus. Sollten die vom Bundesrat getroffenen Massnahmen nicht ausreichen, um die Pandemie-Welle zu brechen, wird es wohl auch in der Schweiz weitere Schritte brauchen: Während die Impfpflicht in der Schweiz weiterhin kaum Unterstützung findet, schliessen einige Entscheidungsträger die Einführung einer generellen 2G-Regel nicht mehr aus.

2G sei eine Möglichkeit, sagte Lukas Engelberger, Präsident der Gesundheitsdirektoren, in einem Interview mit dem "SonntagsBlick". Der Bundesrat habe mit seinem Entscheid am Freitag schon vorgespurt. Aber wenn man die Dynamik nicht in den Griff bekomme, würden auch Zulassungen nur für geimpfte und genesene Personen (2G) im öffentlichen Raum nicht ausreichen. Dann werde man die Maskenpflicht ausweiten und neue Kapazitätsbeschränkungen einführen müssen. Auch Schliessungen könnten dann nicht mehr ausgeschlossen werden.

Lukas Engelberger über härtere Corona-Massnahmen: «Flächendeckend 2G ist eine Möglichkeit» https://t.co/bk7LNNNiuq

— Blick (@Blickch) December 5, 2021

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19:05

Ausgehen, Tanzen oder zu einem Konzert - in immer mehr spanischen Regionen ist dies wegen steigender Corona-Zahlen nur noch mit 3G möglich. Auch auf Mallorca oder den Kanaren-Inseln muss bald immer öfter durch Vorlage eines "Covid-Passes" nachgewiesen werden, dass man geimpft, genesen oder frisch getestet ist. Auf Mallorca ist dies in Bars, Restaurants und anderen Einrichtungen mit einer Kapazität von mehr als 50 Personen seit Samstag bereits Pflicht. Über strengere Massnahmen wie 2G (geimpft oder genesen), 2G plus (zusätzlich Testpflicht) oder gar Impfpflicht wird kaum diskutiert.

Die Corona-Zahlen sind in Spanien mit einer Impfquote von rund 80 Prozent - davon zwölf Prozent mit Drittimpfung - wieder deutlich gestiegen, jedoch nicht so stark wie in Deutschland oder der Schweiz. Landesweit liegt die Sieben-Tage-Inzidenz - also die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche - bei fast 140. Auf den Balearen mit Mallorca beträgt der Wert 152, auf den Kanaren 115 und in Katalonien 156. Auch mehrere Fälle der Omikron-Variante wurden registriert. Die Lage in den Krankenhäusern ist jedoch relativ entspannt.

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Beim Klick auf die Karte erscheint die Übersicht zur weltweiten Entwicklung der Johns Hopkins University.

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17:30

Der designierte deutsche Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) verlangt Solidarität mit der sächsischen Sozialministerin Petra Köpping (SPD) nach dem Fackelaufzug von Gegnern der Corona-Politik vor ihrem Wohnhaus. "Frau Ministerin Köpping hat den Rückhalt aller Demokraten verdient", sagte Buschmann der "Bild"-Zeitung (Montag). Streit und Konflikte gehörten zur Demokratie, sagte Buschmann. "Drohgebärden und Einschüchterungsversuche aber nicht."

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(cash/AWP/Reuters/Bloomberg)

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