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1077 neue Coronavirus-Ansteckungen - Maskenpflicht in Bern und Zug - Cash

(Zusammenfassung) - In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Mittwoch 1077 Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Wegen des Anstiegs riefen die Kantone Bern und Zug die...

Letztmals über 1000 Neuinfektionen meldete das BAG am 1. April mit 1016. Erstmals war die 1000-er-Marke am 16. März mit 1065 positiv auf das Virus Sars-CoV-2 getesteten Menschen überschritten worden.

Anschliessend blieben die Infektionen mit Schwankungen in der Tausenderregion. Den bisherigen Spitzenwert gab es am 23. März mit 1446 Meldungen. Am 16. März hatte der Bundesrat den Lockdown angeordnet, ab dem 27. April erfolgte die schrittweise Öffnung.

Ausweitung der Maskenplicht

Wegen des Anstiegs ergriffen bereits neun Kantone zusätzliche Massnahmen. Mit Bern und Zug kamen am Mittwoch der zehnte und elfte hinzu. In Zug gilt Maskentragpflicht beim Einkaufen. Auch Mitarbeitende von Restaurants müssen ab Samstag neu eine Maske tragen.

Im Kanton Bern ist die Pflicht strenger. Sie gilt ab dem kommenden Montag in allen öffentlich zugänglichen Innenräumen. Darunter fallen Geschäfte und Einkaufszentren, Bahnhöfe, Poststellen, Museen, Theater, Verwaltungsgebäude und Gotteshäuser. Ausgenommen sind Kitas und alle Schulen unter Kantonsaufsicht.

Eine Maskentragpflicht in Verkaufsgeschäften gilt somit in den Kantonen Bern, Zug, Zürich, Genf, Waadt, Basel-Stadt, Solothurn, Neuenburg, Freiburg, Jura und Wallis. Trotz des höchsten Anstiegs der Fallzahlen unter den Zentralschweizer Kantonen verzichtet Schwyz auf eine Maskenpflicht in Läden.

Die Maskentragpflicht in Geschäften entspricht der Empfehlung des Vorstands der Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK). Zusatzmassnahmen sind demnach angezeigt, wenn von 100'000 Einwohnerinnen und Einwohnern 60 angesteckt sind. Der Wert entspricht jenem des Bundes zur Einstufung von Risikogebieten. Weitere Massnahmen neben der Maskenpflicht sind etwa eine Besucherobergrenze für Lokale oder Anlässe.

Rasanter Anstieg

Insgesamt gab es seit Beginn der Pandemie 57'709 laborbestätigte Fälle. 4951 Personen mussten gemäss den Angaben des BAG seither wegen einer Covid-19-Erkrankung ins Spital, das waren zehn mehr als am Dienstag. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit der Lungenkrankheit kletterte innerhalb eines Tages um zwei auf 1789.

In der Schweiz und in Liechtenstein wurden bisher 1'439'599 Tests auf Sars-CoV-2 durchgeführt. Gegenüber Dienstag wies das BAG 15'122 neue Tests aus. Bei 4,7 Prozent aller Tests fiel das Resultat seit Testbeginn positiv aus. Für die vergangenen zwei Wochen betrug die Positivitätsrate 5,3 Prozent.

Aufgrund der Kontakt-Rückverfolgung waren am Mittwoch 3662 Personen in Isolation und 9194 Menschen standen unter Quarantäne. Zusätzlich sassen 18'391 Heimkehrerinnen und Heimkehrer aus Risikoländern in Quarantäne.

Mehr Corona- als HIV-Opfer

Die Ärztevereinigung FMH rief in ihrer neuesten "Schweizerischen Ärztezeitung" die Gefährlichkeit des Coronavirus in Erinnerung. Dazu führte sie HIV zum Vergleich an.

Weltweit gab es seit dem Auftauchen von HIV rund 38 Millionen Infizierte und 770'000 Tote. In der Covid-19-Pandemie wurden bisher 27 Millionen Menschen infiziert. 900'000 von ihnen starben; nicht über Jahre, sondern über Monate.

Gemäss den Medizinern nimmt weltweit jede siebente Covid-19-Erkrankung einen schweren Verlauf (14 Prozent), jede zwanzigste einen kritischen (5 Prozent).

mk

(AWP)

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