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„Mars 2020“-Mission im Liveticker: Nasa-Rover „Perseverance“ kämpft mit den „sieben Minuten des Schreckens“

Die „Mars 2020“-Mission der Nasa steuert auf die dramatischste Phase zu. In weniger als einer Stunde soll das komplexe Landemanöver beginnen. Der Live-Ticker.
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Die „Mars 2020“-Mission der Nasa steuert auf die dramatischste Phase zu. In weniger als einer Stunde soll das komplexe Landemanöver beginnen. Der Live-Ticker.

  • Die Nasa-Mission „Mars 2020“ ist auf der Zielgeraden: Heute (18. Februar 2021) soll der Rover „Perseverance“ auf dem Mars* landen.
  • Der Rover soll den roten Planeten geologisch erkunden und nach Zeichen früheren Lebens auf dem Mars suchen.
  • News zum Mars* und News zur Weltraumforschung* finden Sie auf unseren Themenseiten.

+++ Ticker aktualisieren +++

+++ 21.56 Uhr: Bestätigt! Die Landung ist gelungen! Die Nasa hat bestätigt dass der Rover „Perseverance“ heil auf der Oberfläche des Mars angekommen ist.

„Mars 2020“-Mission kurz vor dem Ziel

+++ 21.55 Uhr: Der Rover hat sich von der Backshell getrennt. In Kürze müsste das Skycrane-Manöver stattfinden.

+++ 21.54 Uhr: Der Rover hat mit seinem Radar den Boden gefunden. Noch hängt der Rover am Fallschirm - aber nicht mehr lange.

+++ 21.53 Uhr: In wenigen Minuten müsste man wissen, ob „Perseverance“ den Mars erreicht hat. Derzeit scheinen die Signale gut auszusehen. Aktuell wurden die Fallschirme geöffnet.

+++ 21.49 Uhr: Besonders fies an der Zeitverzögerung von gut 11 Minuten zwischen Erde und Mars: Tatsächlich ist „Perseverance“ bereits auf der Oberfläche des Mars angekommen. Ob der Rover heil gelandet ist oder ob es Probleme gab, werden wir auf der Erde erst gegen 21.55 Uhr erfahren.

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© Nasa/JPL

+++ 21.48 Uhr: Jetzt gilt es! Der Rover ist in die Mars-Atmosphäre eingetreten, die „sieben Minuten des Schreckens“ haben begonnen. Wird der Rover „Perseverance“ heil auf der Mars-Oberfläche ankommen? Daumen drücken!

Mars-Rover „Perseverance“ soll auf dem Mars landen

+++ 21.46 Uhr: Jetzt geht es jeden Moment los. Um 21.48 Uhr tritt der Rover „Perseverance“ in die Mars-Atmosphäre ein, dann beginnen die so genannten „sieben Minuten des Schreckens“. Ein wichtiger Begriff, der in den kommenden Minuten hoffentlich oft im Nasa-Livestream zu hören sein wird, ist „nominal“. Dann sind alle Signale vom Mars richtig.

+++ 21.43 Uhr: Der Rover „Perseverance“ schickt momentan einen so genannten „Herzschlag-Ton“ zur Erde. Dieser enthält keine Daten, er zeigt den Nasa-Verantwortlichen nur, dass die Raumsonde „am Leben“ ist. Außerdem können sie anhand von Frequenzveränderung beim Abbremsen Rückschlüsse über den Verlauf der Landung auf dem Mars ziehen.

+++ 21.38 Uhr: Der Rover hat sich soeben von der Cruise Stage getrennt. Dann dauert es noch etwa 10 Minuten, bis der Rover in die Atmosphäre des Mars eintritt. „Perseverance“ führt alle Schritte vollkommen autonom aus, die Nasa-Verantwortlichen auf der Erde können nur warten und hoffen, dass alles klappt.

„Mars 2020“-Mission der Nasa tritt in die heiße Phase ein

+++ 21.34 Uhr: Vor der Mars-Landung folgen zahlreiche kritische Schritte in kurzer Zeitfolge. Das Problem: Auf der Erde konnte man nicht alles testen. Der Rover „Perseverance“ macht alles zum ersten Mal – und das in einer vollkommen fremden Umgebung, dem Mars.

+++ 21.32 Uhr: Landungen auf dem Mars sind immer noch sehr schwierig, im Nasa-Livestream hört man, welchen Respekt die Beteiligten davor haben. Klar: Von allen angepeilten Mars-Landungen sind bisher nur 40 Prozent gelungen. Und „Perseverance“ hat eine besonders schwierige Landung vor sich. „Es ist eine Wette“, sagt ein Nasa-Zuständiger dazu. Momentan habe man eine Glückssträhne. „Wenn wir heute scheitern, werden wir daraus lernen und wieder aufs Pferd steigen.“

+++ 21.29 Uhr: Die EDL-Phase steht dem Rover „Perseverance“ jetzt unmittelbar bevor. EDL steht für „Entry, Descent and Landing“, also Eintritt (in die Atmosphäre), Abstieg und Landung.

+++ 21.25 Uhr: Im Kontrollzentrum der Nasa wird es heute garantiert Erdnüsse geben – eine alte Tradition im JPL (Jet Propulsion Laboratory), die dabei helfen soll, dass Missionen gelingen. Ohne Erdnüsse gibt es seitdem keine kritischen Missionen mehr.

Mars-Rover „Perseverance“ kurz vor der Landung – sie ist der schwierigste Teil

+++ 21.20 Uhr: Fun Fact: An Bord des Rovers „Perseverance“ befinden sich 11 Millionen Namen von ganz normalen Menschen, die sich für einen „Boarding Pass“ registriert haben.

+++ 21.15 Uhr: In weniger als einer halben Stunde geht es los: Um 21.38 Uhr wird der Rover „Perseverance“ sich von der Cruise Stage trennen und um 21.48 Uhr in die Mars-Atmosphäre eintreten. Wer bis dahin noch einen Blick auf den Mars erhaschen will: Er ist momentan am Himmel zu sehen, er steht ein kleines Stück oberhalb des Mondes.

+++ 21.05 Uhr: „Sojourner“ war der erste Mars-Rover der Nasa. Während er noch die Größe einer Mikrowelle hatte, ist „Perseverance“ – der fünfte Mars-Rover der Nasa – etwa so groß wie ein Auto. „Perseverance“ wird in einer sehr herausfordernden Region autonom einen guten Landeplatz suchen müssen. Die Nasa-Verantwortlichen haben sich für den Jezero-Krater entschieden, einen möglichen ausgetrockneten See, der für Forschende äußerst spannend ist: Schließlich kann die Verfügbarkeit von Wasser bedeuten, dass es auf dem Mars einst Leben gab.

„Mars 2020“-Mission der Nasa soll nach früherem Leben suchen

+++ 20.50 Uhr: Was soll die „Mars 2020“-Mission der Nasa eigentlich tun, wenn die Landung geklappt hat? Sie soll unter anderem nach Spuren von Leben auf dem roten Planeten suchen. Außerdem ist geplant, dass sie interessante Steine und Geröll einpackt und für eine spätere Mission lagert. Später sollen die Proben eingesammelt und zur Erde zurückgebracht werden. Außerdem hat „Perseverance“ zwei spannende Technologie-Demonstrationen dabei: Der Helikopter „Ingenuity“* soll zeigen, ob man in der dünnen Atmosphäre des Mars fliegen kann. Das Instrument „MOXIE“ soll auf dem Mars Sauerstoff herstellen.

Zeitplan der Mars-Landung der Nasa – Wann landet „Perseverance“?

+++ 20.38 Uhr: Eine kleine zeitliche Übersicht der heutigen Mars-Landung – was wird wann passieren?

  • 21.38 Uhr: Rover „Perseverance“ trennt sich von der Cruise Stage, die ihn im Weltall geschützt und versorgt hat.
  • 21.48 Uhr: Der Rover tritt in die Mars-Atmosphäre ein.
  • 21.49 Uhr: Der Rover „Perseverance“ erlebt die größte Hitze – sie entsteht, während die dünne Mars-Atmosphäre die große Geschwindigkeit des Rovers abbremst.
  • 21.52 Uhr: Der riesige Fallschirm öffnet sich und bremst den Rover weiter ab.
  • 21.52 Uhr: ca. 20 Sekunden nach Fallschirm-Öffnung trennt sich der Hitzeschild ab.
  • 21.54 Uhr: Der Rover trennt sich von der so genannten Backshell.
  • 21.55 Uhr: Der Rover „Perseverance“ landet auf dem Mars.
  • (Tatsächlich geschehen alle Dinge auf dem Mars etwa 11 Minuten früher, die hier angegebene Zeit ist die Zeit, zu der die Signale auf der Erde erwartet werden.)
„Mars 2020“-Mission: Nasa will Rover „Perseverance“ landen

+++ 20.22 Uhr: Herzlich Willkommen an alle, die jetzt zum Liveticker zur Mars-Landung dazustoßen. Was wird hier passieren? Die Nasa will heute Abend ihren neuesten Rover, „Perseverance“, auf dem Mars landen. Gelingt das äußerst komplizierte Landemanöver, erwartet man ein Signal um frühestens 21.55 Uhr. Dann sind seit der Landung allerdings schon gute 11 Minuten vergangen – Signale vom Mars zur Erde benötigen aufgrund der großen Entfernung momentan 11 Minuten und 22 Sekunden.

Gelingt die Landung, hat die Nasa zum fünften Mal eine weiche Landung auf dem Mars hingelegt. Gelingt sie nicht, wird es dafür mutmaßlich am Abend keine Bestätigung mehr geben, denn die Nasa wird auf weitere Daten von Orbitern warten, die die Landung beobachtet haben (s. Update von 16.50 Uhr). Aber so weit kommt es hoffentlich nicht, die Nasa hat als einzige Raumfahrtorganisation weltweit viel Erfahrung mit Landungen auf dem Mars – wobei man nicht vergessen darf, dass nur 40 Prozent aller jemals versuchten weichen Mars-Landungen bisher gelungen sind. So oder so, es wird ein spannender Abend – für die Beteiligten bei der Nasa, die sicherlich besonders nervös sind, aber auch für alle Zuschauer. Denn eine Mars-Landung gibt es nicht alle Tage.

Mars-Landung: Nasa-Rover „Perseverance“ muss die „7 Minuten des Schreckens“ überstehen

+++ 19.38 Uhr: Die Mars-Landung des Nasa-Rovers „Perseverance“ nähert sich mit großen Schritten! In etwa zwei Stunden wird es losgehen, zuerst trennt der Rover die so genannte „Cruise Stage“ ab, die ihn beim Flug durchs Weltall geschützt hat. Etwa zehn Minuten später beginnt „Perseverance“ mit dem komplizierten Landemanöver – unterstützt von zahlreichen Mars-Orbitern (s. Update von 16.50 Uhr) und Teleskopen in Europa (s. Update von 18.03 Uhr).

Acht kleine Triebwerke helfen dem Nasa-Rover „Perseverance“ bei der Landung auf dem Mars. (Künstlerische Darstellung)

© Nasa/JPL

Wir werden die Geschehnisse in diesem Ticker live begleiten – zumindest so live, wie es geht. Denn tatsächlich dauert es elf Minuten und 22 Sekunden, bis Signale vom Mars auf der Erde ankommen. Erhält die Nasa die ersten Signale vom Start des Landemanövers, ist die Landung von „Perseverance“ tatsächlich schon vorbei – ob sie gelungen ist oder nicht, kein Mensch hat mehr Einfluss darauf. Aus diesem Grund wird die etwa sieben Minuten dauernde Landung auch die „sieben Minuten des Schreckens“* genannt.

„Mars 2020“-Mission: Teleskop aus Deutschland unterstützt die Nasa

+++ 18.03 Uhr: Etwa 270.000 Kilometer liegen derzeit noch zwischen dem Mars-Rover „Perseverance“ und dem roten Planeten, doch in etwa vier Stunden sind sie auf wenige Kilometer zusammengeschmolzen. Dann beginnt das komplexe Manöver, das bei der Nasa für Landungen auf dem Mars entwickelt wurde. Bei der Landung werden nicht nur mehrere Mars-Orbiter aus ihren Umlaufbahnen zuschauen – auch Teleskope auf der Erde werden auf Daten der „Mars 2020“-Mission warten. Dabei spielen gleich zwei Teleskope in Europa eine wichtige Rolle: Das Teleskop des Deep Space Networks bei Madrid wird die Führung übernehmen beim Lauschen nach Informationen von der Mars-Landung. Das erste Signal, das eine gelungene Landung anzeigt – sollte sie gelingen – wird also aus Madrid kommen.

Außerdem spielt auch ein Teleskop in Deutschland eine wichtige Rolle bei der Landung von „Mars 2020“ auf dem roten Planeten: Das Radioteleskop Effelsberg in der Eifel gehört zum Max-Planck-Institut für Radioastronomie in Bonn und wird das UHF-Signal von „Perseverance“ während dem Landeanflug und der Landung aufzeichnen. Dabei handelt es sich um einen Ton, den der Rover zur Erde schickt und aus dessen Frequenzveränderung beim Abbremsen die Nasa-Verantwortlichen Rückschlüsse über den Verlauf der Landung auf dem Mars ziehen können. Mit Hilfe der Daten, die in Deutschland ankommen, können die Fachleute in den USA feststellen, ob die Mission auf einem guten Weg ist, oder ob es Probleme gibt.

Landung der „Mars 2020“-Mission wird von zahlreichen Raumfahrzeugen beobachtet

+++ 16.50 Uhr: Wenn der Nasa-Rover „Perseverance“ auf dem Mars landet, muss er alle Schritte des komplizierten Manövers ohne Hilfe von der Erde bewältigen. Doch ganz alleine ist der Rover bei seiner Mars-Landung nicht: Eine ganze Flotte von Raumfahrzeugen, die um den Mars kreisen, überwacht die Landung von „Mars 2020 Perseverance“ heute Abend. Während der Landung befindet sich der Nasa-Orbiter „Mars Reconnaissance Orbiter“ (MRO) über der Landestelle. Er soll Daten von „Perseverance“ auffangen und zum Deep Space Network (DSN) der Nasa auf der Erde weiterleiten. Dabei handelt es sich um drei große Parabolantennen, die strategisch auf der Erde verteilt sind, um zu jeder Tages- und Nachtzeit Signale von Raumsonden auffangen zu können. Diese Signale werden dann zur Nasa weitergeleitet.

Bevor das eigentliche Landemanöver beginnt, trennt sich der Mars-Rover „Perseverance“ von der so genannten „Cruise Stage“, die ihn auf dem Flug durchs Weltall geschützt hat. (Künstlerische Darstellung)

© Nasa/JPL

Der Nasa-Orbiter „MAVEN“ soll die Landung des Mars-Rovers „Perseverance“ ebenfalls beobachten, diese Daten werden jedoch erst später auf der Erde erwartet. Der „Exomars Trace Gas Orbiter“, der von der europäischen Raumfahrtorganisation Esa und deren russischem Pendant Roskosmos kontrolliert wird, soll bereits vier Stunden nach der Mars-Landung die ersten Daten zur Erde schicken. Der zweite europäische Mars-Orbiter, „Mars Express“ wurde dagegen dazu genutzt, die Wetterbedingungen vor Ort zu überwachen.

Mars-Rover „Perseverance“: Nasa hat schwieriges Terrain für die Mars-Landung gewählt

+++ 14.50 Uhr: Noch sieben Stunden und etwa 470.000 Kilometer, dann ist es soweit: Der Mars-Rover „Perseverance“ landet auf dem roten Planeten. Im Nasa-Kontrollzentrum werden dann wohl einige den Atem anhalten, denn die Landung auf dem Mars ist schwierig. Und zwar nicht nur, weil die Bedingungen auf dem Mars (dünne Atmosphäre, kein Kontakt zur Erde) sie schwierig macht, sondern auch, weil für die Mission „Mars 2020“ eine besonders unzugängliche Stelle für die Landung ausgesucht wurde: Der Jezero-Krater. Forschende gehen davon aus, dass es sich dabei um einen längst ausgetrockneten See handelt.

Das Problem: In diesem Terrain ist es äußerst schwierig, zu landen, weshalb der Mars-Rover für die Landung einige neue Technologien an Bord hat. Die hatte sein Vorgänger, der Rover „Curiosity“, der im Großen und Ganzen mit einem vergleichbaren Manöver landete, noch nicht. Unter anderem werden Kameras des Rovers im Landeanflug Aufnahmen der Umgebung machen und so den sichersten Landeplatz bestimmen und anpeilen.

„Mars 2020“-Mission: Mars-Rover „Perseverance“ soll nach früherem Leben suchen

+++ 13.15 Uhr: Der Rover „Perseverance“ soll auf dem Mars unter anderem nach Zeichen von früherem mikrobiellem Leben suchen. Das ist eine der Hauptaufgaben der „Mars 2020“-Mission der Nasa. Der Mars ist für die Forschung unter anderem so interessant, weil er sich von der Erde aus in verhältnismäßig kurzer Zeit erreichen lässt. „Perseverance“ ist seit etwas mehr als 200 Tagen unterwegs, weil ein günstiges Zeitfenster für den Start im Sommer 2020 ausgenutzt wurde.

Ein weiterer Grund, warum der Mars für die Forschung interessant ist: Er hat noch einigermaßen beherrschbare Verhältnisse vor Ort – es gibt festen Boden, Schwerkraft, eine Atmosphäre. Außerdem wollen Forschende herausfinden, ob der Mars einst Leben beherbergte und ob dort auch heute noch Leben möglich wäre.

Der Nasa-Rover „Perseverance“ rast mit hoher Geschwindigkeit in die Atmosphäre des Mars. Innerhalb von sieben Minuten landet er autonom auf dem roten Planeten, so der Plan. (Künstlerische Darstellung)

© Nasa/JPL

+++ 09.56 Uhr: Gegen 21.55 Uhr soll der Mars-Rover „Perseverance“ landen. Am Spektakel wird die Nasa auch die Welt teilhaben lassen, denn: Die Nasa bietet einen Livestream zur Mars-Landung* an. Schon um 20.15 Uhr soll der englischsprachige Stream sowohl bei YouTube als auch bei Facebook zu sehen sein.

„Mars 2020“-Mission der Nasa: Rover „Perseverance“ soll heute landen

Update vom Donnerstag, 18.02.2021, 06.30 Uhr: Heute ist der große Tag, die US-Raumfahrtorganisation Nasa versucht, ihren fünften Rover auf dem Mars zu landen. Das ist gar nicht so einfach wie es klingt – außer der Nasa ist noch keiner Raumfahrtorganisation eine weiche Landung auf dem Mars gelungen. Schaut man sich alle geplanten Mars-Landungen an, sind nur 40 Prozent davon gut ausgegangen. Kein Wunder: Der Mars-Rover „Perseverance“, der der wichtigste Teil der „Mars 2020“-Mission der Nasa ist, rast mit einer Geschwindigkeit von etwa 19.000 km/h auf die Mars-Oberfläche zu – es vergehen gerade einmal sieben Minuten vom Eintritt in die Mars-Atmosphäre bis zur Landung. Diese sieben Minuten werden von der Nasa gerne auch die „sieben Minuten des Schreckens“ genannt.

Landung auf dem Mars: Anvisiert ist der Jezero-Krater

+++ 20.37 Uhr: Weniger als zwei Millionen Kilometer trennen die „Mars 2020“-Mission der Nasa noch vom roten Planeten. Morgen Abend um etwa 21.55 Uhr soll der Mars-Rover „Perseverance“, der das Kernstück der Mission ist, landen. Wir halten Sie in diesem Liveticker auf dem Laufenden.

+++ 18.00 Uhr: Die morgige Landung des Mars-Rovers „Perseverance“ wird die präziseste Landung auf dem Mars sein, die es bisher gab, heißt es bei der US-Raumfahrtorganisation Nasa. Im Vergleich zur Landung des letzten Rovers, „Curiosity“ sind einige neue Systeme im Einsatz, die eine möglichst genaue Landung ermöglichen sollen. Unter anderem bestimmt eine Technologie namens „Range Trigger“, wann genau der Fallschirm geöffnet wird – und damit auch, wie genau die Landung sein wird. Anvisiert ist der Jezero-Krater, eine Gegend, in der der Rover nach Zeichen früheren Lebens auf dem Mars suchen soll.

+++ 14.00 Uhr: Etwa 2,3 Millionen Kilometer trennen den Mars-Rover „Perseverance“ noch vom roten Planeten. In etwas mehr als 24 Stunden hat er diese große Entfernung überbrückt und dann beginnt der schwierigste Teil der Nasa-Mission „Mars 2020“: die Landung. Derzeit bewegt sich die Raumsonde mit einer Geschwindigkeit von knapp 77.000 Kilometern pro Stunde (relativ zur Sonne) durchs Weltall, im Nasa-Kontrollzentrum werden die letzten Vorbereitungen getroffen – und morgen findet das große Ereignis statt.

Erstmeldung von Mittwoch, 17.02.2021: Im Sommer 2020 ist die Nasa-Mission „Mars 2020“ gestartet – nun nähert sich das Kernstück der Mission, der Rover „Perseverance“ mit hoher Geschwindigkeit dem roten Planeten. Am 18. Februar 2021 soll der Rover auf dem Mars landen – ein äußerst komplexes und gefährliches Unterfangen (die Mars-Landung im Livestream*).

Landung auf dem Mars: Nur etwa 40 Prozent sind gelungen

Dass Landungen auf dem roten Planeten nicht einfach sind, wissen Raumfahrtorganisationen wie die US-amerikanische Nasa nur zu gut. Nur etwa 40 Prozent der Mars-Landungen aller Raumfahrtorganisationen sind seit Beginn der Mars-Erforschung gelungen. Das hat Gründe: Die Atmosphäre des roten Planeten ist sehr dünn, weshalb die Raumsonde kaum von ihr aufgefangen wird, sondern beinahe ungebremst zu Boden fällt.

Doch das ist nicht die einzige Schwierigkeit, die die Ingenieur:innen und Wissenschaftler:innen der Nasa bei der Entwicklung des Rovers berücksichtigen mussten. Der Rover „Perseverance“ wird bei seiner Landung auf dem Mars keinerlei Unterstützung von Menschen auf der Erde erhalten können, da es aufgrund der großen Entfernung zwischen den beiden Planeten etwa elf Minuten dauert, bis ein Signal beim anderen Planeten ankommt. Der Rover muss jedoch schnell reagieren können, weshalb er bei der Landung auf dem Mars autonom agieren wird. Die gesamte Landung vom Eintritt in die Mars-Atmosphäre bis zum Berühren des Bodens dauert nur sieben Minuten – die berüchtigten „sieben Minuten des Schreckens“*. Da bleibt keine Zeit, auf zeitverzögerte Signale von der Erde zu warten.

„Mars 2020“-Mission der Nasa: Mars-Rover „Perseverance“ soll im Jezero-Krater landen

Ist die Landung im angepeilten Jezero-Krater gelungen, kann die Nasa sich über ihren fünften Rover auf dem Mars freuen. „Curiosity“, der 2012 auf dem roten Planeten gelandet ist, ist ebenfalls noch aktiv, die weiteren Rover haben längst die Arbeit eingestellt. Ziel der Mission „Mars 2020“ ist es unter anderem, nach „Zeichen für früheres mikrobielles Leben“ auf dem Mars zu suchen, wie es die Nasa ausdrückt.

Wie die vorherigen Missionen zum Mars soll also auch der Rover „Perseverance“ weiter zur Klärung der Frage beitragen, ob es jemals Leben auf dem Mars gegeben hat – oder ob es möglicherweise sogar heute noch Leben auf dem Nachbarplaneten der Erde gibt.

Der Nasa-Rover „Perseverance“ soll auf dem Mars unter anderem nach Spuren früheren Lebens suchen. (Künstlerische Darstellung)

© Nasa/JPL

„Mars 2020“: Nasa-Rover „Perseverance“ soll Sauerstoff auf dem Mars gewinnen

Eine weitere Aufgabe des Rovers „Perseverance“: Er soll Steine und Geröll auf der Mars-Oberfläche einsammeln und sie für die Abholung durch eine spätere Mars-Mission vorbereiten. Außerdem soll ein Experiment namens „MOXIE“ (Mars Oxygen In-Situ Resource Utilization Experiment) testen, ob es möglich ist, Sauerstoff aus der Mars-Atmosphäre zu gewinnen. Eine solche Technologie dürfte für künftige astronautische Missionen zum Mars von großer Bedeutung sein – könnte der Sauerstoff doch nicht nur zum Atmen, sondern auch als Raketentreibstoff verwendet werden. Zur „Mars 2020“-Mission der Nasa gehört auch der kleine Mars-Helikopter „Ingenuity“*. Es handelt sich dabei um eine Technologie-Demonstration die zeigen soll, ob in der dünnen Atmosphäre des Mars Flüge möglich sind.

Mars-Rover Perseverance Größe: 3 Meter lang, 2,7 Meter breit, 2,2 Meter hoch Länge des Roboterarms: 2,1 Meter Gewicht: 1025 Kilogramm (auf der Erde) bzw. 393 Kilogramm (auf dem Mars) Energie: Radioisotopengenerator (MMRTG), zusätzlich zwei wiederaufladbare Lithium-Ionen-Batterien Kosten: 2,4 Milliarden US-Dollar für Entwicklung, Bau und Raumflug; weitere 300 Millionen US-Dollar kostet die Betreuung während der Landung und der Primärmission

Die Primär-Mission von „Mars 20202“ soll ein Mars-Jahr (etwa 687 Erd-Tage) dauern. Ist die Mission ein Erfolg, ist eine Verlängerung sehr wahrscheinlich – die Missionen der Nasa-Rover „Opportunity“ und „Curiosity“ wurden mehrfach verlängert, „Curiosity“ ist auch knapp neun Jahre nach der Landung noch aktiv.

  • Der Rover „Perseverance“ hat Mikrofone dabei und soll erstmals zeigen, wie der Mars klingt.
  • Die Mission „Mars 2020“ hat so viele Kameras dabei wie noch keine Raumsonde zuvor. Der Rover ist mit 23 Kameras bestückt, der Helikopter hat zwei Kameras.
  • Sieben wissenschaftliche Instrumente befinden sich auf dem Rover.
  • Außerdem verfügt der Rover über einen Bohrer und einen Roboterarm.

In wenigen Monaten soll „Perseverance“ auf der Mars-Oberfläche außerdem Gesellschaft erhalten: Die chinesische Mission „Tianwen-1“, die kürzlich in der Mars-Umlaufbahn angekommen ist*, wird im Mai einen Rover auf den Mars herabschicken. Aus der Umlaufbahn des Mars hat unterdessen ein Orbiter der europäischen Raumfahrtorganisation Esa Wasserdampf in der Mars-Atmosphäre entdeckt*. (Tanja Banner) *fr.de ist Teil der bundesweiten Ippen-Digital-Zentralredaktion.

Rubriklistenbild: © Nasa/JPL

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