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Südtirol: Unfallverursacher (27) reagiert nach Unfall-Drama verzweifelt - Polizei ermittelt | Welt

Bei einem Unglück in Südtirol wurde sechs junge Deutsche aus dem Leben gerissen. Ein betrunkener Sportwagen-Fahrer raste in eine Touristengruppe.
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Bei einem Unglück in Südtirol wurde sechs junge Deutsche aus dem Leben gerissen. Ein betrunkener Sportwagen-Fahrer raste in eine Touristengruppe.

  • Ein betrunkener Südtiroler aus dem Pustertal raste in eine 17-köpfige Studentengruppe aus Deutschland. Sechs Menschen starben, elf wurden zum Teil schwer verletzt.
  • Der Horror-Unfall in der Nacht auf Sonntag (5. Januar) in Luttach im Ahrntal erschüttert ganz Südtirol und ganz Deutschland. 
  • Die Polizei ermittelt. Der Unfallfahrer wurde inzwischen festgenommen.

Update vom 6. Januar 2020 Uhr: Nach dem Tod von sechs jungen deutschen Skiurlaubern in Südtirol ermitteln die Behörden zu den Umständen des Unfalls und zur Geschwindigkeit des betrunkenen Fahrers. Der Wagen des 27-Jährigen war in der Nacht zum Sonntag in Luttach in die Touristengruppe gerast. Die Opfer im Alter um die 20 Jahre - drei Männer und drei Frauen - starben nach Polizeiangaben noch am Unfallort. Elf Menschen wurden verletzt, vier davon schwer. Einer von ihnen kämpfte im Krankenhaus in Innsbruck in Österreich ums Überleben.

Die Ermittler machten die Identität der Toten bis zum Montag noch nicht offiziell bekannt. Die Leichen waren nach italienischen Behördenangaben ins Krankenhaus nach Bruneck gebracht worden. Für die Identifizierung sei auch die Mithilfe von Angehörigen nötig, die um Anreise gebeten wurden.

Nach Unfall-Drama in Südtirol: Große Trauer um sechs deutsche Todesopfer

Nach der Alkoholfahrt des Südtirolers gab es viele Trauerbekundungen in Deutschland und Italien. Das Lokal „Hexenkessel“ in Steinhaus, wo die Reisegruppe zuletzt gefeiert hatte, kündigte an, die Disco bleibe am Abend danach geschlossen. Der italienische Regierungschef Giuseppe Conte übermittelte den Angehörigen in einer Erklärung sein Beileid. In Luttach kamen bis spät Menschen an den Unglücksort und stellten Grablichter auf.

Der Reiseveranstalter Semesterende Skireisen als Teil der Outdoor Travelers GmbH aus Aachen äußerte sich im Internet bestürzt, dass sich der schreckliche Unfall bei einer seiner Touren ereignet hatte.

Südtirol: Betrunkener rast mit Sportwagen sechs Deutsche tot - 27-Jähriger reagiert verzweifelt

Update 22.27 Uhr: Aktuellen Angaben der dpa zufolge, befindet sich der Unfallfahrer, der in Südtirol den Tod mehrer Menschen zu verantworten hat, weiterhin im Krankenhaus, dort aber in psychologischer Behandlung von Spezialisten, weil er gesagt habe, sich umbringen zu wollen, als er von der hohen Zhal der Toten erfahren habe. Zunächst hatten einzelne Medien berichtet, der Mann sei in der Psychatrie und habe bereits versucht, sich das Leben zu nehmen. 

Update 18. 28 Uhr: Der 27-jährige Unfallfahrer, der in Südtirol in eine Touristengruppe gerast ist und mehrere Menschen tot gefahren oder zum Teil schwer verletzt hat, soll sich aktuell in der Psychiatrie befinden, berichtet das südtiroler Nachrichtenportal „Tageszeitung online“ unter Berufung auf Berichte nationaler italienischer Medien. Demnach habe der junge Mann im Krankenhaus von dem Verkehrs-Drama erfahren, das er verursacht hatte, und anschließend versucht, sich das Leben zu nehmen. 

Augenzeugenberichte nach Unfall-Drama in Südtirol

Indes berichten auch mehrere Augenzeugen gegenüber dem Focus von den tragischen Szenen, die sich in der Nacht zum Sonntag (5. Januar 2020) im Ort Luttach ereignet haben. So erklärt der Fahrer des Busses, der die Reisegruppe nach einem Disco-Besuch zurück zu ihren Unterkünften und der Unfallstelle gebracht habe, er habe den Unfallverursacher noch mit Lichtzeichen warnen wollen: „Er hat es nicht bemerkt. Ich habe dann im Rückspiegel gesehen, wie die Menschen umhergeflogen sind. Ich bin sofort umgedreht, habe meinen Erste-Hilfe-Koffer geschnappt und bin hingelaufen. Es war schrecklich. Es sah aus, wie als wenn eine Bombe in einen Markt eingeschlagen hätte. Die Menschen wurden weit herumgeschleudert. Ich war völlig schockiert, habe irgendwie versucht zu helfen, überall waren Schreie und Stöhnen. Und dann waren auch schon die ersten Helfer vor Ort“, wird der Busfahrer zitiert. 

Auch die Besitzerin des Hotels, vor dem sich das Unglück ereignet hatte, schildert ihre Erlebnisse. So sei ein Angestellter sofort auf die Straße gelaufen und habe die Rettungskräfte alarmiert: „Er hat die Szenerie als Schlachtfeld beschrieben. Die Körper lagen im Umkreis von 20, 30 Metern auf der Straße verteilt. Die Überlebenden hätten laut geschrien. Beim Anblick des Ganzen fiel er selbst fast in Ohnmacht“, so die Hotelbesitzerin weiter. 

Update 17.55 Uhr: Die Identität eines weiteren Opfers der südtiroler Verkehrstragödie konnte geklärt werden. Nach Polizei-Angaben habe es sich bei einem der Opfer um einen 22-jährigen Dortmunder gehandelt.  Seine Familienangehörigen seien bereits von der Dortmunder Polizei und Notfallseelsorgern informiert worden und werden nun betreut. 

Unfall-Drama in Südtirol: Lokal „Hexenkessel“ reagiert

Update 17.09 Uhr: Nach dem Horror-Unfall in Südtirol, bei dem ein Auto in eine 17-köpfige Studentengruppe gerast ist, reagiert auch der „Hexenkessel“, in dem die jungen Erwachsenen gefeiert haben. So hängt an der Tür des Clubs ein Hinweisschild mit der Aufschrift: „Aus Respekt vor den Opfern bleibt der Hexenkessel bis auf Weiteres geschlossen.“

Tödlicher Verkehrsunfall in Südtirol: Nähere Informationen zu den Opfern bekannt

Update 16.42 Uhr: Nach dem tödlichen Verkehrsunfall in Südtirol, bei dem ein vermutlich betrunkener Autofahrer in eine deutsche Studentengruppe gerast ist, wird langsam genaueres über die Todesopfer bekannt. Zunächst hieß es, vier der sechs Todesopfer stammten aus Nordrhein-Westfalen, nun ergänzt ein Sprecher des Lagezentrums der Polizei, eine Person stamme aus Baden-Württemberg, habe aber in Hamburg gewohnt. Ein weiteres Opfer wohnte nach Angaben der dpa in Niedersachsen. 

Todesdrama in Südtirol: Elf Verletzte

Update 15.55 Uhr: Noch immer kämpft eine verletzte Person ums Überleben nach dem Unfall in Luttach. Elf Menschen seien insgesamt verletzt worden. Vier von ihnen hätten schwerste Verletzungen erlitten. Unter den Verletzten sind auch zwei Südtiroler, die übrigen stammen aus Deutschland. Der Fahrer des PS-starken Sportwagens war vermutlich stark betrunken.

Die Gruppe war in den Skiferien und in dem Wintersportort auf dem Heimweg von einem Discobesuch.

Raser-Drama in Südtirol: Ministerpräsident Laschet trauert um vier Todesopfer aus NRW

Update 15.05 Uhr: „Dieses schreckliche Unglück macht mich fassungslos und unendlich traurig“, schrieb NRW-Ministerpräsident Laschet auf Twitter. „Dieser Tag ist ein trauriger Tag für unser ganzes Land.“ Die jungen Menschen „wollten gemeinsam eine gute Zeit erleben - und wurden von einer Sekunde auf die andere aus dem Leben gerissen oder schwer verletzt“, schrieb er.  In einem späteren Pressestatement teilte Laschet mit, dass vier der sechs Todesopfer aus NRW stammen.

Kanzlerin Angela Merkel ließ über Regierungssprecher Steffen Seibert mitteilen, dass „die Nachrichten aus Südtirol erschüttert sind“. Den Verletzten wünschte sie Kraft und baldige Genesung.

Auch in der Touristenregion herrschte Entsetzen: „Das neue Jahr beginnt mit dieser schrecklichen Tragödie“, sagte der Südtiroler Landeshauptmann Arno Kompatscher auf einer Pressekonferenz in Luttach. „Wir sind alle geschockt.“

Ministerpräsident @ArminLaschet zum schweren Unglück in #Südtirol. #Luttach pic.twitter.com/TFhET71dZi

— Staatskanzlei NRW (@NRWpunktDE) January 5, 2020
Unfall in Südtirol: Fahrer offenbar zu schnell - mehrere Todesopfer stammen aus NRW

Update, 13.14 Uhr: Aktuell wird laut Polizei geprüft, ob der Fahrer auch unter Drogen stand. Dass er deutlich zu schnell unterwegs war, gilt als relativ sicher. 

Update, 12.50 Uhr: Mindestens zwei der Opfer des schweren Verkehrsunfalls in Südtirol stammen aus Nordrhein-Westfalen. Eine Person aus Köln und eine aus Remscheid seien identifiziert worden, sagte ein Sprecher der Polizei in Bozen der Deutschen Presse-Agentur.

Update, 12.44 Uhr: Sie seien „ganz nette Leute“ gewesen, sagt ihre Hotelwirtin gegenüber Rai Südtirol. Immer mit denselben Betreuern komme jedes Jahr eine Schüler- und Studentengruppe aus Deutschland in ihr Hotel.

Todesdrama in Südtirol: Deutsche Opfer von Autounfall waren zwischen 20 und 25 Jahre alt

Update, 12.33 Uhr: Auch zu den Opfern gibt es nun eine bestätigte Altersspanne. Die jungen Deutschen, die von dem Audi-Fahrer aus dem Pustertal totgefahren worden sind, waren zwischen 20 und 25 Jahre alt.

Update, 12.04 Uhr: Helmut Abfalterer von der Feuerwehr schilderte der „Tageszeitung Online“ schlimme Szenen: „Es hat ausgesehen wie auf einem Schlachtfeld.“ Die Festnahme des Unfallfahrers ist inzwischen von der Polizei bestätigt. Ihm drohen bis zu 12 Jahre, aber mindestens acht Jahre Haft.

Nach mehreren Medienberichten hatte der 27-jährige Fahrer des Audi TT 1,97 Promille im Blut. Ihm wird Tötung im Straßenverkehr vorgeworfen. Die sechs Todesopfer sind wie berichtet alles Deutsche. Von den elf Verletzten kommen offenbar neun aus Deutschland, zwei sind Südtiroler.

Auch der südtiroler Landeshauptmann Arno Kompatscher hat sich inzwischen zu dem Horror-Unfall geäußert:

„Das neue Jahr beginnt mit dieser schrecklichen Tragödie. Wir sind alle geschockt.“

Sechs Deutsche in Südtirol totgefahren: Autofahrer war alkoholisiert

Update, 10.25 Uhr: Immer mehr Details werden nach der Unfall-Katastrophe in Südtirol in der vergangenen Nacht bekannt. Drei Personen befindet sich laut der italienischen Nachrichtenagentur Ansa im kritischen Zustand. Eine junge Frau wurde noch in der Nacht ins Unfallkrankenhaus Innsbruck geflogen. Wie berichtet, starben sechs junge Deutsche, als ein Audi TT in eine Menschenmenge raste. Laut Focus Online sollen die Opfer Teil einer 80-köpfigen Reisegruppe aus Norddeutschland gewesen sein.

Zum 28-jährigen Fahrer aus Kiens berichtet Ansa weiter, dass dieser inzwischen festgenommen worden sei. Laut Ansa habe er einen sehr hohen Blutalkoholwert gehabt.

Südtirol/Luttach: Audi-Fahrer rast sechs Deutsche aus Reisegruppe tot - Unfallfahrer ist 28

Update, 9.25 Uhr: Die Opfer des Verkehrsunfalls in Südtirol waren nach dpa-Informationen wahrscheinlich nach einem Discobesuch unterwegs zurück in ihre Unterkunft, als ein Auto in die Gruppe raste. Die Leute sollen um die 20 Jahre alt gewesen sein, sie waren in dem Ort Luttach auch untergebracht. Das Dorf im Ahrntal ist bekannt bei Jugendgruppen aus Deutschland, die im Winter zum Skifahren kommen.

Update, 9.14 Uhr: Ein Sprecher der Polizei Bruneck präzisiert die Informationen gegenüber Focus Online nochmal. Demnach waren die Todesopfer alle im Alter von 20 bis 21 Jahren und kamen alle aus Deutschland. Ferner fuhr der Unfallfahrer (28) einen Audi TT. Die Straße ist außerdem wohl als Raserstrecke berüchtigt. Ob der Fahrer alkoholisiert war, möchte die Polizei noch nicht bestätigen. Aktuell wird er in einem Krankenhaus untersucht.

Update, 8.36 Uhr: Nach Informationen des südtiroler Fernsehsenders Rai Südtirol handelt es sich bei den Unfallopfern um ausschließlich Studenten, alle jünger als 25 Jahre. Die Information hat der Sender offenbar aus dem Ferienhaus, in dem die Reisegruppe aus Deutschland untergebracht war.

Drama in Südtirol: Auto rast in Luttach in Menschenmenge: Sechs Deutsche sterben

Auch zum Unfallhergang gibt es neue Informationen. Demnach stieg die Gruppe junger Deutscher offenbar aus einem Bus auf Höhe des Hotels „Tiroler Adler“ in Oberluttach im Ahrntal aus einem Bus.

Dann wollten sie den Informationen des Senders zufolge die Straße überqueren, um zu ihrer Unterkunft zu gelangen. Gegen 1.15 Uhr am Sonntag (5. Januar) geschah dann der folgenschwere Unfall. 17 der jungen Menschen wurden von einem Pkw mit voller Wucht erfasst. 

Sechs Menschen starben noch an der Unfallstelle. Drei Menschen wurden schwer verletzt. Bei dem Unfallfahrer handelt es sich um einen 28-jährigen Mann aus Kiens. Der Ort liegt etwa 30 Kilometer entfernt von der Unfallstelle am Beginn des Ahrntals.

Update, 7.24 Uhr: Nach ersten Informationen der Freiwilligen Feuerwehr Luttach handelt es sich bei dem Opfern um Mitglieder einer 17-köpfigen Reisegruppe aus Deutschland. Sie waren in Luttach im Ahrntal in Südtirol zu Fuß unterwegs, als das Unglück passierte.

Der Autofahrer hat die Gruppe frontal erfasst. Sechs Menschen starben dabei noch am Unfallort. Elf weitere wurden verletzt. Nach italienischen Medienberichten handelt es sich bei dem Unfallfahrer um einen 28-jährigen Einheimischen. Nach bisher unbestätigten Meldungen zufolge stand dieser unter Alkoholeinfluss. 

+++ Münchner (28) stirbt in Tirol: Ein Einheimischer fand den jungen Mann in einem Bachbett nahe Kitzbühel. Die Polizei ermittelt.

Erstmeldung, 7 Uhr: Bozen - Das Auto ist laut Polizei gegen 1.00 Uhr in der Nacht auf Sonntag (5. Januar) in der Nähe von Bruneck in die Gruppe gefahren. Die Polizei geht von einem Unfall aus. Mehrere Menschen wurden verletzt, einige auch schwer. 

Sie kamen in Krankenhäuser in der Region. Der Autofahrer habe überlebt, die Polizei ermittle nun den Hergang des Unglücks, hieß es beim Landeskommando der Carabinieri.

Auto rast in Südtirol in Menschen: Drama mit deutschen Opfern in Luttach

Den Angaben zufolge müssen die Opfer noch identifiziert werden. Woher in Deutschland sie kamen, war noch unklar. In der Gruppe von Deutschen hätten sich nicht alle untereinander gekannt und nicht alle hätten Dokumente bei sich gehabt, hieß es bei der Polizei. Das Auswärtige Amt äußerte sich auf Anfrage zunächst nicht zu dem Vorfall.

Der Sender Rai Südtirol berichtete, das Fahrzeug sei in Luttach im Ahrntal in eine Gruppe aus 17 Menschen gerast. Sechs von ihnen seien noch am Unfallort gestorben. 

160 Einsatzkräfte waren dem Bericht zufolge im Einsatz. Am Morgen sollte es eine Pressekonferenz in dem Ort geben.

Die Gegend liegt in Italien an der österreichischen Grenze und ist als Ski- und Wintersportgebiet bekannt. Erst vergangenes Wochenende kamen bei einem Lawinenunglück in Südtirol drei Deutsche ums Leben.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa / Lino Mirgeler

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