Aufregerthemen Schliessen

Harter Corona-Lockdown: Bundesrat verlässt Schweizer Weg

In einer ungemütlichen Lage will der Bundesrat diesmal auf Nummer sicher gehen. Statt zu verbessern, was eine grosse Wirkung hat, verordnet er dem ganzen Land einen neuen harten Lockdown. Auf der Strecke bleibt die Verhältnismässigkeit.

In einer ungemütlichen Lage will der Bundesrat diesmal auf Nummer sicher gehen. Statt zu verbessern, was eine grosse Wirkung hat, verordnet er dem ganzen Land einen neuen harten Lockdown. Auf der Strecke bleibt die Verhältnismässigkeit.

Die Bundesräte Guy Parmelin, Ueli Maurer und Alain Berset (von links), kurz vor Beginn der Medienkonferenz vom 13. Januar, bei welcher der Bundesrat den zweiten Lockdown verkündet hat.
Die Bundesräte Guy Parmelin, Ueli Maurer und Alain Berset (von links), kurz vor Beginn der Medienkonferenz vom 13. Januar, bei welcher der Bundesrat den zweiten Lockdown verkündet hat.

Peter Klaunzer / Keystone

Zugegeben, der Bundesrat ist nicht zu beneiden. Im vergangenen Jahr haben ihm viele den Vorwurf gemacht, er habe zu zögerlich reagiert, als sich die zweite Welle ankündigte, und damit einen unnötig hohen Anstieg der mit und an Corona Verstorbenen in Kauf genommen. Nun gäbe es eigentlich eine gute und eine schlechte Nachricht. Die Fallzahlen sind deutlich tiefer als vor den Festtagen von vielen Wissenschaftern und Pessimisten prognostiziert. Doch gleichzeitig warnen dieselben Kreise nun eindringlich vor einer neuen Virusvariante, die deutlich ansteckender ist und Ländern wie Grossbritannien und Irland grosse Probleme bereitet. Wissenschafter gehen davon aus, dass sich dieses Virus nun auch schon in der Schweiz exponentiell ausbreitet.

Ähnliche Shots
Die meist populären Shots dieser Woche