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Klinik Zugersee eröffnet Station für junge Erwachsene ...

Seit Jahresbeginn verfügt die Klinik Zugersee in Oberwil über eine neue Station für junge Erwachsene. Mit dem Angebot schliesst die Triaplus eine Lücke im Versorgungsnetz.

Blick in den Aufenthaltsbereich der Station für junge Erwachsene.
Blick in den Aufenthaltsbereich der Station für junge Erwachsene.

Bild: PD

(haz) Am Freitag, 3. Januar, startete der operative Betrieb der neuen Station für junge Erwachsene. Die Station bietet laut Medienmitteilung der Triaplus AG jungen Menschen mit einer psychischen Erkrankung zwischen 18 und 25 Jahren eine stabile Umgebung. Ziel des Aufenthaltes auf der Station für junge Erwachsene ist es, dass sich die jungen Patientinnen und Patienten mit ihrer Krankheit auseinandersetzen und gestärkt ihr weiteres Leben in Angriff nehmen können. Die Station für junge Erwachsene der Klinik Zugersee verfügt über 12 Betten in modern eingerichteten Zimmern mit Sicht auf den Klinikgarten und den Zugersee.

Professor Josef Jenewein sagt zur Eröffnung der neuen Station:

« 50 Prozent aller psychischen Erkrankungen beginnen vor dem 15. Lebensjahr, 75 Prozent vor dem 25. Lebensjahr. Es liegt auf der Hand, dass es aus therapeutischer, aber auch gesundheitsökonomischer Sicht wichtig ist, diese Erkrankungen möglichst früh zu erkennen und zu therapieren.»

Bisher wurden junge Erwachsene mit psychischen Erkrankungen auf den Akutstationen betreut. Auf der neuen Station für junge Erwachsene wird es möglich laut Medienmitteilung sein, den Bedürfnissen der jungen Menschen viel besser gerecht zu werden. Eine zentrale Rolle spielt dabei, dass die Betreuung in einem so genannten Peer-Umfeld stattfindet. Die Patientinnen und Patienten bewegen sich unter Gleichaltrigen, welche sich in einem ähnlichen Spannungsfeld von Erwachsenwerden, Berufsausbildung, Ablösungsprozess und Krankheit befinden. Im Hinblick auf die Entwicklungsphase, in welcher sich die Patientinnen und Patienten befinden, wird im Behandlungsprozess grossen Wert daraufgelegt, das soziale Umfeld mit einzubeziehen.

Die Betreuung erfolgt durch ein interprofessionelles Team bestehend aus Ärzten, Psychologen, Pflegefachpersonen, Sozialpädagogen und Spezialtherapeuten. Aktuell sind bereits 9 der verfügbaren 12 Betten belegt. Dies einerseits durch interne Verlegungen von Patienten der Akutstationen, aber auch durch direkte Zuweisungen. Diese hohe Belegung bereits zu Beginn zeigt den Bedarf für eine derartige Station deutlich auf.

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