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Statistiker beweisen – Freitag der 13. ist kein Unglückstag

Au weia, Freitag, der 13.! Heute passiert bestimmt etwas Schlimmes. Nein, sagt das Statistik-Amt Berlin-Brandenburg … und kann das auch beweisen!
Michael Sauerbier
13. Dezember 2019 12:47 Aktualisiert 15:05

Au weia, Freitag, der 13.! Heute passiert bestimmt etwas Schlimmes. Nein, sagt das Statistik-Amt Berlin-Brandenburg … und kann das auch beweisen!

Jedenfalls im Straßenverkehr: Die Experten haben die Unfallzahlen aller Freitage der letzten Jahre verglichen. Ergebnis: weder in der Hauptstadt noch im Umland hat es am 13. öfter gekracht als an anderen Freitagen.

Die meisten Unfälle mit Verletzten und Toten gab es in Berlin 2018 dienstags und donnerstags – je rund 2500 Crashs. In Brandenburg war es im vergangenen Jahr dienstags und freitags am gefährlichsten – mit je rund 1400 Unfällen. Samstags und sonntags ging die Zahl der Unfälle in beiden Ländern stark zurück.

Es wird am 13. weniger geheiratet

Statistisch nachweisbar ist dagegen der Aberglaube an Freitag, den 13.: Am vermeintlichen Unglückstag heiraten zehn Prozent weniger Berliner als an normalen Freitagen.

Die statistischen Jahrbücher 2019 für Berlin und Brandenburg stehen bei einer Pressekonferenz auf einem Tisch (Foto: dpa)
Die statistischen Jahrbücher 2019 für Berlin und Brandenburg stehen bei einer Pressekonferenz auf einem Tisch (Foto: dpa)

Noch ängstlicher sind die Brandenburger: minus 20 Prozent Trauungen an Freitag, dem 13.! Weil sich Hochzeitsfeiern meist über das ganze Wochenende ziehen, meiden Paare die gesamte Woche um den „Unglückstag“.

Dieselbe Angst gibt es bei Geburten: An Freitag, den 13., bringen in beiden Bundesländern weniger Frauen Kinder zur Welt. Die Geburten werden, wenn medizinisch möglich, auf Donnerstag vorgezogen – oder auf Samstag (Brandenburg) und Montag (Berlin) verschoben.

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Erfreulich für die Hauptstadt: 2018 gab es 4303 mehr Geburten als Sterbefälle. Umgekehrt in Brandenburg: Hier starben 12.803 mehr Menschen als geboren wurden – der schlechteste Wert seit 1995. Trotzdem wuchs die Bevölkerung von Januar bis August 2019 um 7255 auf 2.519.172 Menschen an. Weil 15.000 Menschen mehr her- als weggezogen sind.

Berlin dagegen hat seine Anziehungskraft offenbar verloren: in die Hauptstadt kamen 6000 Menschen mehr als sie verließen – der schlechteste Wert seit Jahren.

Und das hat nichts zu tun mit Freitag, dem 13.

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