Aufregerthemen Schliessen

FC Basel: Fabio Celestini nimmt Xherdan Shaqiri raus – und mit ihm ...

FC Basel Fabio Celestini nimmt Xherdan Shaqiri raus  und mit ihm
Der FC Basel geht in der 71. Minute nach einem Shaqiri-Corner 2:0 in Führung, gibt diese danach aber ohne seinen Captain aus der Hand.

Alles zum FCB-Spiel in St. Gallen

Xherdan Shaqiri geht – der FC St. Gallen kommt

Der FC Basel geht in der 71. Minute nach einem Shaqiri-Corner 2:0 in Führung, gibt diese danach aber ohne seinen Captain aus der Hand.

Oliver Gut
Publiziert heute um 00:07 Uhr
Adrian Barisic vom FC Basel ist nach dem Spiel gegen FC St.Gallen enttäuscht und bedeckt sein Gesicht mit seinem Trikot. Hintergrund: unscharfe Zuschauermenge.

Freude über einen Punktgewinn in der Ostschweiz ist das nicht: Adrian Barisic.

Foto: Claudio Thoma (Ffresfocus).

Jetzt abonnieren und von der Vorlesefunktion profitieren.
BotTalk

Die Ausgangslage

Der FC Basel tritt als Tabellenzweiter in St. Gallen an – mit einem Punkt Rückstand auf Lugano und sechs Punkten Vorsprung auf den Strich, der nach 33 Runden die Championship-Round-Teilnehmer von den Relegation-Round-Partizipanten trennt. Unter diesem liegt vor dem Anpfiff der FC St. Gallen als Siebter, weil der FC Zürich früher an diesem Abend Yverdon 2:1 besiegt und sich zumindest für den Moment vom achten auf den sechsten Platz vorgeschoben hat.

Während beim FCB mit Marin Soticek und dem im Abschlusstraining umgeknickten Moussa Cissé zwei potenzielle Ersatzspieler verletzt fehlen, müssen die Gastgeber abermals auf ihren Anführer Lukas Görtler verzichten.

Das Spiel

An der Intensität mangelt es der Partie von Beginn an nicht. Sie fordert mit dem defensiven Mittelfeldspieler Betim Fazliji ein frühes St. Galler Opfer, da sich dieser nach einem abgepfiffenen Zweikampf mit Xherdan Shaqiri verletzt und bereits in der 8. Minute für Bastien Thoma das Feld verlassen muss.

Klare Torszenen hingegen sind bis zur Pause rar. Es liegt dies hauptsächlich daran, dass sowohl die St. Galler als auch die Basler ihre Gegenstoss-Aktionen zu unpräzise zu Ende bringen. Selbst die Szene, die mit der 1:0-Führung für den FCB endet, ist da keine Ausnahme: Bénie Traoré spielt einen schlechten letzten Pass in die Mitte, überrascht damit aber offenbar FCSG-Aufbauer Mihailo Stevanovic so, dass dieser noch schlechter abwehrt – direkt vor Léo Leroys Füsse, worauf der Franzose mit voller Wucht trifft.

FC St.Gallen Torhüter Lawrence Ati Zigi und Mitspieler kollidieren vor dem Tor während des Spiels gegen FC Basel in der Super League.

Sieht seltsam aus und bringt St. Gallen den Anschlusstreffer: Marwin Hitz, der Ball – und Dominik Schmid als Hindernis.

Foto: Claudio Thoma (Freshfocus)

Die Physiognomie der Partie ändert sich nach der Pause zunächst nicht – sondern erst, als der FCB dank eines St. Galler Eigentors durch Noah Yannick infolge eines Shaqiri-Corners 2:0 in Führung geht. Der Basler Captain – nicht eben ein Verteidiger – wird danach ausgewechselt. Und der FC St. Gallen, der spielt nun mit mehr Vehemenz und findet schliesslich mit Basler Hilfe zurück in die Partie: Von Dominik Schmid behindert, lässt FCB-Goalie Marwin Hitz eine Cornerflanke so abprallen, dass Witzig zum 1:2 abstauben kann. Dann wird die Partie wild, hätten auch die Gäste noch Chancen – doch sind es noch einmal die Gastgeber, die nach einem Corner samt Geubbels-Kopfball zum 2:2 treffen.

Kybunpark. – 19’355 Zuschauer. – SR Schnyder.

Tore: 10. Leroy 0:1. 71. Yannick (Eigentor nach Shaqiri-Eckball) 0:2. 78. Witzig 1:2. 87. Geubbels (Cornerflanke Thoma) 2:2.

FC St. Gallen (4-2-3-1): Zigi; Vandermersch, Ambrosius, Vallci, Yannick; Fazliji (8. Thoma), Stevanovic; Daschner (81. Akolo), Witzig (88. Mambimbi), Geubbels; Nsamé.

FC Basel (4-2-3-1): Hitz; Mendes, Barisic, Adjetey, Schmid; Avdullahu, Leroy (85. Van Bremen); Kade (73. Baro), Shaqiri (73. Sigua), Traoré (57. Otele); Carlos (85. Ajeti).

Verwarnungen: 38. Vallci (Foul an Carlos). 67. Mendes (Foul an Witzig). 84. Carlos (Unsportlichkeit/Schwalbe). 90. Vandermersch (Foul). 90.+3 Schmid (Foul an Thoma).

Bemerkungen: St. Gallen ohne Nuhu, Karlen, Görtler, Okoroji und Konietzke (alle verletzt oder krank). – Basel ohne Soticek (Wadenmuskelverletzung) und Cissé (im Abschlusstraining umgeknickt) sowie Pfeiffer, Vouilloz Zé und Xhaka (alle überzählig). – Ersatzbank Basel: Salvi; Rüegg, Baro, Fink. – 8. Fazliji scheidet nach Zweikampf mit Shaqiri verletzt aus.

Die Taktik

Beide Mannschaften agieren in einer 4-2-3-1-Formation. Dabei setzt FCB-Trainer Fabio Celestini auf seine bevorzugten Kräfte, um die Positionen zu besetzen.

Was in der Folge auffällt: Beide Mannschaften versuchen den Gegner früh im Aufbau zu stören, praktizieren ein hoch stehendes Pressing. Allerdings nimmt sich der FCB diesbezüglich etwas zurück, nachdem er das 2:0 erzielt hat – und noch mehr, als Fabio Celestini mit der Einwechslung Finn van Breemens (85.) gegen Ende auf eine Dreier-Fünfer-Abwehrkette umstellt.

Der Aufreger

Die Basler Spieler regten sich nach der Partie ziemlich darüber auf, dass sie eine spät erzielte 2:0-Führung noch aus der Hand gegeben haben.

Das St. Galler Publikum regt sich hingegen vor allem ab einem Basler Spieler auf: Kevin Carlos liegt für den Geschmack des grün-weissen Anhangs etwas gar oft mit schmerzverzerrtem Gesicht am Boden. Zumindest beim letzten Mal handelt es sich dabei um eine Schauspiel-Einlage: Er hat im Strafraum eine Schwalbe gezeigt, wird dafür verwarnt und gleich darauf ausgewechselt.

Das muss besser werden

Mit dem Ball fehlt den Baslern nicht zum ersten Mal in diesem Kalenderjahr die nötige Stringenz und Effizienz auf den letzten Metern. Wäre dies anders, der FCB könnte in der Ostschweiz mehr als zwei Tore erzielen.

Hinzu kommt, dass die in dieser Saison ziemlich gute Abwehr um Torhüter Marwin Hitz dieses Mal nicht die nötige Sicherheit ausstrahlt. Dass man am Ende einen 2:0-Vorsprung aus der Hand gibt, passt da ins Bild.

Das sagt der Trainer

Fabio Celestini, Trainer des FC Basel, am Spielfeldrand während des Spiels gegen FC St.Gallen am 22. Februar 2025.

Nein, happy ist an diesem Abend auch FCB-Trainer Fabio Celestini nicht.

Foto: Claudio Thoma (Freshfocus)

«Das erste Gegentor war unglücklich. Aber den Eckball vor dem 2:2 dürfen wir nicht zulassen», findet FCB-Coach Fabio Celestini nach der Partie. Was er damit meint: Adrian Barisic hat die Möglichkeit, den Ball zumindest ins Seitenaus zu klären. Stattdessen spielt er ihn über die Toraus-Linie.

So geht es weiter

Am Mittwoch befindet sich der FC Basel bereits wieder auf Reisen. Dieses Mal geht es an den Lac Leman, wo man in den Viertelfinals des Schweizer Cupwettbewerbs beim Genfer Challenge-League-Vertreter Etoile Carouge antritt. (19.30 Uhr).

In der Super League geht es dann bereits am Samstag im heimischen St.-Jakob-Park mit der 26. Runde weiter. Zu Gast ist dabei ab 18 Uhr der FC Sion.

Der FC Basel in der Super League

Den Podcast können Sie auf Spotify oder Apple Podcasts abonnieren. Falls Sie eine andere Podcast-App nutzen, suchen Sie einfach nach «Dritte Halbzeit».
Newsletter

Rotblau aktuell

Erhalten Sie die wichtigsten und interessantesten Geschichten und News rund um den FCB.

Weitere Newsletter

Einloggen
Oliver Gut schreibt seit März 2001 für das Sport-Ressort der Basler Zeitung, das er seit 2019 leitet. Vorher für diverse Sportarten zuständig, konzentriert sich der Fricktaler seit 2011 auf den Fussball – und damit hauptsächlich auf den FC Basel. Mehr Infos

Fehler gefunden?Jetzt melden.

0 Kommentare

Ähnliche Shots
Nachrichtenarchiv
  • Emilia Romagna
    Emilia Romagna
    Au moins un mort dans la région d'Emilia Romagna en Italie ...
    3 Mai 2023
    1
  • Outer Banks
    Outer Banks
    Outer Banks : le récap' de la saison 3
    10 Okt 2024
    8
  • Gaël Monfils
    Gaël Monfils
    Les cinq plus grandes victoires de Gaël Monfils au meilleur des cinq ...
    18 Jan 2025
    8
  • Daniel Küblböck
    Daniel Küblböck
    Daniel Küblböck: Vater Günther wusste nicht, dass er für tot erklärt werden soll!
    14 Aug 2020
    2
  • Natasha Leggero
    Natasha Leggero
    "Männer können das auch": Komikerin plötzlich nackt
    22 Jan 2024
    2