Eine Fahrt mit der Kutsche von Luzern nach Engelberg kostete acht ...

«Weisch nu?»
Strasse nach Engelberg ist 150 Jahre alt – eine Fahrt mit der Kutsche von Luzern ins Klosterdorf kostete acht Franken
Vor 150 Jahren wurde die Strasse nach Engelberg eröffnet. Vorher führte der beschwerliche Weg der Engelbergeraa entlang.
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Ein Foto aus einem Privatarchiv zeigt die Postkutsche, die einst nach Engelberg fuhr.
Bild: Hans Furrer/zvg
Aus dem Hochtal Engelberg gibt es nur einen Ausgang, der nicht über hohe Bergpässe führt: jenen nach Norden Richtung Stans und Vierwaldstättersee. Seit der Gründung des Klosters und der Dorfbildung im 12. Jahrhundert benutzten die Mönche und die Gotteshausleute den Weg, der seit je dem Lauf des Aawassers folgte. Vor allem die rund dreieinhalb Kilometer mit einem Höhenunterschied von 355 Metern zwischen dem Ölberg (990 Meter über Meer) und Reinerts (635 Meter) waren schwer zu bewältigen, besonders das Steilstück am Widerwällhubel mit 23 Prozent Gefälle. Über den zwei bis drei Meter breiten Weg schafften Säumer und Karrer Lebensmittel und Bauholz von der Sust in Stansstad ins Hochtal und transportierten in späteren Jahrhunderten Käse aus Engelberg hinaus. Aufwendig waren die Fuhren besonders nach dem Klosterbrand von 1729, als das Kloster allein für den Materialtransport für den Wiederaufbau 15 Pferde und 37 Ochsen hielt.
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