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Schweizer Illustrierte: Dschungelcamp 2020 wird ignoriert

Die Sendung steht wegen der Buschbrände in Australien in der Kritik. RTL reagiert mit einer Spendenaktion.

Am Freitagabend startete auf RTL die 14. Staffel von «Ich bin ein Star – holt mich hier raus». «Wir haben uns dieses Jahr entschieden, keinen Buchstaben mehr als nötig über die Sendung zu schreiben», so Berit-Silja Gründlers, Online-Redaktorin der «Schweizer Illustrierten», in einem Beitrag noch vor dem Staffelstart. Dies könne man «natürlich in Kreisen des Unterhaltungsjournalismus' durchaus als Klick-Selbstmord bezeichnen. Denn: Die Show, in der vergessen geratene Promis ihr Ego präsentieren und allerlei Mutproben über sich ergehen lassen müssen, interessiert die Leserschaft erfahrungsgemäss sehr. Uns egal!»

Die SI-Redaktion erachte es aber als Pflicht, das Dschungelcamp nicht zu beachten. Als einer der Gründe werden die Brände in Australien aufgeführt. «Nicht einmal, wenn RTL die gesamten Einnahmen und die Camper all ihre Gagen spenden würden, nicht einmal dann wäre es okay, dass das Dschungelcamp dieses Jahr stattfindet», schreibt Gründlers weiter. Sie sei persönlich richtig stolz auf die diesjährige Entscheidung, das Dschungelcamp Dschungelcamp sein zu lassen.

Die Dschungelcamp-Moderatoren Sonja Zietlow und Daniel Hartwich kündigten eine RTL-Spendenaktion für Australien an. Hartwich sagte in der Auftaktsendung vom Freitagabend: «Wir wollen unsere Präsenz auch dazu nutzen, um zu helfen. Nicht als Ausrede, sondern aus Überzeugung und in tiefer Verbundenheit mit dem Land und den Menschen.»

RTL selbst unterstützt die Spendenaktion zum Start mit 100'000 Euro und wird zum Finale der Show noch einmal nachlegen, wie es in einer Mitteilung heisst. (cbe)

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