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Rüpel Conor McGregor gibt Comeback im Käfig

15 Monate nach seinem letzten Kampf steigt der Ire Conor McGregor gegen Donald Cerrone in das MMA-Oktagon.

Er ist nach wie vor der grösste und bekannteste Mixed-Martial-Arts-Kämpfer der UFC: der Ire Conor McGregor. Nun gibt der 31-Jährige mehr als 15 Monate nach seinem letzten Kampf in der Wüste Nevadas sein Comeback. Der sportlichen Niederlage gegen den Russen Chabib Nurmagomedow folgte eine Massenschlägerei, die für «The Notorious» in einer sechsmonatigen Sperre resultierte. Heizte er zuletzt noch Rücktrittsgerüchte an, scheint das Grossmaul glücklich darüber zu sein, endlich wieder das zu tun, was es am besten kann. «Es wird Blut vergossen werden am 18. Januar, aber es wird kein böses Blut sein», sagt McGregor.

Doch lange Zeit ist es her, als der Ire das Oktagon das letzte Mal als Sieger verliess. Über 1100 Tage. Damals, 2016, war McGregor der Dominator der Szene und schaffte es, als erster Kämpfer in der UFC-Geschichte Champion in zwei Gewichtsklassen zu werden. Danach wagte der ehemalige Klempner-Lehrling einen Ausflug in den Boxring, wo er gegen Floyd Mayweather jedoch scheiterte. Und auch sonst zeugten seine Auftritte ausserhalb der Arena nicht immer von Glanz. Kneipenschlägereien, Gerichtsverhandlungen und Missbrauchsvorwürfe bestimmten die Schlagzeilen. So hatte McGregor erst Mitte Oktober vor Gericht aussagen müssen, weil er in einem Pub in Dublin einem alten Mann ins Gesicht geschlagen hatte. Dieser hatte den von McGregor lancierten Whiskey nicht probieren wollen. Die Folge: Der Kämpfer wurde bei der Wahl zum beliebtesten Sportler in seiner Heimat mit nur 2 Prozent der Stimmen abgestraft.

Highlights der Pressekonferenz von McGregor und Cerrone. (Bild: Youtube/UFC)

Nun will der 31-Jährige wieder für sportliche Schlagzeilen sorgen. Herausgeputzt, in einem schicken karierten Anzug, mit akkurater Frisur und gepflegtem Vollbart erschien er dieser Tage zur Pressekonferenz. Und überraschte dort mit seinem Auftreten. Voller Respekt sprach er über seinen Gegner. «Ich habe einen starken Gegner, einen Veteranen», lobte McGregor. Er sei nur engagiert, konzentriert und glücklich, in Vegas zu sein.

Sein Gegner ist der 36-jährige Donald Cerrone. Der «Cowboy» hält zwar den Rekord für die meisten UFC-Siege (23), verlor allerdings die zwei letzten Kämpfe. Auch gegen McGregor dürfte der Amerikaner gemäss Buchmachern das Nachsehen haben. «Er ist verdammt gut. Es ist eine Ehre, den Ring mit ihm zu teilen», spricht auch Cerrone respektvoll über seinen Kontrahenten. Und musste während der Pressekonferenz gar lachen, als er dann doch wieder da war, einer dieser grossmauligen McGregor-Momente. Als «Mystic Mac» schaute der Ire in die Zukunft und sagte den Ausgang des Kampfes voraus. «Ein Knockout wird es in jedem Fall – oder ein Sieg per Aufgabe», ist er sich sicher. Noch nie hat McGregor einen Kampf per Aufgabe gewonnen.

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