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Nicht wahr und war nie wahr“ – Weißes Haus weist CNN-Bericht ...

Politzisten vor der CNN-Zentrale in Atlanta, USA (Archivbild)
© AP Photo / David Goldman

Die Sprecherin des US-Präsidenten, Stephanie Grisham, hat am Mittwoch den Bericht des TV-Senders CNN zurückgewiesen, wonach Donald Trump nach einem Raketenangriff des Irans auf von US-Militärs genutzte Stützpunkte im Irak eine Fernsehansprache halten werde.

Dabei retweetete Grisham die Meldung eines CNN-Reporters, in der mitgeteilt worden war, dass sich Trumps Berater dringend auf eine Fernsehansprache des Präsidenten vorbereiten würden.  

„Das ist nicht wahr und war nie wahr. Es hat nicht einmal jemand versucht, dies im Pressedienst zu bestätigen, bevor dies getweetet wurde. In einem Rennen, als erste Nachrichten mitzuteilen, ist die Öffentlichkeit erneut verantwortungslosen ‚Reportagen‘ zum Opfer gefallen“, schreibt die Sprecherin auf Twitter.

​Zuvor hatte der TV-Sender CNN unter Verweis auf zwei Quellen in der US-Administration berichtet, dass sich das Weiße Haus vor dem Hintergrund des iranischen Raketenangriffes auf irakische Basen mit US-Truppen auf eine Rede Trumps an die Nation vorbereite. 

Zugleich wurde mitgeteilt, dass Trump eine Beratung zur entstandenen Situation im Weißen Haus abgehalten habe, aber nicht beabsichtige, sich in einer Fernsehansprache an die Nation zu wenden.

Raketenangriff auf irakische Militärstützpunkte mit US-Truppen

Nach der Tötung des Chefs der iranischen Spezialeinheit al Quds, General Qassem Soleimani, durch einen US-Luftschlag hatte der Korps der iranischen Revolutionsgarden den Beginn einer „Vergeltungsoperation“ angekündigt. Boden-Boden-Raketen wurden in der Nacht auf Mittwoch von iranischem Territorium aus auf den Stützpunkt Ain al-Asad in der irakischen Provinz Anbar abgefeuert, wo ein US-Militärkontingent stationiert ist.

Laut der Nachrichtenagentur AFP wurden neun Raketen auf den irakischen Militärstützpunkt Ain al-Asad abgefeuert. Ein Sprecher der US-Regierung hat dies inzwischen gegenüber Reuters bestätigt. Die iranische Revolutionsgarde hat sich zu dem Angriff bekannt.

Einigen Medienberichten zufolge ist nicht eine, sondern mindestens zwei US-Militärbasen im Irak attackiert worden. Ein weiterer Militärstützpunkt, der offenbar ebenfalls mit Raketen beschossen wurde, liegt in der nördlichen Stadt Erbil.

Trumps Sprecherin Stephanie Grisham hatte erklärt, der US-Präsident sei über die Angriffe informiert worden und halte Beratungen mit seinen Assistenten ab.   

ns/ae/sna

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