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Keine Medaille für die Schweiz - Holdener wird Vierte und Rast Achte

Wendy Holdener fährt auf den undankbaren vierten Platz und Camille Rast klassiert sich auf Rang acht. Liensberger holt sich überlegen Gold, Vlhova wird Zweite und Shiffrin Dritte.
Holdener verpasst die Bestzeit

Wendy Holdener reiht sich hinter Shiffrin ein. (Video: SRF)

Schlussendlich 36 Hundertstel fehlen Wendy Holdener für die angestrebte Medaille im WM-Slalom von Cortina d’Ampezzo. Nach dem ersten Lauf noch auf dem dritten Zwischenrang, kann Holdener im zweiten Durchgang einerseits ihr Potenzial nicht ganz abrufen und andererseits wird sie Opfer des starken Schlussfinishs von Mikaela Shiffrin. Die Amerikanerin, immerhin vierfache Slalom-Weltmeisterin, war nach dem ersten Lauf auf Position vier, nur sechs Hundertstel entfernt von Holdener. Den zweiten Run nutzte Shiffrin also, um Holdener noch abzufangen. Trotzdem wird es für Wendy Holdener immerhin der zwar undankbare, aber nicht ganz schlechte, vierte Platz.

Im Gespräch nach dem Rennen zeigt sich Holdener enttäuscht und etwas sprachlos: «Es war ein Kampf, schon die ganze Saison. Eigentlich habe ich sehr gute Schwünge drauf, ich war auch parat. Es waren vielleicht nicht ganz meine Verhältnisse heute, da waren die drei vor mir einfach zu stark auf dieser Piste», so die Viertplatzierte gegenüber SRF.

Zweitbeste Schweizerin wird die 21-jährige Camille Rast, die mit ihrem achten Platz natürlich sehr zufrieden ist. Ein tolles WM-Resultat für das Schweizer Slalomtalent, obwohl sie sich im zweiten Durchgang um zwei Positionen verschlechterte. Mélanie Meillard, die andere junge Slalomfahrerin, nimmt ebenfalls den zweiten Lauf in Angriff. Die Neuenburgerin, nach der Halbzeit auf dem 16. Platz klassiert, scheidet jedoch bereits im oberen Streckenteil aus.

Rast fährt in die Top 10

Camille Rast verpasst die Bestzeit, fährt aber unter die besten 10. (Video: SRF)

Sieg geht überlegen an Katharina Liensberger

Der Sieg geht eindeutig an Österreich, namentlich an die Feldkircherin Katharina Liensberger. Nach viermal Gold für die USA und Mikaela Shiffrin zuletzt geht die goldene Auszeichnung also erneut an das österreichische Team. 2011 hiess die Siegerin Marlies Schild. Nach Gold im Parallel-Riesenslalom und Bronze im Riesenslalom ist es für Liensberger die bereits dritte Medaille an dieser WM. Die drei Zehntel Vorsprung auf Vlhova im Starthaus kann sie im Verlauf des Rennens kontinuierlich ausbauen, bringt schlussendlich eine Sekunde Vorsprung ins Ziel. Eine Machtdemonstration von ihr.

Die Silbermedaille geht an Petra Vlhova und Bronze gibt es also für Mikaela Shiffrin, die zwar nach zuletzt vier WM-Slalomtiteln entthront wurde, mit der Bronzemedaille aber bestimmt gut leben kann. (dhe)

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