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Benjamin Fischer – der «Puurebueb aus der Agglo» soll es für ...

Ohne Gegenstimme haben die Zürcher SVP-Delegierten den 28-jährigen Benjamin Fischer zum neuen Parteipräsidenten gewählt. Auf ihn warten grosse Aufgaben.

Benjamin Fischer, der frischgebackene SVP-Kantonalpräsident, gab sich an der Delegiertenversammlung in Pfäffikon demütig.
Benjamin Fischer, der frischgebackene SVP-Kantonalpräsident, gab sich an der Delegiertenversammlung in Pfäffikon demütig.

Walter Bieri / Keystone

dfr.

Er soll der neue Sonnyboy der Sünnelipartei SVP werden. Doch gestrahlt hat Benjamin Fischer, 28-jähriger Kantonsrat und Bauernsohn, am Dienstagabend im «Chesselhuus» Pfäffikon nur selten. Mit ernster Miene nahm er an der Delegiertenversammlung der kantonalen SVP die Glückwünsche der versammelten Parteiprominenz entgegen. Den «Auftrag», den er von den über 300 Delegierten erhalten hat, nahm er demonstrativ demütig entgegen: Fischer soll als neuer Kantonalpräsident der erfolgsverwöhnten Partei nach einer turbulenten Phase wieder zu altem Glanz verhelfen.

In einer kurzen, programmatischen Ansprache machte Fischer deutlich, dass er die Aufgabe trotz seinem Alter mit dem nötigen Ernst angehen will. Er war der einzige Kandidat für das Amt. Die SVP Zürich sei in einer schwierigen Phase, sagte er. Dabei spielte er auf die vergangenen Wahlen an. Im März 2019 verlor die Partei auf einen Schlag 9 Sitze im Kantonsrat, im Herbst 2 Mandate im Nationalrat. «Es hätte noch viel verreckter herauskommen können», meinte er. Dennoch gelte es jetzt, Vollgas zu geben. «Wir brauchen nun alle – jeden Einzelnen von euch!», rief er in den Saal.

Eines seiner Ziele muss es sein, den Mitgliederschwund, den die Zürcher Partei seit einiger Zeit erleidet, zu stoppen. «Wir müssen uns jetzt wieder ganz auf die Sache konzentrieren», sagte er. Auf öffentlich ausgetragene Streitigkeiten habe er – frei nach Ueli Maurer – «kä Luscht». Dabei spielte er unter anderem auf den medienwirksam verkündeten Austritt des früheren, geschassten Zürcher Parteipräsidenten Konrad Langhart aus der SVP an.

Fischer – ein «Puurebueb aus der Agglo», wie er sich selber nannte – will es nun besser machen. Die SVP hat er quasi in der DNA. Er engagiert sich bereits seit frühen Jugendjahren für die SVP. Seit 2012 steht er der Ortspartei in Volketswil vor, über drei Jahre ist er schon Präsident der Jungen SVP Schweiz. 2015 gelang ihm als damals jüngstem Mitglied die Wahl in den Kantonsrat.

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