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Frenkie De Jong beim FC Barcelona: Das Problem ist die Vergangenheit

Frenkie De Jong beim FC Barcelona: Das Problem ist die Vergangenheit  SPOX

Frenkie De Jong zeigte in seinem ersten Halbjahr beim FC Barcelona zwar gute Ansätze, ist aber immer noch auf der Suche nach seiner finalen Rolle. Eine Bestandsaufnahme im Vorfeld des Supercup-Halbfinals zwischen Barca und Atletico Madrid (20 Uhr im LIVETICKER).

Nachdem der FC Barcelona im vergangenen Sommer die Verpflichtung von Frenkie De Jong für 75 Millionen Euro von Ajax Amsterdam fixiert hatte, flossen zunächst die Tränen und dann der Alkohol.

"Die Barca-Verantwortlichen waren derart erleichtert, dass dem damaligen Manager Pep Segura sogar die Tränen gekommen sind", erzählte De Jongs Berater Hasan Cetinkaya später dem Aftonbladet. "Es gab Umarmungen, es wurde Champagner ausgeschenkt. Dann sind wir alle in ein Restaurant gefahren, Barca hat uns eingeladen. Wir haben den besten Wein getrunken und ein fantastisches Steak gegessen. Alle haben gelacht und waren froh."

Ein halbes Jahr ist seitdem vergangen. De Jong etablierte sich bei Barca zwar direkt als Stammspieler, Freudentränen riefen seine Leistungen bisher jedoch eher selten hervor. "Gelegentlich habe ich meine Qualitäten gezeigt, aber im Allgemeinen kann es viel besser sein", sagte De Jong neulich in einem Interview mit De Telegraaf. "Ich bin nicht so dominant wie bei Ajax."

Und genau das ist das Problem: die Vergangenheit. Dieser permanente Vergleich, diese Erwartungshaltung. De Jong spielte in der vergangenen Saison so überragend dominant für Ajax Amsterdam, dass solide bei ihm fast schon wie enttäuschend erscheint. Bei Ajax agierte er aus der Tiefe des Raumes wie ein verkappter Libero. Er nahm nicht nur am Spiel teil, er war das Spiel. Bei Barca dagegen sucht er noch nach seiner finalen Rolle.

Transfer-News: Die besten Gerüchte und Top-Deals am 9. Januar

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Das Winter-Transferfenster hat geöffnet und einige große Deals sind bereits über die Bühne gegangen. Wir geben einen Überblick zu den wichtigsten Gerüchten und fixen Transfers am 9. Januar. Unter anderem ist der BVB wohl an einem Verteidiger dran.

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Max Aarons (FC Norwich): Schnappt sich der BVB noch einen Defensivmann? Wie Sky Sports berichtet, soll die Borussia an Max Aarons interessiert sein. Der 19-Jährige Rechtsverteidiger gilt als großes Talent, Norwich soll ihn für 35 Mio. Euro gehen lassen.

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Allerdings ist die Konkurrenz für den BVB nicht gering. Dem Bericht nach sollen auch Tottenham, Arsenal, Everton, West Ham und Tabellenführer Leipzig ihr Auge auf den Engländer geworfen haben.

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Arkadiusz Milik (SSC Neapel): Plant Manchester United einen dicken Transfer im Winter? Wie die englische Sun berichtet, sollen die Red Devils dabei sein, ein Angebot in Höhe von rund 70 Millionen Euro für den Polen vorzubereiten.

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Robin Koch (SC Freiburg): Der Innenverteidiger ist einer der Gewinner der Hinrunde und hat durch seine starken Leistungen auch das Interesse internationaler Top-Klubs geweckt - vor allem Benfica Lissabon soll scharf auf den 23-Jährigen sein.

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Aus sich deckenden Informationen von Record und Transfermarkt geht hervor, dass die Portugiesen ihr Interesse an Koch hinterlegt haben sollen, allerdings wohl erst im Sommer tätig werden wollen.

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Lukas Podolski (vereinslos): Kommt es zu einem Comeback von Podolski beim 1. FC Köln? Nach seinem Japan-Abenteuer ist der Deutsche zurück in seiner Heimat und wird sich mit den Verantwortlichen des Effzeh zu Gesprächen treffen.

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"Es wird auf jeden Fall ein Treffen stattfinden mit den FC-Verantwortlichen, wo wir uns austauschen. Ob ich dann als Spieler noch mal zurückkehre, das muss man dann sehen", sagte der 34-Jährige der RTL/ntv-Redaktion.

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Denis Zakaria (Borussia Mönchengladbach): Der Schweizer ist in ganz Europa begehrt, dennoch dürfen sich BMG-Fans Hoffnung auf einen Verbleib machen. "Natürlich kann ich mir vorstellen, noch lange in Gladbach zu bleiben", sagte er der Rheinischen Post.

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Diego Demme (RB Leipzig): Gestern gab es bereits Gerüchte über einen Transfer des Leipzigers nach Neapel, heute bestätigte RB, dass der 28-Jährige bereits zum Medizincheck nach Italien gereist ist. Kostenpunkt: 12 Millionen Euro.

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Morgan Sanson (Olympique Marseille): Die Verhandlungen mit Granit Xhaka drohen zu scheitern, weshalb sich die Hertha wohl nach einer Alternative umschaut. Wie Sky Sport berichtet, soll diese den Namen Morgan Sanson tragen. 20 Mio. wären wohl nötig.

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Issa Diop (West Ham United): Laut dem Express hat Chelsea den Shootingstar der Hammers als Transferziel Nummer eins erklärt und soll bereit sein, rund 50 Millionen Euro für den Verteidiger auf den Tisch zu legen.

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Amin Younes (SSC Neapel): Der Ex-Borusse könnte vor einer Rückkehr in die Bundesliga stehen. Einem Bericht von Sky zufolge sollen der 1. FC Köln und Werder Bremen Interesse bekundet haben.

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Louis Schaub (1. FC Köln): In den letzten Tagen gab es lose Gerüchte, nun nimmt ein Wechsel des Spielmachers zum HSV konkrete Formen an. Wie die MOPO berichtet, haben sich die beiden Klubs auf eine Leihe bis Saisonende verständigt.

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Dennis Srbeny (SC Paderborn): Der Tabellenletzte hat die Rückkehr des Stürmers von Norwich City perfekt gemacht. "Dennis war der Wunschspieler von Trainer Steffen Baumgart. Er passt exakt in unser Anforderungsprofil", sagte Sportdirektor Przondziono.

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Ashley Young (Manchester United): Nach neun Saisons wird Young die Red Devils im Sommer verlassen, nach Informationen von BBC wird es den Außenverteidiger zu Inter Mailand ziehen. Bereits ein Wechsel im Januar soll möglich sein.

De Jong pendelt zwischen der Sechs und der Acht

De Jong spielte bisher zwar eigentlich immer, seine Positionierung im 4-3-3-System von Trainer Ernesto Valverde hängt aber nicht von ihm selbst, sondern von Sergio Busquets ab. Fehlt er, spielt De Jong auf der Sechs (in der Liga bisher sieben Mal). Läuft er auf, dann auf der linken Achterposition (zwölf Mal).

De Jongs prädestinierte Position ist eigentlich die von Busquets, dort fühlt er sich am wohlsten und sieht sich am stärksten. "Meine Rolle im linken Mittelfeld unterscheidet sich von der, die ich gewohnt war. Dort bekommt man den Ball erst sehr viel später und hat dementsprechend weniger Einfluss auf das Spielgeschehen", sagt De Jong.

Dem Spiel von Barca tut Busquets auf der Sechs aktuell aber offenbar immer noch besser. Alle drei Saisonniederlagen (gegen Athletic Bilbao, den FC Granada und UD Levante) setzte es bei Spielen mit De Jong auf der Sechs. Um den 31-jährigen Busquets irgendwann adäquat ersetzen zu können, orientiert sich De Jong an dessen Spielinterpretation. "Busquets ist derjenige, von dem ich mir am meisten abgeschaut habe", sagt er.

De Jong: Gute Passstatistiken, wenig Torgefahr

In den relevanten Passstatistiken liegt De Jong sogar vor Busquets. Seine Passgenauigkeit ist sowohl über das ganze Feld betrachtet (92,72 Prozent) als auch in der gegnerischen Hälfte (92,77 Prozent) höher als die von Busquets. In der gegnerischen Hälfte spielte De Jong mit 733 Pässen ligaweit sogar die zweitmeisten nach Ever Banega vom FC Sevilla. Aus dieser Anzahl resultierte bisher jedoch zu wenig Ertrag.

De Jong steht erst bei einem Tor und zwei Assists. Bei den kreierten Chancen liegt er ligaweit nicht einmal in den Top-40. "Ich muss mehr Tore schießen und Vorlagen geben. Ich muss noch den wirklichen Willen zum Tor bekommen", weiß De Jong selbst. Auch Valverde fordert: "Er kann noch mehr geben, vor allem im gegnerischen Strafraum."

De Jong gegen Espanyol: Tor verschuldet und Gelb-Rot

Das nächste Mal unter Beweis stellen darf er das im Halbfinale des spanischen Supercups am Donnerstag gegen Atletico Madrid - nicht aber beim darauffolgenden Ligaspiel gegen Granada. Nachdem De Jong beim Derby bei Espanyol Barcelona zunächst eine Mitschuld am zwischenzeitlichen 0:1 getragen hatte, sah er in der zweiten Halbzeit Gelb-Rot. Daraufhin kassierte seine Mannschaft, die das Spiel zwischenzeitlich gedreht hatte, noch den Ausgleich zum 2:2. Real Madrid gewann unterdessen und zog an der Tabellenspitze nach Punkten mit Barca gleich.

Es war das zweite Mal in dieser Saison, dass man De Jong richtig traurig im Barca-Trikot sah. Das erste Mal war nach dem 2:1-Sieg am letzten Champions-League-Spieltag bei Inter Mailand. Barca war zwar weitergekommen, aber als nach Abpfiff auf der Anzeigentafel das Aus seines Ex-Klubs Ajax Amsterdam verkündet wurde, ließ De Jong den Kopf zunächst einfach fallen und schüttelte ihn dann betroffen. Die Vergangenheit hat ihn noch nicht losgelassen.

Die aktuelle Tabelle der Primera Division Platz Team Sp. Tore Diff Pkt. 1. FC Barcelona 19 49:23 26 40 2. Real Madrid 19 36:12 24 40 3. Atlético Madrid 19 22:12 10 35 4. FC Sevilla 19 24:18 6 35 5. Real Sociedad 18 32:23 9 31 6. FC Valencia 19 29:25 4 31 7. Getafe 19 26:20 6 30 8. Athletic Bilbao 19 20:13 7 29 9. Levante 19 26:29 -3 26 10. FC Villarreal 18 31:25 6 25 11. FC Granada 18 24:25 -1 24 12. CA Osasuna 18 25:24 1 23 13. Betis Sevilla 18 25:31 -6 23 14. Real Valladolid 19 17:23 -6 21 15. Deportivo Alavés 18 19:28 -9 19 16. SD Eibar 19 18:29 -11 19 17. Mallorca 18 18:32 -14 15 18. Celta de Vigo 18 15:28 -13 14 19. CD Leganés 19 16:30 -14 14 20. Espanyol Barcelona 19 14:36 -22 11
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