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«1 gegen 100» – So schlug sich die Neue

Gestern moderierte Angélique Beldner zum ersten Mal die beliebte SRF-Quizsendung. Wir haben zugeschaut.
Gestern moderierte Angélique Beldner zum ersten Mal die beliebte SRF-Quizsendung. Wir haben zugeschaut.

Ganz neu sei die Treppe nicht mehr für sie, sagte Angélique Beldner gestern Abend, als sie die Stufen der pink-violetten Quiz-Arena herunterstieg. Tatsächlich gab die Bernerin ihre «1 gegen 100»-Premiere bereits am vergangenen Samstagabend in der Jahresrückblick-Spezialausgabe mit Prominenten. Die gestrige Sendung war nun ihre erste reguläre, die sie moderierte.

Die Freude, Gastgeberin zu sein, stand ihr ins Gesicht geschrieben. Bereits war ihr Tonfall entspannter als am Samstagabend. Fast schon unheimlich schien es, dass sie sich während der ganzen Stunde kein einziges Mal verhaspelte beim Sprechen. Schlicht: souverän.

Akribisch vorbereitet

Die Mutter zweier Kinder habe sich akribisch auf ihre Premiere in der Sendung vorbereitet, sagte sie dem «Blick» im Vorfeld ihres ersten Auftrittes. In den Monaten davor habe sie sich viele Quizshows angeschaut – wie füllen die Moderatoren ihre Rolle aus? Wie bleibt die Sendung spannend? Neutral zu bleiben, wenn die Kandidaten raten, sei nicht so einfach, so Beldner.

Auch das gelang ihr, wobei die erste Kandidatin, Kathrin, nur so durch die Fragen raste und von sich aus direkt die richtigen Antworten wählte, ohne zu zögern. Die neue Kategorie «Tagesschau» jedoch brachte Kathrin aus dem Konzept und kostete sie einen Joker. Die Fragen dieser Kategorie drehen sich jeweils um ausgestrahlte Beiträge der SRF-Nachrichtensendung. Letzterer wird Beldner als Moderatorin weiterhin treu bleiben, trotz ihres neuen Engagements. Dass sie sich so von mehreren Seiten zeigen kann, ist erfrischend. Glaubwürdig, da authentisch, wirkt sie in beiden Rollen.

Ursprünglich lernte die 44-Jährige Typografin und besuchte die Schauspielschule. Nebenbei arbeitete sie beim Radio und entdeckte den Journalismus für sich. Später wurde sie Chefredaktorin beim zweisprachigen Radio Canal 3 in Biel, arbeitete als Redaktorin und Moderatorin bei Radio SRF. Seit 2015 ist Beldner als Moderatorin bei SRF-«Tagesschau» um 12 und 18 Uhr zu sehen.

Und wie steht es um das Outfit? Vorgängerin Susanne Kunz traute sich stets was. Da scheint Beldner zurückhaltender.

Beldner war im Vorfeld natürlich schon bewusst, dass sie in der Quizsendung mehr von ihrer eigenen Persönlichkeit wird zeigen müssen – anders als im News-Format. Dabei sei ihr klar, dass sie nicht allen gefallen könne, sagte sie der «Glückspost». Obwohl sie teilweise erstaunlich ähnlich klang wie ihre Vorgängerin, hob sie sich gestern doch deutlich von ihrer Vorgängerin Susanne Kunz ab. Weniger Wortspiele, keine wilden Tänze zur Musik des Extrajokers, insgesamt weniger expressiv, könnte man sagen. Immerhin erfuhr man gestern von Beldner, dass sie Nostrano-Gurken sehr mag.

Und wie steht es um das Outfit? Kunz traute sich stets was – ab und zu vielleicht sogar zu viel? – und verabschiedete sich mit einer beleuchteten Turmfrisur. Da scheint Beldner zurückhaltender – bisher, wobei ihr roter weiter Hosenanzug mit den weissen Schuhen und den grossen silbernen Ohrringen ein Volltreffer war. Es geht offenbar auch ohne Markenzeichen, beziehungsweise ist man gespannt, welches Beldner als das ihre etablieren wird.

Erstellt: 07.01.2020, 11:30 Uhr

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