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Starke Camille Rast wird Vierte, Shiffrin gewinnt in Schladming

Starke Camille Rast wird Vierte Shiffrin gewinnt in Schladming
Camille Rast setzt im Weltcup-Slalom in Schladming den nächsten Schritt Richtung Spitze. Die Walliserin wird in dem von Mikaela Shiffrin gewonnenen Rennen Vierte.

Publikum gabs keines entlang der Piste Planai, bei diesem Rennen, das wegen hohen Fallzahlen im Zuge der Ausweitung der Coronavirus-Variante Omikron in der Region Salzburg kurfristig von Flachau nach Schladming verlegt worden war.

Es herrschte fast schon gespenstische Ruhe bei der Premiere an dem Hang, an dem in normalen Zeiten der Weltcup-Slalom der Männer als einer der grossen Höhepunkte jedes Winters mit bis zu 50'000 Zuschauern zelebriert wird. Doch für Normalität ist auch in Österreich kaum Platz. Grossveranstaltungen finden derzeit unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

47. Slalom-Sieg – Rekord von Shiffrin

Verschobene Normalitäten gabs immerhin auf der Piste. Mikaela Shiffrin vermochte endlich wieder einmal die Dominanz von Petra Vlhova, die fünf der bisherigen sechs Slaloms für sich entschieden hatte, zu durchbrechen. Die Amerikanerin stiess mit Bestzeit im zweiten Lauf von Rang 5 an die Spitze vor.

Mikaela Shiffrin feierte ihren zweiten Slalom-Sieg in diesem Winter. Mit dem insgesamt 47. Triumph im Stangenwald stellte sie eine absolute Bestmarke für eine einzelne Disziplin auf. Der Schwede Ingemar Stenmark hatte es im Riesenslalom einst auf 46 erste Plätze gebracht.

Der nach halbem Pensum führenden Petra Vlhova, die sich um 15 Hundertstel geschlagen geben musste, reichte Platz 2, um sich vorzeitig den zweiten Sieg in der Slalom-Wertung nach jenem im vorletzten Winter zu sichern.

Wendy Holdener streckte die Hand nach einem weiteren Podestplatz aus. Doch für die nach dem ersten Lauf auf Platz 3 gelegene Schwyzerin zahlte sich das hohe Risiko nicht aus. Sie fädelte ein und schied aus. Das gleiche Malheur war Michelle Gisin schon im ersten Durchgang widerfahren.

4. Platz – Bestergebnis für Rast

Camille Rast sprang für die beiden Teamleaderinnen in die Bresche. Der Walliserin konnte die kurze, durch einen positiven Corona-Test bedingte Zwangspause nichts anhaben. Sie setzte nach den verpassten Slaloms in Zagreb und Kranjska Gora ihren Steigerungslauf wie im Riesenslalom fort und schaffte mit Rang 4 ihr Bestergebnis im Weltcup. Ihren ersten Podestplatz verpasste sie ganz knapp. Die Deutsche Lena Dürr war um zwölf Hundertstel schneller.

Den Weg noch kleinerer Schritt muss Aline Danioth gehen. Die Urnerin beendete ihre zweite Rückkehr innert kurzer Zeit mit Rang 22 und lieferte damit auch bei ihrem zweiten Weltcup-Start nach fast zwei Jahren Absenz und zwei schweren Knieverletzungen ein zählbares Ergebnis ab. Aline Danioth war wie Camille Rast und Mélanie Meillard zuletzt durch das Coronavirus gebremst worden.

Mélanie Meillard verpasste es auch beim fünften Anlauf in diesem Winter, sich für den zweiten Lauf zu qualifizieren. Ebenfalls nicht dabei in der Entscheidung waren Nicole Good, die am Sonntag in Kranjska Gora ihre ersten Weltcup-Punkte gewonnen hatte, und Elena Stoffel.

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