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Ski alpin: Adelboden verspricht spannenden Weltcup-Verlauf ...

Mit den Technikrennen am Wochenende in Adelboden haben Alexis Pinturault und Henrik Kristoffersen die Möglichkeit, sich etwas Luft im Gesamtweltcup zu verschaffen. Ob da der auch im Riesentorlauf starke Speedpilot Aleksander Aamodt Kilde mitspielen wird, bleibt abzuwarten.

Der Kampf um die große Kristallkugel bei den alpinen Ski-Herren bietet in der Saison eins nach Marcel Hirscher Spannung pur. Derzeit sieht es so aus, dass die Führung im Gesamtweltcup mit jedem Rennen wechseln könnte. Auch der Kalender und die Planungen der Athleten begünstigen dies. Nach Riesentorlauf und Slalom in Adelboden folgen Abfahrt, Kombination und Slalom in Wengen, anschließend Abfahrt, Super-G und Slalom in Kitzbühel.

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16 Rennen sind gefahren und es gab mit Kristoffersen (5 Mal an der Spitze), Matthias Mayer (4), Pinturault (3), Kilde (2), Vincent Kriechmayr (1) und Dominik Paris (1) bereits sechs Führende im Gesamtweltcup. Aktuell liegt Pinturault mit 475 Zählern nur einen Punkt vor Kilde (474) und vier vor Kristoffersen (471). Es folgen Paris (454), Mayer (362), Beat Feuz (361) und Kriechmayr (360).

Dass sich noch niemand absetzen konnte, liegt auch daran, dass bisher keiner makellos durch den Winter kam. “Im Jänner wird sich zeigen, wer eine stabile Form aufbaut. Kristoffersen, Pinturault, es haben alle Punkte liegen gelassen. Das zeigt doch auch im Nachhinein, wie fantastisch Marcel das acht Jahre lang gehandelt hat, dass er seine Punkte wirklich konstant bei jedem Rennen holt”, sagte zum Jahreswechsel ÖSV-Sportdirektor Toni Giger. Das Favoritenleiberl zu tragen sei eine Rolle, die für alle neu sei.

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Der Franzose Pinturault fuhr zehn Rennen, gewann drei, kam aber auch dreimal nicht in die Top 15. Slalom- und Riesentorlauf-Spezialist Kristoffersen, der anders als Pinturault keinen Super-G und keine Kombi bestreitet, kam bisher auf lediglich acht Rennen. Er gewann zweimal, landete aber auch zweimal außerhalb der Top 15.

Kilde ist mit zwölf Bewerben der Vielfahrer unter den Kugelanwärtern, auf einen Sieg in diesem Winter wartet er noch, er war aber bereits in Abfahrt, Super-G, Kombi und Riesentorlauf und damit in vier Disziplinen Top fünf. Hält er das Pensum so durch und die Form hoch, wird der 27-jährige Norweger zum heißen Anwärter auf die große Kugel. Auch der Kärntner Mayer ließ bisher nur die Slaloms und dazu den Parallel-GS aus, kam an Kildes Konstanz aber nicht heran.

Auch Speedfahrer Paris versuchte sich im Riesentorlauf, schrieb aber in dieser Disziplin noch nicht an. Der Gewinner beider Bormio-Abfahrten muss auf einen ähnlichen Speed-Lauf wie voriges Jahr hoffen, um sich den Gesamtweltcup zu schnappen. Feuz setzt ausschließlich auf die beiden schnellen Disziplinen.

(APA)

Artikelbild: GEPA Pictures

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